Der Umgang mit Heterogenität an Schulen

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Geschlechtergetrennter Unterricht

Filed under: Allgemein — Betül at 6:51 pm on Freitag, Mai 11, 2012  Tagged

AUFGABE  3 : In den letzten 10 Jahren sind die Jungen (bzw. österreichisch: Burschen) vermehrt in die bildungspolitische Diskussion geraten: Sie gelten als die neu entdeckte Risikogruppe. Diskutieren Sie den Vorschlag, analog zum geschlechtergetrennten Unterricht, wie mancherorts in den MINT-Fächern erteilt wird, einen geschlechtergetrennten Deutschunterricht einzuführen.

Meiner Meinung nach bringt eine Trennung von Mädchen und Jungen im Deutschunterricht Vor- und Nachteile mit sich. Das Ziel ist es, die Geschlechterheterogenität in den Klassen aufrechtzuerhalten und mit ihr arbeiten zu können, weshalb ich das Einführen des geschlechtergetrennten Unterrichtes für unangebracht halte. Es wird nämlich im späteren Verlauf des Lebens, sei es in der Gesellschaft oder auf dem Arbeitsmarkt, keine  Trennung der Geschlechter geben.

Das Positive ist, dass man intensiver auf die geschlechtsspezifischen Interessen und Bedürfnisse von Jungen und Mädchen eingehen kann. Durch diese Trennung wäre man in der Lage den Unterricht für Jungen und Mädchen interessanter zu gestalten. Es wäre für beide Seiten leichter ihre Emotionen zu zeigen und Argumente zu nennen, die vielleicht nicht „typisch-Mädchen“ oder „typisch-Junge“ sind. Denn es ist eine Tatsache, dass Jungen und Mädchen in der selben Klasse Hemmungen haben und  ihre wahre Meinung nicht vertreten können, weil sie Angst davor habe,  falsch verstanden zu werden. Ich glaube, dass durch eine Trennung und durch diese Freiheit auch ein Leistungsanstieg für beide Seiten möglich ist.

Dennoch bin ich gegen eine Geschlechterspaltung im Unterricht. Denn die Schüler sollten lernen mit den verschiedenen Interessen umzugehen. Außerdem würden in den getrennten  Unterrichten die Jungen und Mädchen auch untereinander verschiedene Interessen und Fähigkeiten aufweisen, die keine weitere Differenzierung zulassen würde. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich z.B. die Jungen dann im geschlechtergetrennten Unterricht gar nicht wagen anderen Interessen zu vertreten und sich dem Klasseninteresse dann „gezwungenermaßen“ anpassen. Es besteht die Gefahr, dass der Unterricht immer eintöniger wird, weil es keine Gegenargumente geben wird.
Somit stellt sich die Frage, ob man die Förderung der beiden Geschlechter nicht  ohne eine Trennung hinbekommen könnte. Außerdem finde ich es schwierig die Jungen in eine Kategorie zu tun und zu sagen, dass sie im Deutschunterricht schwächen aufweisen. Es gibt immer Ausnahmen die wir beachten müssen. Genauso gibt es sicher auch Mädchen, die Schwierigkeiten im Deutschunterricht haben. Deshalb bin für keine Geschlechtertrennung im Deutschunterricht, sondern es sollte versucht werden in der Klasse auf die verschiedenen Interessen einzugehen. Man könnte z.B. zwei Themen auswählen und die Schüler dürften dann entscheiden, was sie bearbeiten wollen.

 

 

 
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