{"id":29,"date":"2020-08-31T06:01:40","date_gmt":"2020-08-31T04:01:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bernaks\/?p=29"},"modified":"2020-08-31T06:00:54","modified_gmt":"2020-08-31T04:00:54","slug":"abschlussreflexion-rv14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bernaks\/2020\/08\/31\/abschlussreflexion-rv14\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion &#8211; RV14"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">1.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Eine wichtige Erkenntnis, die ich aus der Ringvorlesung \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t an der Schule\u201c mitgenommen habe ist, dass Heterogenit\u00e4t ein sehr wichtiges Thema ist. Die aus der Ringvorlesung erlangten Kenntnisse werden mir nicht nur in meinem bevorstehenden Orientierungspraktikum sehr hilfreich sein, sondern auch in meinem sp\u00e4teren Berufsleben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Besonders gepr\u00e4gt hat mich die RV07 von Prof.Dr. Frank J. M\u00fcller \u201eDoing it wrong, doesn\u2019t make it wrong\u201c, indem er die Inklusive P\u00e4dagogik und ihre Umsetzung thematisiert hat. Diese Thematik ist unabh\u00e4ngig von der Studienfachwahl sehr wichtig, da durch die Auseinandersetzung grundlegende Erkenntnisse gewonnen werden. Ich wusste vorher nicht, dass bei SuS mit F\u00f6rderbedarf die Entwicklung und die Wahrnehmung beeintr\u00e4chtigt ist und wie wichtig es f\u00fcr die individuelle F\u00f6rderung ist, in Kontakt mit der Familie zu stehen. Zudem konnte ich Klarheit gewinnen, wie man die Balance halten kann, die SuS mit F\u00f6rderbedarf optimal zu f\u00f6rdern, ohne sie zu \u00fcberfordern und gleichzeitig die Klassengemeinschaft nicht zu unterfordern. In einem gemeinschaftlichen Unterricht k\u00f6nnte der F\u00f6rderbed\u00fcrftige die anderen SuS als \u201eVorbilder\u201c sehen, was seine Entwicklungen f\u00f6rdern w\u00fcrde. Durch die Aussonderung w\u00fcrde der Lernprozess gehemmt werden. Die Konsequenzen der Aussonderung von SuS mit F\u00f6rderbedarf k\u00f6nnen sehr unterschiedlich sein aber dennoch schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. F\u00fcr angehende LuL ist diese Thematik ein wichtiger Bestandteil, da ich gemerkt habe wie wichtig es ist, sich gut auszukennen. Besonders interessant waren die Lernvideos, welche uns zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. In dem Interview mit Carina K\u00fchne konnte man tiefere Einblicke in pers\u00f6nliche Erfahrungen mit Inklusion gewinnen und man konnte feststellen, dass Inklusion nicht immer funktioniert. Dadurch wurde man zum nachdenken angeregt, was man tun kann, um die schlechten Erfahrungen der SuS mit F\u00f6rderbedarf zu meiden und wie man ihnen viel mehr positives im Leben mitgeben kann. Zudem hat mich die RV10 von Dr. Sabine Horn ; Clara Suchodolski \u201e\u00dcber j\u00fcdisches Leben reden \u2013 (k)ein Tabu? Zum Umgang mit Antisemitismus in Bildungsinstitutionen\u201c gepr\u00e4gt. Dies war f\u00fcr mich besonders erkenntnisreich, da ich zuvor keine Ber\u00fchrungspunkte in diesem Bereich hatte. Durch dieses Seminar wurde mir klar, wie wichtig es ist, das angehende LuL sich \u00fcber Diskriminierung in Bezug auf Religion informieren und ihren SuS vermitteln, wie wichtig Akzeptanz und Toleranz ist. Positiv war das Fallbeispiel, wodurch L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge gefordert wurden, wodurch man sich mit solch einer Situation auseinandersetzen musste. war Ich studiere Germanistik und Kunst-Medien-\u00c4sthetische Bildung und sehe zahlreiche Wege diese Thematik in meinem Unterricht einzubinden, da beide von mir studierten F\u00e4cher viele geschichtliche Anteile besitzen. Au\u00dferdem empfand ich die RV12 von Christoph Kulgemeyer \u201eEmpirische Forschung zu Heterogenit\u00e4t im naturwissenschaftlichen Unterricht : Felder und Ma\u00dfnahmen\u201c sehr interessant. Im Rahmen dieses Seminars haben wir verschiedene Studien kennengelernt. Hoffer (1992) hat sich in einer Studie damit auseinandergesetzt, welche Auswirkung es hat wenn Kurse nach Leistungsniveau eingeteilt werden. Ireson (2005) hat sich im Rahmen einer Studie damit auseinandergesetzt, inwieweit die \u00e4u\u00dfere Differenzierung Auswirkung auf die Ergebnisse zentraler Abschlusspr\u00fcfungen hat. Schlussfolgernd haben wir im Seminar in Bezug auf die Studien festgestellt, dass die \u00e4u\u00dfere Differenzierung die Lernschwachen SuS benachteiligt. Die Leistungsstarken SuS profitieren eher von der \u00e4u\u00dferen Differenzierung als die Leistungsschwachen SuS. Dennoch profitieren alle SuS davon, wenn der Gesamtkurs leistungsstark ist. Deshalb w\u00e4re es empfehlenswert, wenn alle SuS gemeinsam unterrichtet werden. Es muss zudem darauf geachtet werden, dass alle optimal gef\u00f6rdert werden. Somit ist die \u00e4u\u00dfere Differenzierung nahezu ohne einen Effekt auf die Leistungsentwicklung der SuS. Durch das Fallbeispiel wurde mir bewusst, dass es sehr wichtig ist, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Es gibt sicher LuL welche nicht die n\u00f6tige Geduld besitzen, sich mit Lernschwachen SuS auseinanderzusetzen. Dennoch sehe ich es als eine Aufgabe der LuL diese Herausforderung zu meistern, da die Berufswahl mit Leidenschaft getroffen werden sollte. Dieses Seminar war besonders abwechslungsreich, da im Anschluss an einem Abschlussquiz teilgenommen werden konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">2.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Im R\u00fcckblick auf meine eigene Schulzeit habe ich sehr wenig Empathie von LuL erkennen k\u00f6nnen. In Bezug auf die Erkenntnisse, welche ich im Rahmen dieser Ringvorlesung sammeln konnte, hinterfrage ich bei vielen LuL, ob diese sich mit diesen \u00e4u\u00dferst wichtigen Thematiken vertraut gemacht haben. Es wurde lediglich Wert auf die erbrachte Leistung gelegt. Die SuS wurden nicht als Individuen wahrgenommen. Die meisten LuL wollten nur ihr Unterrichtsstoff durcharbeiten und haben keinen Wert darauf gelegt, die SuS optimal zu f\u00f6rdern. Zudem viel mir des \u00f6fteren auf, dass LuL wenig Verst\u00e4ndnis zu Kulturen, Gesellschaften und Religionen aufwiesen. Dementsprechend konnten sie diese nicht vermitteln. Durch die Ringvorlesung RV13 von Yasemin Karakasoglu \u201eSchule in Kanada\u201c bemerkte ich unglaubliche Unterschiede. Keines der LuL, die ich kannte, hat sich je mit den Eltern der SuS in Kontakt gesetzt oder sich darum bem\u00fcht. Meine Eltern waren noch nie auf einem Elternsprechtag, was keines der LuL hinterfragt hat. Im R\u00fcckblick frage ich mich, ob den LuL das Wohlergehen ihrer SuS wichtig war. Zudem gab es LuL, welche SuS bei falschen Antworten vor der Klassengemeinschaft blo\u00dfgestellt hatten. Nat\u00fcrlich gab es auch beeindruckende LuL, welche mir sehr wertvoll in Erinnerung geblieben sind. Dennoch muss ich im Vergleich zu dem Schulsystem in Kanada feststellen, wie mangelhaft die Bindung zwischen den SuS und den LuL ist. Auch wenn die Umsetzung solch eines Schulsystems in Deutschland unrealistisch ist, da die finanziellen Mittel fehlen, m\u00f6chte ich eine starke Verbindung zu meinen SuS haben und mich um ihr Wohlergehen bem\u00fchen. Jedes Kind ist ein Individuum und ist auf seine eigene Art und Weise besonders. Der Lernerfolg der SuS h\u00e4ngt von den LuL ab. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass durch Geduld und Empathie viel erreicht werden kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">3.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Es ist schwierig zu sagen, was im Rahmen der Ringvorlesung gefehlt hat, da diese sehr vielf\u00e4ltig abgedeckt wurde. Mich w\u00fcrde interessieren, wie man Inklusion so umsetzen k\u00f6nnte, dass die F\u00f6rderbed\u00fcrftigten SuS keine negativen Erlebnisse erleiden m\u00fcssen. F\u00fcr LuL k\u00f6nnte sich die Inklusion ebenfalls als eine besondere Herausforderung erweisen, weshalb es gerade f\u00fcr die angehenden LuL sehr empfehlenswert w\u00e4re, sich in diesem Bereich ausreichend zu informieren.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Insgesamt war das Seminar sehr beeindruckend und inspirierend. Die Gestaltung der Ringvorlesung hat sich von anderen Seminaren abgehoben. Ich habe sehr viel mitnehmen k\u00f6nnen und freue mich \u00fcber diese Erfahrung.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Literatur:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Hoffer, Th.B. (1992). Middle School Ability Grouping and Student Achievement in Science and Mathematics.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Educational Evaluation and Policy Analysis, 14 (3), 205-227<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">Ireson, J., Hallam, S., &amp; Hurley, C. (2005). What are the effects of ability grouping on GCSE attainment?<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'times new roman', times, serif\">British Educational Research Journal, 31 (4), 443\u2013458<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\n1. 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