Der Umgang mit Heterogenität an Schulen

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Mangel an männlichen Bezugspersonen an Schulen

Filed under: Allgemein — Betül at 12:22 pm on Freitag, Juni 1, 2012  Tagged

2. Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz – im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe – signifikant weniger sicher in Schule fühlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig häufiger das Gefühl haben, dass sich die Lehrkräfte nicht/wenig um sie kümmern. Wie erklären Sie sich diese Ergebnisse und wie könnte man diese Situation verbessern?

 

Ich glaube, dass es allgemein mit der Beschaffenheit von Jungen und Mädchen zu tun hat. Mädchen sind von Natur aus viel offener und aufgeschlossener im Unterricht als Jungen. Natürlich gibt es bei den Jungen auch Ausnahmen. Viele Arbeitnehmer bevorzugen deshalb auch Frauen, weil die meistens fleißiger und offener sind. Man geht häufig davon aus, dass Jungen im Gegensatz zu den Mädchen unkonzentrierter und dadurch auch leistungsschwächer sind. Eine wichtige Rolle spielen auch die mangelnden männlichen Lehrkräfte an Grundschulen. Vor allem in der Grundschule ist es wichtig, dass die Schüler eine Bezugsperson finden, mit der sie sich weitgehend identifizieren können. Für die Jungen gib es diese Person meistens nicht. Ich glaube dies ist auch ein Grund, wieso sich die Jungen so unwohl, benachteiligt und missverstanden fühlen und somit auch zum Stören und unruhig sein Neigen. Es ist sicherlich auch schwierig für einen Jungen sich mit seinen Problemen an eine Lehrerin zu wenden.

Meiner Meinung nach führt dieses Problem zu einer Kettenreaktion. Es fängt damit an, dass wenig männliche Lehrkräfte an Schulen vertreten sind, wodurch die männlichen Schüler sich benachteiligt fühlen. Im Nachhinein entsteht somit eine allgemeine Abneigung zu den Schulen, wodurch auch weniger der Lehrerberuf angestrebt wird. Die Mädchen haben in dieser Hinsicht wenig Probleme und neigen auch immer wieder zu den sozialeren Berufen als Jungen. Es muss auch noch gesagt werden, dass der Unterricht auch meistens vorteilhafter für das weibliche Geschlecht gestaltet wird. Es wird mehr Wert auf Kreativität und die sprachliche Fähigkeiten gesetzt, wo die meisten Mädchen einen Vorteil draus erzielen können.

Außerdem bin ich der Meinung, dass die meisten Lehrer ungewollt Vorurteile gegenüber von männlichen Schülern haben. Die männlichen Schüler werden meistens als laut und störend abgestempelt, welches nicht immer der Fall sein muss. Deshalb werden die Jungen auch meistens schlechter bewertet werden oder auch eher bestraft als Mädchen. Ich würde vorschlagen, dass man versucht das Problem an den Wurzeln  anzupacken, indem man mehr männliche Studenten dazu motiviert den Lehrerberuf, vor allem in der Grundschule, anzustreben. Darüber hinaus ist eine faire Bewertung, ohne Vorurteile gegenüber von den männlichen Schülern,  eine Pflicht des Lehrers.

 
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