{"id":20,"date":"2019-07-01T19:34:41","date_gmt":"2019-07-01T17:34:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/?p=20"},"modified":"2019-07-01T19:34:41","modified_gmt":"2019-07-01T17:34:41","slug":"heterogenitaetstheorie-geschlecht-in-der-schule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/2019\/07\/01\/heterogenitaetstheorie-geschlecht-in-der-schule\/","title":{"rendered":"Heterogenit\u00e4tstheorie Geschlecht in der Schule"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Der Analyseansatz Doing Gender oder das Zitat von Simone Beauvoir &#8222;Als Frau wird man nicht geboren sondern man wird dazu&#8220; implizieren das Geschlecht weitaus komplizierter und variantenreicher ist als die angeblich &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; bin\u00e4re Einteilung in m\u00e4nnlich und weiblich mit den dazu geh\u00f6rigen gesellschaftlichen Rollenerwartungen.Denn Geschlecht ist mehr als das, es ist einerseits performativ aber andererseits auch der pers\u00f6nliche Ausdruck der Identit\u00e4t eines Menschen. Geschlecht ist auch eine Machtdimension mit sehr realen gesellschaftlichen Folgen, Sexismus und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts sind stark in unserer Gesellschaft verankert. Das rigide Geschlechtersystem mit all den Rollenerwartungen\u00a0 sorgt daf\u00fcr das Verhalten das nicht der gesellschaflichen Geschlechternorm entspricht sanktioniert wird ( Blicke, verbale\/nonverbale Gewalt, Ausgrenzung etc. ).Diese Sanktionierungen \u00fcben einen enormen Druck auf Individuen aus und sorgen daf\u00fcr dass wir versuchen uns den gegebenen Normen anzupassen. Das gilt insbesondere f\u00fcr den Schulkontext. Denn Gruppenzugeh\u00f6rigkeiten und das Erf\u00fcllen der dazugeh\u00f6rigen Erwartungen haben einen hohen Stellenwert f\u00fcr Sch\u00fcler_innen.Deshalb bedeutet es gro\u00dfen sozialen Druck wenn Sch\u00fcler_innen bestimmten Geschlechtbezogenen Rollenerwartungen nicht entsprechen k\u00f6nnen oder wollen.Auch Lehrkr\u00e4fte best\u00e4rken durch ihr Verhalten h\u00e4ufig diese Rollenerwartungen da sie selber diese Geschlechternormen verinnerlicht haben und h\u00e4ufig keine Erfahrung mit geschlechtsbewusster Arbeit haben.Ich halte es f\u00fcr wichtig mit Sch\u00fcler_innen \u00fcber Geschlecht und Rollenerwartungen zu sprechen und sie darin\u00a0 zu best\u00e4rken das es in Ordnung ist den geschlechtsbezogenen\u00a0 Erwartungen nicht zu entsprechen.<\/li>\n<li>In meiner Arbeit in der Jugendbildung im Schulkontext hatte ich\u00a0 eine interessante Debatte in einer Klasse moderiert in der es um dieAussage &#8220; M\u00e4nner sind stark und Frauen sind sensibel&#8220; ging. Es war interssant zu sehen wie verschieden die Sch\u00fcler_innen \u00fcber diese Aussage gedacht haben\u00a0 abh\u00e4ngig von ihren eigenen Erfahrungen und ihren sozialen Hintergr\u00fcnden.Es wurde deutlich das einige Sch\u00fcler_innen die Meinungen von Leuten aus ihrem Umfeld \u00fcbernommen hatten. Und bei\u00a0 Fragen wie&#8220; was hei\u00dft eigenlich stark und was sensibel? Und wann k\u00f6nnte es gut oder schlecht sein sensibel oder stark zu sein? Gab es pl\u00f6tzlich ziemlich gro\u00dfen Disskusionsbedarf und viele neue Ideen und Fragen.Interessanterweise haben wir von der Lehrkraft vorab die &#8222;Warnung&#8220; bekommen das wir einige Sch\u00fcler_innen aus sehr religi\u00f6sen Familien dabei in der Gruppe haben die nicht sehr offen gegen\u00fcber solche Themen sind. Letztendlich haben sich diese &#8222;besagten&#8220; Sch\u00fcler_innen als sehr interessiert herausgestellt die viele guten Fragen und Ideen eingebracht haben.Daraus habe ich das Fazit gezogen wie wichtig es ist vorurteilsfrei und offen\u00a0 in solchen Diskusionen zu sein.<\/li>\n<li>In meiner freiwilligen Arbeit habe ich unz\u00e4hlige Berichte von trans*Jugendlichen bekommen die im Schulkontext starke Diskriminierung auch von Seiten der Lehrer_innen erfahren haben und wenig Unterst\u00fctzung erhielten. Deshalb w\u00e4re meine Frage inwieweit die Lehrkr\u00e4fte und die Schule zu diesen Thema informiert sind und arbeiten und Kontakte zu Hilfsstellen haben. Diese Frage ist auch bezogen auf andere Themen die LGBTQIA betreffen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Analyseansatz Doing Gender oder das Zitat von Simone Beauvoir &#8222;Als Frau wird man nicht geboren sondern man wird dazu&#8220; implizieren das Geschlecht weitaus komplizierter und variantenreicher ist als die angeblich &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; bin\u00e4re Einteilung in m\u00e4nnlich und weiblich mit den dazu geh\u00f6rigen gesellschaftlichen Rollenerwartungen.Denn Geschlecht ist mehr als das, es ist einerseits performativ aber andererseits &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/2019\/07\/01\/heterogenitaetstheorie-geschlecht-in-der-schule\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHeterogenit\u00e4tstheorie Geschlecht in der Schule\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10801,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23852],"class_list":["post-20","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv12","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10801"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions\/21"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}