{"id":14,"date":"2019-05-23T15:07:56","date_gmt":"2019-05-23T13:07:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/?p=14"},"modified":"2019-05-23T15:07:56","modified_gmt":"2019-05-23T13:07:56","slug":"auf-dem-weg-zu-einer-schule-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/benheyer\/2019\/05\/23\/auf-dem-weg-zu-einer-schule-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg zu einer Schule f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Kinder in einer Klasse\u00a0 lernen nicht nur durch den Unterrich sondern auch voneinander. Eine gro\u00dfe Heterogenit\u00e4t innerhalb einer Klasse ist dabei\u00a0 f\u00f6rderlich insbesondere Kinder mit einem F\u00f6rderschwerpunkt profitieren davon aber auch Kinder ohne F\u00f6rderschwerpunkt, denn ganz besonders bei der Entwicklung sozialer Kokpetenzen ist Inklusion entscheidend.F\u00f6rderchulen dagegen hemmen diesen Prozess des voneinander Lernen und zudem sorgt die Separierung wie in der Bertelsmann Studie bewiesen daf\u00fcr dass Kinder auf den F\u00f6rderschulen Leistungstechnisch absinken und im Vergleich zu Kindern mit F\u00f6rderbedarf die auf Regelschulen beschult werden schlechtere Leistungen erbringen. Auch der Fakt dass Kinder nach dem Abgang von der F\u00f6rderschule keinen Schulabschluss erwerben macht es ihnen unm\u00f6glich auf dem Arbeitsmarkt Chancen zu haben.<\/li>\n<li>Der F\u00f6rderschwerpunkt Lernen ist der Oberbegriff f\u00fcr alle Bereiche die Auswirkungen auf Aneignung von Bildungsinhalten,Lernstrategien etc haben.Der F\u00f6rderschwerpunkt Wahrnehmung und geistige Entwicklung ist ein weit gefasster F\u00f6rderschwerpunkt unter dem der Bereich Kognition f\u00e4llt.Kinder mit einer geistigen Behinderung haben h\u00e4ufig den F\u00f6rderbedarf Wahrnehmung und geistige Entwicklung.Es ist aber sehr wichtig zu verstehen das die F\u00f6rderschwerpunkte nur eine Orientierung und eine Art der Kommunikationsbasis sind. Ein angemessener F\u00f6rderplan muss immer auf die Individualit\u00e4t\u00a0 de(r)(s) Sch\u00fcler(s)_in zugeschnitten sein und die individuellen Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<li>Ich finde dass die Methode der kooperativen F\u00f6rderplanung also ein Prozess der Austausch in einem interdisziplin\u00e4ren Team (Eltern,Lehrer_innen, Therapeut_innen, evtl das Kind) erfordert gut .Diese Methode sollte fest in der\u00a0 Schulstruktur verankert sein In festen Teamsitzungen kann dann bei Bedarf individuell ein bestimmtes Kind besprochen werden.Durch den gemeinsamen Austausch \u00fcber die individuell beobachteten Situationen und das Sammeln von Informationen die das Kind betreffen kann dann m\u00f6glichst objektiv der momentane Zustand bestimmt werden woraus dann der gew\u00fcnschte Zustand definiert wird. Davon ausgehend k\u00f6nnen dann F\u00f6rderziele formuliert werden.<\/li>\n<li>1880 wurde die erste F\u00f6rderschule in Deutschland gegr\u00fcndet davor gab es f\u00fcr Kinder mit Behinderung keinerlei \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Bildungseinrichtungen.Die Exklusion war damals v\u00f6llig normal und Kinder ohne Behinderung hatten keinerlei Zugang zu Bildung.Dementsprechend waren F\u00f6rderschulen zu der damaligen Zeit bereits ein Fortschritt.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder in einer Klasse\u00a0 lernen nicht nur durch den Unterrich sondern auch voneinander. 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