3. Ringvorlesung – Heterogenität im Englischunterricht

1.                                                                                                                                                                  Die Vorlesung setzte sich mit den drei Kategorien von Heterogenität im Englischunterricht auseinander. Dabei sind wir auf zwei der drei Themen genauer eingegangen, die Leistungsheterogenität und die sprachliche Heterogenität.
Bestimmt haben es schon einmal alle Lernenden und Lehrenden miterlebt, jeder Mensch hat sein eigenes Lerntempo und seine eigene Art zu lernen. In den Klassen wird das jedoch oft gar nicht berücksichtigt. Schlechte Noten oder eine negative, unmotivierte Einstellung gegenüber dem Unterricht sind das Resultat. Wie also kann man gemeinsam den Unterricht gestalten, sodass die Arbeitsatmosphäre auch wirklich zum arbeiten anregt? Die Leistungsheterogenität in dem Unterricht (in diesem Falle Englisch) versucht genau das zu ermöglichen. Der Lehrer geht auf den Schüler ein und passt sich ihm mit seinen Anforderungen an. So kann man eine Über- oder Unterforderung des Schülers vermeiden. Allerdings gibt es nicht nur verschiedenen „Lernstufen“ unter den Schüler, sondern auch Unterschiede in der Herkunft. Für die eine Person ist Englisch in der Schule die erste Fremdsprache. Für andere ist es schon die zweite oder dritte. Bevor ich Englisch an der Schule unterrichtet bekommen habe, konnte ich auch schon eine zweite Sprache. Das hat mir aber während der Schulzeit nicht viel gebracht, denn wir alle haben von null an angefangen und sollten uns in Englisch eine Basis schaffen.
2.
In meinem Englischunterricht habe ich leider nicht immer die Leistungsheterogenität mitbekommen. Besonders in den ersten Jahren, in denen wir die Sprache beigebracht bekommen sollten, gab es an meiner Schule Schwierigkeiten. Dabei ist der Einstig in eine neue Sprache besonders wichtig, um überhaupt eine Basis zu schaffen. Der Unterricht wurde strickt nach Lehrplan durchgezogen und die schwächeren Schüler blieben zurück. Ich konnte damals beobachten, dass sich im Unterricht deshalb Grüppchen von Schülern gebildet hatten. Dadurch kam es zu einer Spaltung der Klasse, die einen wurden von dem Lehrer bevorzugt und der Rest kaum berücksichtigt. In dem Orientierungspraktikum würde ich mir wünschen, das Gegenteil davon zu erfahren.

3.
Meine Beobachtungsaufgabe wäre deswegen: Welche Methoden könnte man anwenden, um das Arbeitsklima in der Klasse zu verbessern und die Schüler zum lernen zu motivieren? Wirken solche Methoden überhaupt in der Praxis?

2 Gedanken zu „3. Ringvorlesung – Heterogenität im Englischunterricht“

  1. Hi Ceylan,

    ich stimme Dir zu, ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Auf die Leistungsheterogenität der Gruppe wurde nie Rücksicht genommen. Leistungsschwächere SchülerInnen schlossen sich vom Unterricht aus, da sie sich unsicher waren und keine Fehler machen wollten.
    Sprachen werden durch ihre Anwendung gelehrt, die somit kaum stattfand.
    Ich denke man könnte die Leistungsheterogenität als Vorteil nutzen und Partnerarbeiten stärker einbringen. Leistungsstärkere SchülerInnen könnten die „x+1“ für die Leistungsschwächeren Schüler sein, welche Rolle die LehrerInnen oft nicht einnehmen können.
    Von dem Orientierungspraktikum erhoffe ich mir ebenfalls einen Einblick auf neue Methoden, die alle SchülerInnen einer Klasse einbezieht und dessen Leistung individuell fördert. Auch, wenn ich keine Sprache unterrichten werde, lassen sich bestimmt einige Methoden in meinen späteren Unterricht übertragen.

  2. Hallo Ceylan,
    ich finde deine angesprochenen Ansätze sehr gut und nachvollziehbar. Im Englisch Unterricht ist es sehr wichtig, dass jeder Schüler berücksichtigt wird. Schüler mit besseren Sprachkenntnissen dürfen sich nicht unterfordert und Schüler mit nicht so guten sprachlichen Kenntnissen sollten sich nicht überfordert im Unterricht fühlen. Die sprachlichen Erfahrungen unter den Schülern sollten ausgetauscht werden, sodass sie auch von einander lernen können.
    Deine Erfahrung ist gar nicht so untypisch, öfter geschehen solche Fälle und ich denke vielen geht es so. Mein englisch Lehrer hat in seinen Unterricht sehr oft deutsch geredet, da viele ihm nie folgen konnten. Er ging nicht auf die unterschiedlichen Leistungen der Schüler und Schülerinnen ein, was meiner Meinung nach sehr falsch ist, denn so konnten wir nie einen Fortschritt erkennen.
    Bei solchen Fällen wie bei dir oder bei mir sollte man im Englisch Unterricht viel mehr Gruppenarbeiten durchführen. Die Gruppen sollten auch von der Lehrkraft zusammengestellt werden, sodass die Schüler dessen Sprachkenntnisse nicht so gut sind, mit anderen Schülern dessen Sprachkenntnisse jedoch besser sind, zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen können.

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