{"id":43,"date":"2023-07-15T00:39:14","date_gmt":"2023-07-14T22:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetfichtner\/?p=43"},"modified":"2023-09-22T15:24:28","modified_gmt":"2023-09-22T13:24:28","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetfichtner\/2023\/07\/15\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><strong>1.)<\/strong> <span style=\"font-size: 36pt\">I<\/span>n der Veranstaltung der Ringvorlesung wurde eine Vielzahl an theoretischen Erkenntnissen behandelt und uns Studierenden detailliert aufgezeigt. Zwei dieser behandelten fachlichen Aspekte, welche f\u00fcr mich von besonderer Relevanz wahrgenommen wurden, m\u00f6chte ich im Folgenden erneut aufgreifen.<\/p>\n<p>Zum einen, ist durch meine F\u00e4cherkombination, die sich aus Deutsch, Mathe und Interdisziplin\u00e4rer Sachbildung zusammensetzt, der Gender Aspekt hinsichtlich der sprachlichen Heterogenit\u00e4t im Sachunterricht, die zu ber\u00fccksichtigen ist, von zentraler Bedeutung. Dabei r\u00fcckt vor allem der Aspekt in den Vordergrund, dass einerseits die naturwissenschaftlich-technischen Themen, bei M\u00e4dchen im Gegensatz zu den Jungen, im Grundschulalter auf geringeres Interesse sto\u00dfen und andererseits, die fachsprachliche Herausforderung f\u00fcr Sch\u00fcler*innen, ein Problem darstellen kann (vgl. Maltzahn 2014, S.12). Dies kann sich in der Praxis zum Beispiel durch Wahlm\u00f6glichkeiten bei den Aufgabestellungen \u00e4u\u00dfern, indem ein M\u00e4dchen oder Junge, durch das Bed\u00fcrfnis nach sozialer Eingebundenheit, sich entgegen des pers\u00f6nlichen Interesses entscheidet und somit der mehrheitlichen Wahl \u201agenderentsprechend\u2018 entscheidet (vgl. Deci\/Ryan 1993, S. 229). Zum anderen empfand ich das Spannungsfeld zwischen Heterogenit\u00e4t und Homogenit\u00e4t innerhalb einer Schulklasse, als angehende Lehrkraft, als eine elementare Schwierigkeit. Dabei hat mir die Vorlesung aufgezeigt, dass sich dies simultan durch didaktische, wie auch p\u00e4dagogische Herausforderungen darstellt (Walgenbach 2017, S. 51). Zwar ist es in dem Interesse der Lehrkraft, die individuelle F\u00f6rderung jedes\/jeder einzelnen Sch\u00fcler*in zu gew\u00e4hrleisten, ohne parallel ein anderes Kind dabei zu vernachl\u00e4ssigen oder gar im Lernprozess einzuschr\u00e4nken, jedoch darf auch der Lehr-\/Bildungsplan dabei nicht au\u00dfer Acht gelassen werden, sodass die Vorgabe des zu vermittelnden Wissens, in einer heterogenen Schulklasse, die individuelle F\u00f6rderung erschwert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>2.)<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Die vorgestellten Inhalte der Ringvorlesung, haben mir pers\u00f6nlich dabei geholfen, meine eigenen Praxiserfahrungen hinsichtlich des Umgangs mit Heterogenit\u00e4t einerseits zu reflektieren und andererseits zu verstehen, welche Faktoren von prim\u00e4rer Bedeutung im eigentlichen Schulalltag sind. Letztlich haben die mir aufgezeigten Begriffe, Theorien oder auch Konzepte, einen neuen Blickwinkel er\u00f6ffnet und mich kontinuierlich bez\u00fcglich einer differenzierten und heterogenen Unterrichtsgestaltung sensibilisiert. Dabei wurden mir konkrete Werkzeuge bereitgestellt und Strategien an die Hand gegeben, um den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen und Voraussetzungen der Sch\u00fcler*innen gewisserma\u00dfen besser gerecht werden zu k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Besonders pr\u00e4gend, ist mir dabei die Thematik der Inklusiven Bildungspraxis in S\u00fcdtirol im Kopf geblieben. Insgesamt zeigt sich damit S\u00fcdtirol als ein positives Beispiel, welches bezugnehmend der Inklusion, in dem Bereich der Bildung hervortut. Da auch in Deutschland gegenw\u00e4rtig die Schlie\u00dfung von Sonderschulen zunimmt, geht damit die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Thematiken, wie Inklusion und Heterogenit\u00e4t einher und ist von aktueller sowie zunehmender Bedeutung.<\/p>\n<p>Insbesondere in meiner letzten Praxisphase, ist mir an der zugeteilten Schule, die enorme Spannweite hinsichtlich des Kenntnisstandes der einzelnen Sch\u00fcler*innen deutlich vor Augen gef\u00fchrt worden. Gleichzeitig habe ich veranschaulicht bekommen, wie die Lehrkr\u00e4fte sich bem\u00fcht haben, individuelle Wochenpl\u00e4ne f\u00fcr die einzelnen Kinder zu gestalten, sodass eine starke Differenzierung innerhalb einer Klasse vorgenommen wurde und simultan trotzdem alle Lernenden &#8211; mit R\u00fccksicht auf ihre Voraussetzungen &#8211; zur selben Thematik, ihre pers\u00f6nlichen Aufgaben bearbeitet haben. Denke ich an meine Schulzeit zur\u00fcck, stelle ich fest, dass es ein solches Angebot nicht gab. Vielmehr haben die Sch\u00fcler*innen, die sowieso schon Schwierigkeiten hatten, dem Unterrichtsstoff zu folgen und die Aufgaben fristgerecht zu erledigen, obendrauf weitere Zusatzaufgaben erhalten, die sie eher als eine Art Bestrafung empfanden.<\/p>\n<p><strong>3.)<\/strong> In der Vorlesung der Heterogenit\u00e4tsdimensionen im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht, haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern sich der Genderaspekt im Sachunterricht zu erkennen gibt. Dabei ist mir als Frage offen geblieben, inwiefern sich dies auch in anderen F\u00e4chern \u00e4u\u00dfern kann, oder, ob die von gleichem Ausma\u00df betroffen sind. Eine weitere Thematik, die bei mir Fragen hervorgerufen hat, ist die Professionalisierung und Kompetenzentwicklung von Lehrkr\u00e4ften, bez\u00fcglich des Umgangs mit der Heterogenit\u00e4t. Zwar wurden uns bereits wesentliche Ans\u00e4tze und Konzepte zur F\u00f6rderung dessen transparent dargestellt, jedoch interessiert mich, wie sich Lehrkr\u00e4fte explizit auf die aufkommenden Herausforderungen vorbereiten k\u00f6nnen und wie die jeweilige Professionalisierung in den Bereichen gestaltet werden kann.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>Literatur<\/strong><\/span><\/p>\n<p>E. Deci\/R. Ryan (1993): Die Selbstbestimmung der Motivation und ihre Bedeutung f\u00fcr die P\u00e4dagogik. In: Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogik. Jahrgang 39. Heft 2. S. 229f.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt\">K. Maltzahn (2014): M\u00e4dchen und Naturwissenschaften. Zur Entwicklung von Interessen nach der Grundschule. Weinheim und Basel. Verlag Beltz Juventa.<\/span><\/p>\n<p>K. Walgenbach (2017): Heterogenit\u00e4t &#8211; Intersektionalit\u00e4t &#8211; Diversion in der Erziehungswissenschaft. Opladen und Toronto. Verlag: Barbara Budrich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) In der Veranstaltung der Ringvorlesung wurde eine Vielzahl an theoretischen Erkenntnissen behandelt und uns Studierenden detailliert aufgezeigt. Zwei dieser behandelten fachlichen Aspekte, welche f\u00fcr mich von besonderer Relevanz wahrgenommen wurden, m\u00f6chte ich im Folgenden erneut aufgreifen. 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