{"id":24,"date":"2019-08-16T00:00:25","date_gmt":"2019-08-15T22:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/?p=24"},"modified":"2019-08-28T01:56:38","modified_gmt":"2019-08-27T23:56:38","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/2019\/08\/16\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf auffachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden F\u00e4cher beziehen und zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/p>\n<p>Besonders deutlich ist mir durch diese Vorlesung geworden, dass es kein universales Rezept daf\u00fcr gibt wie man in allen Situationen mit den <span class=\"hiddenSpellError\">Heterogenit\u00e4tsdimensionen<\/span> richtig <span class=\"hiddenGrammarError\">umgeht stattdessen ist<\/span> es bedeutsam interkulturelle Kompetenz zu entwickeln. Diese Kompetenz entwickelt sich stetig weiter in einen komplexen Prozess der aus Weiterbildung, Selbstreflexion und\u00a0 damit einhergehende\u00a0 Ausbauung der eigenen Empathief\u00e4higkeit besteht. Ich habe f\u00fcr mich erkannt, dass dieser Prozess zum Entwickeln dieser Kompetenz\u00a0 kontinuierlich ist.<\/p>\n<p>In diesem Modul\u00a0 hat der Aufbau mit den verschiedenen Themen vorgetragen durch verschiedene Dozent_innen\u00a0 bei mir zu der Erkennnis gef\u00fchrt dass die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit bei dem Thema Heterogenit\u00e4t unerl\u00e4sslich ist. Dies zeigt wie sehr ich das Motto &#8222;voneinander lernen&#8220;auf viele Bereiche \u00fcbertragen sollte.<\/p>\n<p>Ich studiere die F\u00e4cher inklusive P\u00e4dagogik und Englisch und habe aus den Vorlesungen zu den Themen Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt, Inklusion und Englisch Didaktik viele interessante Aspekte neu f\u00fcr mich gewonnen.<\/p>\n<p>Besonders gut ist mir das Thema inkludierende Exklusion in der Pr\u00e4sentation von <span class=\"hiddenSpellError\">Eileen<\/span> <span class=\"hiddenSpellError\">T\u00f6ter<\/span> in Erinnerung geblieben. Da dieses Thema ein gro\u00dfes Spannungsfeld beschreibt und aufzeigt wie perfide und oft erstmals nicht sichtbar die exkludierenden Mechanismen in unserer Gesellschaft sind. Und dass wir bei dem Thema Inklusion noch weit am Anfang des Entwicklungsprozesses stehen und anfangen m\u00fcssen Inklusion auch \u00fcber die Schule hinaus zu denken, denn F\u00f6rderung und Teilhabe sollten nicht mit Beendigung der Schule aufh\u00f6ren. Inkludierende Exklusion geht nach meinem Verst\u00e4ndnis in Bezug auf beispielsweise Behinderung darum das es spezielle Sozialr\u00e4ume f\u00fcr Menschen (bspw. Werkst\u00e4tten, F\u00f6rderklassen) gibt in denen Jene dann eingebunden werden. Dies hat allerdings aufgrund des statischen Aufbaus der Institutionen oftmals die Folge, dass die Optionen f\u00fcr beispielsweise der schulischen Weiterbildung limitiert werden und die Vorbereitung f\u00fcr den ersten Arbeitsmarkt eine untergeordnete Rolle spielt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt f\u00fcr Menschen die diese Institutionen durchlaufen sind daher gering war die M\u00f6glichkeit der sozialen Teilhabe erheblich einschr\u00e4nkt.Das finde ich pers\u00f6nlich \u00e4u\u00dferst erschreckend denn ich denke dass, es ein Ziel von Schule sein sollte neue Perspektiven und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Individuen zu \u00f6ffnen und nicht sie im Voraus zu verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Darum <span class=\"hiddenGrammarError\">finde ich es wichtig die Strukturen in unserem Schulsystem zu \u00fcberdenken ,um<\/span> die Optionen aller Sch\u00fcler_innen zu vergr\u00f6\u00dfern.Und ich erachte heterogene Klassen und inklusiven Unterricht als sinnvoll und denke, dass es wichtig ist mir bewusst zu sein, dass F\u00f6rderung stets das Ziel haben sollte Partizipation zu erm\u00f6glichen. Denn leider kann der Versuch der F\u00f6rderung auch aufgrund der Umsetzung manchmal einen isolierenden und entm\u00fcndigenden Effekt\u00a0 f\u00fcr den die Sch\u00fcler_in haben. Eines der Fallbeispiele aus der Pr\u00e4sentation von Dr. Till Sebastian <span class=\"hiddenGrammarError\">Idel in der<\/span> eine Lehrkraft bei der F\u00f6rderung eines Sch\u00fclers einen isolierenden Effekt <span class=\"hiddenGrammarError\">hatte ist mir pers\u00f6nlich dabei gut in Erinnerung geblieben<\/span>. <span class=\"hiddenGrammarError\">Darum ist es wichtig umsichtig mit dem Spannungsfeld zwischen F\u00f6rderung und Autonomie umzugehen was sicherlich auch eine Herausforderung ist die auf mich zukommen wird wenn,<\/span> ich im Lehrbereich arbeite.<\/p>\n<p><span class=\"hiddenGrammarError\">Im<\/span> Bezug auf mein zweites Fach fand ich es sehr spannend in der Pr\u00e4sentation von Mareike <span class=\"hiddenSpellError\">T\u00f6dter<\/span> ein wenig mehr \u00fcber den Wandel des Sprachunterrichts zu erfahren. Im Gegensatz zu dem damaligen Ansatz das Lernen einer Sprache auf das theoretische Verst\u00e4ndnis der Grammatikregeln fast ausschlie\u00dflich zu fokussieren, gibt es heutzutage\u00a0 den Ansatz,\u00a0 das praktische Anwendung der Sprache f\u00fcr den Lernprozess sehr f\u00f6rderlich ist, denn durch die praktische Anwendung wird das Wissen anders im Ged\u00e4chtnis\u00a0 gespeichert, was generell zu einem tieferen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Sprache f\u00fchren kann. Deshalb wird inzwischen viel wert darauf gelegt Sch\u00fcler_innen zum Anwenden der Sprache zu ermutigen. Zudem kann das st\u00e4ndige korrigieren der Grammatik bei Redebeitr\u00e4gen die Sch\u00fcler_innen sogar hemmen und verhindern dass sie sich trauen\u00a0 vor der Klasse die Sprache zu sprechen. Positive Best\u00e4rkung und eine offene Haltung in der Fehler machen erlaubt ist sorgen f\u00fcr eine bessere Lernatmosph\u00e4re und geben mehr Raum f\u00fcr individuelle Lernfortschritte.<\/p>\n<p>Auch wird Sprache inzwischen\u00a0 als Kulturtr\u00e4ger erkannt und das Vermitteln von politischen historischen und kulturellen Inhalten \u00fcber die R\u00e4ume, in denen die Sprache verwendet, wird ist ein untrebarer\u00a0 Teil vom Sprachunterricht in der Schulegeworden. Ich denke, dass dies den Sprachunterricht sehr viel lebendiger und\u00a0 <span class=\"hiddenSpellError\">lebenswelt n\u00e4her<\/span> gestaltet was Sch\u00fcler_innen erleichtert einen Zugang zu der Sprache zu finden<\/p>\n<p>Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.\u00a0B. Unterrichtsformen, Schulformen, Schulstrukturelle Fragen, Schulkulturelle Aspekte), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen in Ihrer Wahrnehmung aus eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Praktika, Berichte aus der Praxis) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? An welcher Stelle k\u00f6nnten Sie einzelne der unter 1 genannten Erkenntnisse zur Erkl\u00e4rung heranziehen?<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte bei dieser Frage ehrlich gesagt gar nicht konkret benennen oder gar hierarchisieren welche der Heterogenit\u00e4ts Aspekte aus den verschiedenen Vorlesungen mir am wichtigsten erscheinen da ich denke dass sich viele der <span class=\"hiddenSpellError\">Heterogenit\u00e4tsdimensionen<\/span>\u00a0 wechselseitig beeinflussen.<br \/>\nInsgesamt kann ich aber sagen dass mir das Thema interdisziplin\u00e4res Arbeiten besonders wichtig erscheint.<br \/>\nDenn allein schon bei dem Thema Mehrsprachigkeit\u00a0 hat man in der Pr\u00e4sentation von Dr. Andrea <span class=\"hiddenSpellError\">Daase<\/span> einen Einblick in die Heterogenit\u00e4t der verschiedenen Menschen\u00a0 bekommen welche in die Heterogenit\u00e4tskategorie Mehrsprachig\u00a0 fallen. Daraus konnte ich mir ableiten dass es sich bei Personen mit einem bestimmten Heterogenit\u00e4tsaspekt nicht immer um eine spezielle Gruppe handelt sondern um facettenreiche Individuen. Und auch aus meiner Schulzeit und Praxiserfahrung fallen mir viele verschiedene Situationen ein in denen gleich mehrere\u00a0 unterschiedliche <span class=\"hiddenSpellError\">Heterogenit\u00e4taspekte der Sch\u00fcler_innen <\/span>eine Rolle spielten und wie durch die Interdependenzen zwischen den Aspekten\u00a0 die\u00a0 Situation entscheidend ver\u00e4ndert wurde. In Bezug auf meine Arbeit f\u00e4llt mir\u00a0 ein dass es h\u00e4ufig Thema in unserer Arbeit ist zu bedenken dass ein queeres Kind welches in Deutschland in einer nicht Deutschen Familie aufw\u00e4chst vielleicht ganz andere Erfahrungen macht als ein queeres Kind das in einer Deutschen Familie aufw\u00e4chst. Dies kann man auf viele weitere Heterogenit\u00e4tsaspekte \u00fcbetragen. Durch meine Arbeit im Jugendbildungsbereich und pers\u00f6nliche Erfahrungen als\u00a0 <span class=\"hiddenSpellError\">trans<\/span>*Person habe ich einige Einblicke darin bekommen wie viele exkludierende und Diskriminierende Strukturen in den Schulen herrschen, welche auch mit unserer Gesellschaft und unserem Bildungssystem verkn\u00fcpft sind. Und habe erkannt, dass Menschen stets mehrere <span class=\"hiddenSpellError\">Heterogenit\u00e4tsaspekte<\/span> haben und dementsprechend auch von mehreren Formen von Diskriminierung oder auch Priviligierung betroffen sein k\u00f6nnen. Darum erachte ich es als wichtig alle Hetrogenit\u00e4tsaspekte als gleichwetig zu betrachten und denke, dass es wichtig ist in den Schulen durch die Zusammenarbeit\u00a0 von Fachkr\u00e4ften (Lehrkr\u00e4fte, P\u00e4dagog_innen, Eltern, externe Kr\u00e4fte usw.) Strukturen zu schaffen welche die vielf\u00e4ltigen Kompetenzen miteinander verbinden.<br \/>\nZwar denke ich auch dass diese Form der Zusammenarbeit in der Schule aufgrund der Gruppengr\u00f6\u00dfe gute Planung ben\u00f6tigt,\u00a0 bin aber auch gleichzeitig der Meinung, dass interdisziplin\u00e4re Arbeit durch den Austausch von Wissen und Beobachtungen dazu beitr\u00e4gt, dass die Individualit\u00e4t der Sch\u00fcler_innen in <span class=\"hiddenGrammarError\">unseren sehr einheitlich gestalteten Schulsystem<\/span> besser wahrgenommen wird und letztendlich f\u00fcr einen besseren Umgang mit Heterogenit\u00e4t sorgt.<\/p>\n<p>Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema <span class=\"hiddenSpellError\">UMHET<\/span>. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/p>\n<p>Ich bin bereits h\u00e4ufig mit dem Thema Geschlechts bewusste P\u00e4dagogik in Kontakt gekommen und habe dazu auch ein wenig Wissen erworben. Doch da meine Erfahrungen alle aus der Perspektive au\u00dferhalb vom Schulkontext beruhen w\u00fcrde ich es spannend finden mehr \u00fcber dieses Thema aus der Perspektive von Personen, die in einer Schule arbeiten, zu erfahren und bin gespannt wie sich diese Arbeit in einem Schulkontext gestaltet.<\/p>\n<p>Ich erhoffe mir von diesem Modul\u00a0 auch neue Methoden kennenzulernen und einen Einblick darin zu bekommen welche Barrieren und Antinomien sich im Bereich Gender bewusste P\u00e4dagogik f\u00fcr eine Lehrkraft ergeben. Insgesamt w\u00fcrde ich gerne dar\u00fcber etwas lernen wie\u00a0 Lehrkr\u00e4fte interdisziplin\u00e4r arbeiten und welche Methoden und Strategien es f\u00fcr diese Arbeitsweisen gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf auffachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden F\u00e4cher beziehen und zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen. 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