{"id":26,"date":"2020-07-20T12:03:38","date_gmt":"2020-07-20T10:03:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bernaks\/?p=26"},"modified":"2020-07-20T12:03:38","modified_gmt":"2020-07-20T10:03:38","slug":"rv13-schule-in-kanada","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bernaks\/2020\/07\/20\/rv13-schule-in-kanada\/","title":{"rendered":"RV13 \u2013 Schule in Kanada"},"content":{"rendered":"<p>1.) Wenn Sie an die Schwerpunktvorlesungen zu Migration (RV02 Karakasoglu) und Inklusion RV06 (Frau Schwarzenberg) und RV07 (Herr M\u00fcller) zur\u00fcckdenken, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Inklusionsverst\u00e4ndnis zwischen Kanada und dem, was Sie in der Vorlesung \u00fcber Deutschland gelernt haben? Bitte nennen Sie mindestens 2 Aspekte und begr\u00fcnden Ihre Wahl mit Bezug zu den Vorlesungsinhalten.<\/p>\n<p>Das Inklusionsverst\u00e4ndnis in Kanada ist im Vergleich zu Deutschland sehr unterschiedlich. In Kanada gibt es f\u00fcr SuS mit Migrationshintergrund 5 Jahre Sprachf\u00f6rderung, welches sich sehr positiv auf die SuS auswirkt. Die Zweitsprache wird in Kanada deutlich st\u00e4rker gef\u00f6rdert als in Deutschland. Zudem sind die Lehrkr\u00e4fte in Kanada besser ausgebildet in Bezug auf Diversit\u00e4t und Inklusion, was sich besonders bemerkbar macht, da diese sich um das Wohlergehen der SuS sehr sorgen. Die LuL achten sehr auf die Psyche des Kindes und haben eine deutlich st\u00e4rkere Verbindung zu den SuS, da eine Kommunikation zwischen ihnen und den Eltern besteht. In Deutschland sieht man immer wieder, dass die Eltern oft erst gar nicht zu den Elternsprechtagen erscheinen, da diese die Sprache nicht verstehen und sich auch nicht mit den Lehrkr\u00e4ften in Verbindung setzen. Woran dies auch liegen kann ist, dass in Kanada kein Lehrermangel herrscht. Dort fallen viel weniger SuS auf LuL, wodurch eine optimale F\u00f6rderung erfolgen kann. Insgesamt erweckt das Bildungssystem in Kanada eine viel st\u00e4rkere Bindung zwischen den LuL und den SuS. Bewundernswert ist auch, dass in Kanada Gebetsr\u00e4ume f\u00fcr die SuS eingerichtet worden sind. Auch Willkommensschilder in verschiedenen Sprachen sind an den Schulen ausgeh\u00e4ngt. In Kanada scheint es kein Problem zu sein, wenn unterschiedliche SuS aufeinander treffen. Akzeptanz und Toleranz ist leider in Deutschland immer noch Thema, welches, wie wir oft gesehen haben, nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Zudem ist die F\u00f6rderung in Kanada ganz anders als in Deutschland. Die F\u00f6rdergelder werden an die jeweiligen Schulen ausgerichtet wobei in Deutschland das Geld an die SuS und deren Familie geht. Dennoch erfolgt die Bildung durch die Schulen, weshalb es effektiver w\u00e4re, wenn die Gelder an die Schulen f\u00fcr die jeweiligen SuS erfolgen w\u00fcrde. So k\u00f6nnten die SuS gezielter gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>2.) Eine plastische Vorstellung von der Umsetzung der im Vortrag geschilderten Leitlinien<br \/>\nder kanadischen Schulpolitik in der Praxis vermittelt der Blog aus meinem Forschungs- und Entwicklungsprojekt TraMiS (Transnationale Mobilit\u00e4t in Schule) unter folgendem Link. Bitte lesen Sie ihn sich durch. Welche Fragen stellen sich Ihnen als angehende Lehrer*in hinsichtlich der \u00dcbertragbarkeit von dort erw\u00e4hnten inklusiven Ma\u00dfnahmen und Projekten auf den deutschen Schulkontext. Begr\u00fcnden Sie ihre Perspektive:<\/p>\n<p>Leider fehlen in Deutschland die fianziellen Mittel zur Umsetzung solch eines Projekts. Der Lehrermangel besteht nach wie vor. Zudem haben wir in Deutschland fehlende r\u00e4umliche Kapazit\u00e4ten. Ich denke, dass der Mangel an LuL das gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr die Umsetzung des TraMiS Projekts sein w\u00fcrde. Wie k\u00f6nnte man diesen Lehrermangel beheben? Zudem fehlen die r\u00e4umlichen Kapazit\u00e4ten, um \u201ekleinere\u201c Klassen einzurichten. Der Platz f\u00fcr die Gebetsr\u00e4ume k\u00f6nnte sich als weniger schwierig erweisen. Dennocht fehlen die finanziellen Mittel, wof\u00fcr eine L\u00f6sung gefunden werden muss. Zudem muss sich etwas an der Ausbildung der LuL ver\u00e4ndern. Es kommt oft vor, dass LuL in Bezug auf Inklusion und Diversit\u00e4t unterschiedlich reagieren. Deshalb sollten auch f\u00fcr LuL, welche bereits ihr Studium abgeschlossen haben, Seminare eingef\u00fchrt werden, um ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Inklusion und Diversit\u00e4t zu schaffen. Dies k\u00f6nnte sich als problematisch erweisen. Dennoch ist die Idee des Projekts sehr eindrucksvoll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\n1.) 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