Alphabetisierung in Deutschland – Stand des otu.lea Projektes

Am 7. September war ich in Berlin auf dem Weltalphabetisierungstag (Presseecho), der nach der Alphabetisierungsdekade (ja, zehn Jahre Programm) eigentlich nur der ernsthafte Einstieg in eine breite Alphabetisierung von Erwachsenen in Deutschland sein kann: die Pressemittteilung des BMBF zum Bündnis für Alphabetisierung ist etwas detailarm, mehr Infos gibt es im Strategiepapier zur Alphabetisierung von BMBF und KMK. Den schätzungsweise 7,5 Mio. funktionale Analphabeten in Deutschland nach Anke Grotlüschens leo level one Studie werden mit dem Maßnahmenprogramm meiner Meinung nach nicht ausreichend geholfen, hier scheint aktuell eher das Geld als die Ideen zu fehlen.

Um die Alphabetisierungs-Maßnahmen zu unterstützen, setzen wir an unserem Lab aktuell die Online-Version des lea Ordners um, eines pädagogischen Diagnostikwerkzeuges für Alphabetisierungskurse. Wir hoffen damit, den von den Alphakräften aufzuwendenden Zeitaufwand für die notwendige Diagnostik zu verkürzen, so dass mehr Zeit für eine zielgerichtete und individualisierte Förderung zur Verfügung steht.

Einen ersten Einblick in die Online-Testumgebng lea. (otulea) gibt es auf der Webseite otulea.uni-bremen.de.

 

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1 Antwort zu Alphabetisierung in Deutschland – Stand des otu.lea Projektes

  1. Edith Illek sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    bin eben über Ihr sehr interessantes Diagnoseinstrument gestolpert. Beim Ausprobieren fiel mir auf:
    Bei der Schreib-Diagnose „mittel“ ist das Wort Stunde mit zwei „n“ geschrieben.
    Etwa in der Mitte:
    Jetzt dauert es nur noch eine Stunnde bis die LKWs mit der neuen Ware kommen. Helga ist aufgeregt…..
    Auf der nächsten Seite müssen dann Falschschreibungen verbessert werden, aber ich denke beim Lückentext war das noch nicht so gemeint.
    Ich habe auch einen screen-shot angefertigt, dieser lässt sich leider hier nicht einfügen.
    Sehr hilfreich finde ich die Möglichkeit des Reports, das kann prima mit den Lernenden durchgearbeitet werden.
    Viele Grüße
    Edith Illek

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