{"id":141,"date":"2023-03-15T13:32:47","date_gmt":"2023-03-15T12:32:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/?page_id=141"},"modified":"2023-03-15T13:32:47","modified_gmt":"2023-03-15T12:32:47","slug":"ist-monogamie-ein-auslaufmodell","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/ist-monogamie-ein-auslaufmodell\/","title":{"rendered":"Ist Monogamie ein Auslaufmodell?"},"content":{"rendered":"<p>Im Laufe der Interviews haben wir jeden unserer Interviewpartner zum Ende unseres Gespr\u00e4chs mit dieser Frage konfrontiert. Nach einer kurzen Stille des Nachdenkens konnten alle individuell auf die Frage reagieren. Durch die Antworten zog sich aber ein roter Faden.<br \/>\nDie n\u00e4chsten Jahre wird Monogamie kein Auslaufmodell sein, da diese Beziehungsform noch stark in der Gesellschaft und in unseren K\u00f6pfen verankert ist. F\u00fcr viele ist ein einzelner Partner immer noch das ideale Bild von Romantik, Liebe und Wunschbeziehung. Es ist das, was die Mehrheit m\u00f6chte und nur, weil sich neue Wege entwickeln zu leben und zu lieben, bedeutet das nicht, dass Monogamie verschwinden wird. Nat\u00fcrlich wird sich die Situation der Monogamie ver\u00e4ndern, wenn sich offene Beziehungen und polyamor\u00f6se Lebensweisen in unserer Gesellschaft dauerhaft integrieren. Vielleicht entsteht ein Gleichgewicht von Akzeptanz und Neugier, denn Liebe, Sexualit\u00e4t und Beziehungen sind f\u00fcr uns Menschen wichtige und sich stets weiterentwickelnde Themen.<br \/>\nDie Bezeichnung des Auslaufmodells wurde in unserer Frage mehrmals kritisiert. Zum einen, weil Unterschiede menschliches Zusammenleben ausmachen und Liebe nicht schwarz und wei\u00df, sondern bunt sein kann. Es wird als Privileg gesehen, sich durch zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz ausprobieren zu k\u00f6nnen. Die Menschen gehen offener mit den Themen Liebe und Sex um. Vielleicht aus Angst etwas zu verpassen. Vielleicht aber auch um den Gedanken der Vielfalt zu normalisieren und durch den Drang, das eigene Leben voll auszukosten ohne andere dabei einzuschr\u00e4nken. Wenn wir uns durch gesellschaftliche Akzeptanz trauen, die Wege unterschiedlicher  Liebe und Beziehungen zu erkunden, dient es dazu herauszufinden, was f\u00fcr jeden individuell funktioniert. Auch der Gedanke, dass die offene Liebe ein Trend sein k\u00f6nnte, wie beispielsweise die Hippie- Bewegung in den 70er Jahren, kam hoch. Vielleicht wird es jetzt normalisiert und jene Gedanken fassen Fu\u00df. Vielleicht entwickelt es sich aber auch in ein paar Jahren zur\u00fcck und offene Beziehungen, Partnerschaftsformen und polyamor\u00f6ses Verhalten wird verp\u00f6nt. Vielleicht f\u00fchren wir in zehn Jahren auch gar keine Partnerschaften mehr.<br \/>\n\u201eWarum muss ich denn nur eine Person lieben? Warum kann ich denn nicht mehrere Partner haben und mehrere Menschen lieben, ohne ein Arschloch zu sein?\u201c \u2013 Ri.<br \/>\nAbschlie\u00dfend kann man sagen, dass die Monogamie in den n\u00e4chsten Jahren kein Ende finden wird. Was die Zukunft bringen kann ist uns jedoch allen unklar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Laufe der Interviews haben wir jeden unserer Interviewpartner zum Ende unseres Gespr\u00e4chs mit dieser Frage konfrontiert. Nach einer kurzen Stille des Nachdenkens konnten alle individuell auf die Frage reagieren. Durch die Antworten zog sich aber ein roter Faden. Die n\u00e4chsten Jahre wird Monogamie kein Auslaufmodell sein, da diese Beziehungsform noch stark in der Gesellschaft [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14260,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-141","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14260"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/141\/revisions\/142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/beziehungsmodelle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}