Frühjahrsputz: die eigenen Blogs etc. finden und auf den Prüfstand stellen

So, nach etwas Auszeit vom Bloggen werde ich wieder mehr öffentlich dokumentieren, um meine persönliche Lernumgebung bzw. mein persönliches Lernnetzwerk mal wieder in Schwung zu bringen. Die Gründe für die Blog-Auszeit waren wie immer vielschichtig. Das für mich Schwierige beim Bloggen ist neben dem Grundproblem „Zeit finden/nehmen“  vor allem: wo blogge ich es? Sollte ich einen Gemischtthemenblog anbieten, auf dem sich alles findet? Gut, den könnte ich über Tags natürlich wieder strukturieren, so dass man auch dort immer nur das findet, was einen interessiert. Das wäre so die Public-Evernote-Variante. Einfach alles drauftun, damit man alles an einem Ort hat.

Andererseits ziehe ich auch gerne verschiedene Hüte auf und habe recht unterschiedliche Themen am Start, und ich glaube, dass ich die doch besser voneinander trenne. Bleibt trotzdem die Frage, ob dass dann nicht alles auf der selben Plattform (also z.B. hier auf den UBlogs, oder verteilt auf UBlogs, Tumblr, Twitter, etc.) gesammelt wird. Deshalb möchte ich zuerst mal nach der erfolgreichen Instandsetzung meines Büros auch mal meine Blogs und ähnliches sichten und ordnen. Und dann in einem zweiten Schritt nochmal schauen, welche Gestaltungsoptionen ich auf UBlogs vermisse (und ob mir die unser Admin installieren kann) und welche Blog-Plattformen mir dann noch so als Alternativen zugetragen werden.

Microblogs

Das Microbloggen ist absolut niedrigschwellig, und so hab ich das auch im letzten Jahr zumindestens auf Twitter weitergeführt.

Twitter: kadewe – auf Twitter tweete ich vor allem „Originalcontent“, also auf Tagungen kurze Eindrücke, auch wenn was Neues von mir rausgekommen ist (Merkposten: wirklich immer machen!) und dann noch interessante Fundstücke im Netz (teils Retweets, teils Direktfunde). Auch um über interessante Sachen in meinen Interessenfeldern informiert zu werden, nutze ich Twitter als Newsradar (z.B. #rstats). Das liegt mir aktuell mehr, als Kuratierungswerkzeuge (s.u.) zu nutzen, aber vielleicht müsste ich da mir da mal noch einen besseren Workflow anlegen (dazu in einem der nächsten Beiträge mehr). Fazit: Twitter funktioniert für mich, bleibt im Portfolio meiner persönlichen Lernumgebung.

Tumblr

  • didactalab µ  Finde ich prinzipiell schon mal einen guten Namen. Idee war hier, internationalen Kram zum Thema Educational Technology in Englisch zu posten, der länger als Tweets ist und auch immer ein wenig eigenen Kommentar hat. Könnte ich natürlich auch hier auf UBlogs machen, allerdings finde ich Tumblr niedrigschwelliger zum Posten als WordPress. Hmmm, wenn ich die Tumblr-Beiträge hier in meinem WordPress als Wochenzusammenfassung automatisch einbasteln könnte? MERKPOSTEN!
  • Weitere bisher noch nicht genutzte Tumblr-Blogs: Give the Drummer Some (Review Schlagzeug-Lehrwerke), Uberdraufhaber und Überdraufhaber (Reviews Erklärvideos in englischer bzw. deutscher Sprache). Die habe ich auch parallel hier auf UBlogs gesichert – da werde ich die nächsten Wochen mal die Workflows zwischen WordPress und Tumblr nochmal vergleichen – hat jemand gute Browser-Plugins zum Bloggen am Start? Bitte in die Kommentare!

Andere Microblog-ähnliche Dienste: hmm, auf Vine habe ich noch nicht so viel gemacht,  Instagram nutze ich eher privat. Und was ist mit Facebook und Google+? Die Dienste würde ich eher als Verteil-Kanäle für meine Postings nutzen wollen – also entweder für WordPress den Jetpack Plugin nutzen, oder HootSuite bzw. Buffer einrichten, oder IFTTT – auf unserer Fachbereichswebsite gehen wir den anderen Weg und sammeln  die diversen Social-Media-Beiträge meiner Arbeitsgruppe per Yahoo! pipes ein.

Blogs

Diverse WordPress-Installationen

Mein umfangreichster Blog bisher war sicherlich mein Arbeitsblog didactalab auf einem eigenen Server an der Uni Bremen. Die Beiträge würde ich eigentlich gerne auf meinen aktuellen deutschsprachigen Zentralblog lab medienbildung | bildungsmedien übertragen.

Und weitere, die ich wahrscheinlich mal lieber abschalten sollte (bzw. den Content in einen anderen Blog importieren und dann abschalten): Da gibt es noch ein selbstgehostetes Didactalab, auf dem man für mich ganz interessant meine 2008er Vorüberlegungen zu draufhaber.tv lesen kann. Sehr schön auch das Teachlab, auf dem ich aus und zu meinen Lehrveranstaltungen geblogt habe – das ist mal ne Tradition, die ich wieder aufnehmen sollte!

Und auf UBlogs habe ich natürlich ne Reihe von Lehrblogs aus verschiedensten Lehrveranstaltungen, die ich hier jetzt mal ignoriere.

Blogger.com

Den Google-Uralt-Blogdienst gibt es ja immer noch. Da hatte ich auch noch zwei, drei Blogs, die ich allerdings schon lange nicht mehr gepflegt habe, der Star mit 20.897 Seitenaufrufen bei nur 8 Posts ist natürlich World of R-Craft zum Thema R (Open Source Statistiksoftware) -> den wieder aufleben zu lassen, ist Pflicht – allerdings muss man da so viel Code veröffentlichen, so dass ich mir dafür nochmal das Thema „Blog hosten mit Github“ anschauen werde;  Didactical Design of Interactive Media könnte ich ja direkt auf didactalab µ weiterführen, Give The Drummer Some… haben wir oben schon gesehen (hier zumindestens mal ein Mission Statement zu finden). Fazit: World of R-Craft wird als eigener Blog weitergeführt, auf Blogger könnte ich den mit Google+ verknüpfen oder ich migriere den auf UBlogs.

Auf der anderen Seite des Zauns

Und natürlich bietet das wieder mal die Möglichkeit, sich ein paar andere Tools anzuschauen. Bei mir steht auf der Liste:

  • Medium – eine Art Kollektivblog. Sieht nett zum Schreiben aus, aber der Content ist da genauso drin gefangen wie auf Blogger.com. Svbtle  ist ähnlich, sieht mir aber zu trocken aus.
  • Ghost sieht auch vielversprechend aus, so eine Art WordPress Konkurrenz. Mal schauen.
  • Auf GitHub Pages kann man mittlerweile auch Blogs hosten, gerade für Blogs mit viel Code wäre das auch ein Argument (World of R-Craft sowie mein upcoming Blog für all unsere Softwareprojekte)
  • Prose ist eine Online-Umgebung, um auf GitHub eine „CMS-free Website“ zu hosten. Das könnte ggf. noch etwas komfortabler sein, als mit Jekyll herumzuhantieren.

Bei den Kuratierungstools wie scoop.it, Pinterest, Pocket und delicious muss ich nochmal gesondert sichten – später mehr dazu.

 

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