12. Ringvorlesung – Inklusive Pädagogik

  1. Fokussierung des Vorlesungsthemas:

Benennen Sie zwei ausgewählte für Sie zentrale Aspekte zu Hintergründen und Zielsetzungen Inklusiver Pädagogik aus dem ersten Teil der Vorlesung. Beziehen Sie sich dabei auf die theoretischen Kernaussagen der Vorlesung. Erläutern Sie anschließend inwiefern Sie für diese theoretisch-konzeptionellen Zielsetzungen geeignete und hinderliche Bedingungen in der aktuellen Schulstruktur Bremens sehen, welche im zweiten Teil vorgestellt wurde.

Die Ringvorlesung am 20.06, geleitet von Frau Dr. Natascha Korff und Frau A. Herman, setzte sich mit den verschiedenen Bereichen der Inklusiven Pädagogik und deren Umsetzung in der Schule auseinander. Als ein Einstieg in dieses Thema wurde besprochen was denn überhaupt „Guter Unterricht“ sei und wie wir diesen in unserer eigenen Schulzeit erlebten. Danach wurde uns erklärt was Inklusion ist und wie sie funktioniert. Sie soll SuS verschiedenster Gruppierungen zusammen bringen und somit eine Separation verhindern. Mögliche Barrieren sollen erkannt und beseitigt werden, um so ein gemeinschaftliches Denken zu fördern. Besonders wichtig erschien mir das inklusive Bildungssystem auf allen Ebenen. Dieses stellt sich als Ziel, allen SuS einen Platzt in unserem Bildungssystem zu schaffen. SuS mit geistiger oder körperlicher Behinderung sollen volle Teilhabe im Unterricht haben und nicht mehr ausgeschlossen werden. Dennoch muss auf diese SuS besonders im Unterricht geachtet werden. Spezielle Unterrichtsstrukturen müssen eingeführt werden, um eine solche offene Unterrichtsform einzuführen zu können.

  1. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen:

In der Vorlesung haben Sie ein Beispiel aus eigener Unterrichtserfahrung zu gelungenem Unterricht notiert und diskutiert. Schildern Sie kurz dieses Beispiel für guten Unterricht. Stellen Sie anschließend erste Überlegungen für die Teilhabe und Teilnahme des Schülers Nergin an dieser Unterrichtssituation an. Welche Anpassungen und Erweiterungen können Sie sich vorstellen?

In meiner eigenen Schulzeit (sek1) erlebte ich sehr guten Biologieunterricht der abwechslungsreich und prägend war. Unsere Lehrerin gestaltete diesen so, dass wir SuS eine gute Balance zwischen Praxis- und Theorieunterricht bekamen. Als Beispiel habe ich mich für die damalige Unterrichtseinheit Botanik entschieden, weil sie mir bis heute in Erinnerung geblieben ist und ich durch diese meine Begeisterung für Pflanzen entdeckt habe. Die damalige Biologielehrerin lehrte uns zunächst das Theoriewissen der Botanik und klärte einige Fachbegriffe gemeinsam mit der Klasse. Anschließend sollten wir ein Herbarium erstellen. Wir hatten eine Stunde Zeit, um auf dem Schulhof verschiedene Blätter und Pflanzen zu sammeln (die Pflanzen waren vorgeschrieben und es lag an uns sie zu finden und zuzuordnen). Danach mussten wir uns alle wieder in unserem Klassenraum versammeln und über unsere Beobachtungen sprechen. Zuhause war es die Aufgabe die Pflanzen zu trocknen(pressen) und in unser Herbarium einzukleben. Jeder Schritt wurde uns genauestens erklärt und stand auch auf unserem Arbeitszettel. Für dieses Projekt hatten wir 2 Wochen Zeit.
Die Zusammensetzung aus Theorie und freies/eigenständiges Arbeiten, gelöst von der üblichen Unterrichtsform, könnte sich positiv auf das Lernverhalten von Nergin auswirken. Die Lehrkraft kann die Klasse in Gruppen einteilen, diese wird dann die Aufgaben und das Herbarium gemeinsam erstellen und gestalten. Somit kann jeder SuS seine Stärken in das Projekt einbringen. In dem Fallbeispiel wird erwähnt, dass Nergin ein gutes Gedächtnis hat und sich anhand von Bildern Dinge gut merken kann(Memory). Ich stelle mir vor, dass ihm das merken und zuordnen der verschiedenen Pflanzenarten Spaß machen würde. In Situationen bei denen er nicht gut klar kommt, müsste er sich auf die Unterstützung seiner Gruppenmitglieder verlassen. Das einzige mögliche große Problem stellt dar, dass die Klasse verurteilen und ausgrenzen kann. Deswegen müssen die LuL den SuS ein Barriere freies Denken vermitteln.

  1. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion zukünftiger Praxiserfahrungen:

Formulieren Sie drei Aspekte, die Sie in ihrem nächsten Praktikum lernen, in Erfahrung bringen oder ausprobieren könnten, um in Zukunft die Einbindung eines Schülers wie Nergin in Ihren Unterricht noch besser zu bewältigen.

In dem kommenden Praktikum möchte ich beobachten, inwieweit die Klasse, SuS wie Nergin akzeptiert und in die Klassengemeinschaft einbringt. Werden bestimmte SuS ausgeschlossen? Lehrt die Lehrkraft tolerantes Denken und behandelt die SuS gleich (Vorbildsfunktion)? Mich würde es freuen, wenn ich während dieser Zeit keine Ausgrenzung und Mobbing erlebe, dennoch ist mir bewusst, dass jede Klasse ihre Probleme hat und solche Fälle nicht ungewöhnlich sind. Ich möchte während meines Praktikums auch die SuS unterstützen und versuchen tolerantes Denken zu vermitteln, um genau solche Situationen zu vermeiden.

Ringvorlesung 10 – Begegnungspädagogik im Religionsunterricht

 

Zu Beginn der Vorlesung wurde uns von Dr. E. Kenngott eine Studie zu den verschieden existierenden Religionsgruppen in Deutschland gezeigt. Das Diagramm zeigte, dass ein großer Teil Deutschlands Bevölkerung Evangelisch war und ein kleiner Teil zu anderen Religionsgruppen angehörte. Desweiteren konnte man erkennen (zweites Diagramm), wie sehr die Säkularisierung unter der Bevölkerung zunahm. Auch andere Glauben (z.B. der Islam) nahmen mit der Zuwanderung in Deutschland zu.  Die Religiöse Vielfalt in einer Gesellschaft ist somit meiner Meinung nach ein sich ständig ändernder Zustand.  Ebenfalls sind solche Veränderungen in Klassen zu beobachten.

  1. Erläutern Sie zentrale Aspekte, die in begegnungspädagogischen Settings zu problematisieren sind.

Die religiöse und kulturelle Vielfalt in den Klassen kann auch Probleme mit sich bringen, wenn SuS nicht richtig aufgeklärt werden. Vorurteile und Ausgrenzung innerhalb eines Klassenverbandes sind die Folge. Solche Probleme versucht die Begegnungspädagogik zu lösen und zu vermeiden. Die Begegnungspädagogik setzt sich als Ziel, SuS mit verschiedenen Kulturhintergründen und Religionen zusammenzubringen, diese zu verstehen und zu respektieren. SuS sollen Toleranz gegenüber „Neuem“ entwickeln. Vertreter einer bestimmten Religion oder Kultur klären in der Klasse auf. Dennoch ist ein Erfolg dieser gewünschten Ziele der Begegnungspädagogik  nicht immer garantiert.  Das sogenannte Othering  kann zur Folge haben, dass SuS noch mehr Vorurteile gegenüber der anderen Religion oder Kultur empfinden.  Die Eigenschaften und das Handeln des Vertreters einer bestimmten Religionsgruppe kann auf die gesamte Religion übertragen werden. So kann eine ganze Religion abgelehnt werden,  weil der Schüler oder die Schülerin den  Vertreter unsympathisch findet oder eine schlechte Erfahrung  mit dieser gemacht hat.

  1. Denken Sie an Ihren eigenen Religions- oder Ethikunterricht zurück und diskutieren Sie Beispiele für die von Ihnen unter 1 benannten Aspekte.

Meine Schule war sehr daran interessiert, die SuS und die LuL über die Verschiedenheit und Vielfalt der Religionen aufzuklären. So gab es einmal im Jahr einen Tag, an dem unterschiedliche Religionen vorgestellt wurden.  Hierfür kamen Vertreter der einzelnen Religionen und auch neutrale Personen an unsere Schule. Es wurden Filme gezeigt, Erfahrungen geteilt und aufgeklärt. Besonders interessant fand ich den Stand von dem Judentum. Ein Rabbiner erzählte uns etwas über die Geschichte des Judentums und die kulturellen Besonderheiten. Danach konnte die Gruppe von SuS zusammen mit ihm diskutieren und Fragen stellen. Der Rabbiner ging auf jeden einzelnen SuS ein, respektierte  deren eigene Religion und war sogar interessiert an ihnen. Nach diesem Tag konnte ich feststellen, dass ich positiv überrascht von dem Judentum war, denn vorher konnte ich mir kaum etwas darunter vorstellen.

  1. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika, mit der zur Sprache gebracht wird, wie unterschiedliche religionsbezogene Perspektiven in einem pädagogischen Setting konstruiert werden.

Interessant zu beobachten wäre,  in wie fern der Religionsunterricht die Vielfalt der Religionen lehrt und das Interesse der SuS weckt. Welche Methoden werden angewandt,  um Toleranz zu vermitteln ?

 

Mathematische Leistungsunterschiede- Heterogenität in unserem Mathematikunterricht

 

Als eine  Einführung zu der Vorlesung, stellte Prof. Dr. Christine Knipping die Ergebnisse der Pisa Studien in dem Fach Mathematik vor.  Die Ergebnisse zeigten, dass Deutschland anfangs sehr schlecht abschnitt. Schon ab der ersten Klasse sei zu beobachten, dass SuS große Leistungsunterschiede in dem Unterrichtsfach Mathematik haben und diese im Laufe der Schulzeit auch  zunehmen.

Sind die Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern ein Grund zur Sorge?

Wenn Leistungsunterschiede unter SuS zunehmen und diese sich immer deutlicher in dem Unterricht zeigen, dann ist es ein Grund zur Sorge. Nicht nur die SuS haben dadurch einen Nachteil, sondern auch die Lehrkräfte, das Lehren und Lernen wird erschwert. Besonders in der Mathematik ist es wichtig, die Grundlagen zu beherrschen, da viele andere Fächer und auch Berufe grundlegende Mathematische Kenntnisse  voraussetzen.  Wie kann aber so eine Grundlage des mathematischen Wissens bei SuS  geschaffen werden, wenn schon in der Grundschule die Leistungsunterschiede enorm sind? Vielleicht sollte der Unterricht und Lehrplan auf eine solche Heterogenität in der Klasse angepasst werden, anstatt zu versuchen, die Leistungen zu homogenisieren.  Mithilfe von Gruppenarbeiten und verschiedenen Methoden (diese müsste man genau planen und entwickeln), kann spielerisch das Interesse an der Mathematik geweckt werden. Durch die Gruppenarbeit können die SuS zusammenarbeiten, sich  helfen und vielleicht sich gegenseitig etwas beibringen.

Spielen im Mathematikunterricht, kann das angesichts von Leistungsunterschieden ein Ansatz sein? Beziehen und begründen Sie eine Position aus Lehrenden-Sicht, die auch Schülersichtweisen mit einbezieht.

Ein abwechslungsreicher, kreativer Unterricht ist spannender, als der einfache Frontalunterricht. Wenn das Fach einem Schüler oder einer Schülerin Spaß  macht, dann wird das Lernen viel einfacher. Anhand von Lern- Spielen, kann diese Freude von SuS an dem Fach gewonnen  werden oder die Neugier wecken.  Im Mathematik Unterricht könnten solche Spiele helfen, den Kindern Strategien beizubringen, Probleme logisch zu lösen und zu verstehen. Dennoch müssen LuL aufpassen, die Klasse nicht zu unterfordern. Lernspiele fördern zwar die Motivation von SuS, können aber das (auswendig-)Lernen, Lesen und Schreiben nicht ersetzen. Meine Idee wäre deshalb, Lernspiele dann im Mathematikunterricht einzusetzen, wenn ein neues Thema eingeführt wird.

  1. Formulieren Sie mindestens zwei Beobachtungsaufgaben für kommende Praktika, welche die Tiefenstruktur von Unterricht in den Blick nimmt.

Für meine kommenden Praktika würde ich gerne beobachten, ob solche kreativen Lehrmethoden, wie z.B. Lernspiele, Sitzkreise, Entspannungsübungen in dem Unterricht von LuL eingesetzt werden. Wenn es der Fall ist, würde ich gerne wissen, wie solch eine Methode entwickelt wird und wie man sie am besten in der Klasse verwendet. Auch An meiner Grundschule wurden  solche Methoden eingesetzt.  Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern, inwiefern es die Lernatmosphäre beeinflusst hat. Deshalb möchte ich das genauer beobachten.

Eine weitere Beobachtungsaufgabe wäre, wie man Schwierigkeiten von SuS in dem jeweiligen Fach  frühzeitig erkennen und fördern kann. Was muss man tun, damit diese Schüler wieder dem Unterricht folgen können? Welche Maßnahmen sind nötig?

Ringvorlesung 07 – Genderpädagogik in Schulen

1.

In der siebten Ringvorlesung bei Dr. Christoph Fantini wurde das Thema „Heterogentitätskategorie Geschlecht/Gender in Schule- im Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung“ behandelt. Zu Beginn der Vorlesung wurden wir gebeten, an einer Umfrage auf menti.com teilzunehmen. Diese Umfrage sollte ermitteln in wieweit Frauen und Männer sich durch ihre Profilbilder auf der Universitäts Plattform StudIp selbst darstellen. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen und Männer sich beide selbst inszenieren, jedoch auf unterschiedlichen Art und Weise. Während Frauen sich oft modisch und gestyled zeigten, legten die Männer mehr Wert darauf, ihre Seite witzig und humorvoll zu gestalten. Auch auf anderen Plattformen konnte ich diese Ergebnisse beobachten (Facebook, Twitter, Instagram, usw.).

Nicht nur bei Erwachsenen kann man diese Selbst Inszenierung des Geschlechts beobachten, sondern auch bei Kindern und SuS. „Frauen sind anders als Männer und müssen sich deshalb anders verhalten“. Genderspezifisches Denken wird Kindern schon sehr früh beigebracht. Zu dieser Problematik sahen wir uns eine Studie mit Grundschülern an. Sie schienen alle ein festes Bild der Geschlechterrollen zu haben. Dr. Christoph Fantini las mehre Aussagen der Grundschüler vor. Besonders fiel einem die Behauptung auf, dass Frauen eher klug und Männer stark sind. Diese Denkweise erscheint mir als ein großes Problem, denn so werden Motivation, Gedanken und Bildungsweg der SuS stark beeinflusst.

2.

Im Laufe meiner eigenen Schulzeit habe ich Gendervorurteile und dessen Auswirkungen auf die Lernmotivation miterlebt. In den naturwissenschaftlichen Fächern hatte ich von der Mittelstufe bis zu meinem Abschluss fast nur Männliche Lehrkräfte. Besonders war unser damaliger Physik Lehrer davon überzeugt, dass nur Jungen wahres Interesse und Talent in diesem Fach hätten. Die Schülerinnen wurden kaum beachtet oder in den Unterricht mit einbezogen, sie bekamen gute Noten bei wenig Mitarbeit. Mir schien es so, dass er schon zufrieden war, wenn Schülerinnen zu seinem Unterricht kamen. Die Schüler dagegen mussten sich sehr anstrengen, wurden gefordert und auf ihre Schwächen wurde eingegangen. Das Ganze wirkte sich ziemlich stark auf die Arbeitsatmosphäre der Klasse aus, die Schülerinnen fühlten sich ausgeschlossen und verloren schnell das Interesse an dem Fach. Besonders heute ist mir bewusst, dass unser damaliger Lehrer durch Gendersensiblen Unterricht auch die Schülerinnen dazu gebracht hätte, Spaß am Physik Unterricht zu finden.

3.

Während meines Praktikums an der Schule würde ich gerne beobachten, inwieweit das Genderspezifische Denken bei SuS ausgeprägt ist. Woher kommt diese Art des Denkens und gibt es einen Unterschied und Einfluss durch die verschiedenen familiären Hintergründe der SuS?

RV06. – Heterogenität im Deutschunterricht

1.

Die sechste  Ringvorlesung  am 09.05.2017 konzentrierte sich  auf  den Themenbereich „Vielsprachigkeit und Gender  im Deutschunterricht“ und die dadurch eintretenden Herausforderungen für Lehrkräfte &  SuS.

Prof. Dr. Matthis Kepser eröffnete  die Vorlesung mit der Frage was Deutschunterricht überhaupt sei. Wir diskutierten eine Weile und kamen auf den Schluss, dass Deutschunterricht verschieden sein kann. Denn der  Deutschunterricht als Fremdsprache ist anders aufgebaut und versucht andere Ergebnisse zu erzielen, als der Deutschunterricht, den wir in einem deutschsprachigen Land oder auch auf  deutschen Auslandsschulen unterrichtet  bekommen.  Die Sprache Deutsch wird in unserem regulären Deutschunterricht zum Lerngegenstand und Lernmedium.

Weil eine große Vielfalt und Verschiedenheit unter den SuS herrscht (z.B Sprachkenntnisse, Vorerfahrungen, Interessen, usw.), sind deren Leistungen auch verschieden. In dem Fach Deutsch ist Vielsprachigkeit eines der Ursachen für Probleme.  Der Unterricht sollte daher „Defizitorientiert“ gestaltet werden, damit Lehrkräfte SuS besser fördern und motivieren können. Vielsprachigkeit und verschiedene kulturelle Hintergründe sollten in den Unterricht mit eingebunden werden, um es persönlicher zu gestalten und mögliche Sprachbarrieren zu brechen („Kultur und Sprachen hängen zusammen“).

Auch zwischen Jungen und Mädchen gibt es große Unterschiede auf den Bereichen der Leistung und der Interessen. Diese tauchen ebenso  im  Deutschunterricht auf. Studien stellten fest, dass Mädchen mehr lesen und sich für  andere  Literatur interessieren,  als Jungen.  Größtenteils ist der Unterricht in Deutsch durch die Literaturwahl und den Themen eher auf Schülerinnen  ausgelegt,  weswegen dieser  weniger Interesse bei Schülern weckt. Das stellt ein Problem dar, denn das Resultat ist, dass Lehrkräfte anfangen Geschlechter spezifisch  zu denken und Mädchen in dem Unterricht zu bevorzugen.

2.

Den Gender-spezifischen Deutschunterricht, habe ich während meiner Schulzeit auf der Mittelstufe miterlebt. Anfangs (fünfte bis zu der achten Klasse) hatte unsere Klasse einen Deutschlehrer, der versucht hat, den Unterricht für Mädchen und Jungen gleichermaßen interessant zu gestalten. Wir konnten gemeinsam die Literatur auswählen und es wurde mit verschiedenen Themen und Medien gearbeitet.  Jeder Schüler und jede Schülerin hat sich fair behandelt gefühlt, die Arbeitsatmosphäre war deswegen sehr angenehm.  In der achten Klasse gab es einen Lehrerwechsel. Unsere neue Deutschlehrerin hat sich sehr bemüht, dass wir SuS den Unterrichtsstoff genau verstehen und können.  Weil der Unterricht jedoch sehr an den Lehrplan angelegt war, gab es für uns SuS wenig Freiraum den Unterricht mitzugestalten. Damals hatte ich das Gefühl, dass die Schülerinnen mehr Interesse an der Literatur und dem Unterricht zeigten, als die Schüler. Ich hätte es schön gefunden, wenn wir gemeinsam als Klasse (wie vorher) unsere Interessen in den Unterricht mit eingebunden hätten.

3.

Eine mögliche Beobachtungsaufgabe zu dem Thema „gendersensible Didaktik“ wäre, dass man in dem Unterricht verschiedene Medien zum Lernen einführt. Nicht nur genderspezifische Literatur sollte Gegenstand des Unterrichts sein. Durch Gespräche mit den SuS könnten so deren Vorlieben erkannt werden und  in den Lehrplan mit einbezogen werden. Dieser Lehrplan sollte eher auf die Verschiedenheiten der Klasse eingehen. Wie würde sich ein solcher Unterricht auf das Lernen der Schüler auswirken?

 

 

3. Ringvorlesung – Heterogenität im Englischunterricht

1.                                                                                                                                                                  Die Vorlesung setzte sich mit den drei Kategorien von Heterogenität im Englischunterricht auseinander. Dabei sind wir auf zwei der drei Themen genauer eingegangen, die Leistungsheterogenität und die sprachliche Heterogenität.
Bestimmt haben es schon einmal alle Lernenden und Lehrenden miterlebt, jeder Mensch hat sein eigenes Lerntempo und seine eigene Art zu lernen. In den Klassen wird das jedoch oft gar nicht berücksichtigt. Schlechte Noten oder eine negative, unmotivierte Einstellung gegenüber dem Unterricht sind das Resultat. Wie also kann man gemeinsam den Unterricht gestalten, sodass die Arbeitsatmosphäre auch wirklich zum arbeiten anregt? Die Leistungsheterogenität in dem Unterricht (in diesem Falle Englisch) versucht genau das zu ermöglichen. Der Lehrer geht auf den Schüler ein und passt sich ihm mit seinen Anforderungen an. So kann man eine Über- oder Unterforderung des Schülers vermeiden. Allerdings gibt es nicht nur verschiedenen „Lernstufen“ unter den Schüler, sondern auch Unterschiede in der Herkunft. Für die eine Person ist Englisch in der Schule die erste Fremdsprache. Für andere ist es schon die zweite oder dritte. Bevor ich Englisch an der Schule unterrichtet bekommen habe, konnte ich auch schon eine zweite Sprache. Das hat mir aber während der Schulzeit nicht viel gebracht, denn wir alle haben von null an angefangen und sollten uns in Englisch eine Basis schaffen.
2.
In meinem Englischunterricht habe ich leider nicht immer die Leistungsheterogenität mitbekommen. Besonders in den ersten Jahren, in denen wir die Sprache beigebracht bekommen sollten, gab es an meiner Schule Schwierigkeiten. Dabei ist der Einstig in eine neue Sprache besonders wichtig, um überhaupt eine Basis zu schaffen. Der Unterricht wurde strickt nach Lehrplan durchgezogen und die schwächeren Schüler blieben zurück. Ich konnte damals beobachten, dass sich im Unterricht deshalb Grüppchen von Schülern gebildet hatten. Dadurch kam es zu einer Spaltung der Klasse, die einen wurden von dem Lehrer bevorzugt und der Rest kaum berücksichtigt. In dem Orientierungspraktikum würde ich mir wünschen, das Gegenteil davon zu erfahren.

3.
Meine Beobachtungsaufgabe wäre deswegen: Welche Methoden könnte man anwenden, um das Arbeitsklima in der Klasse zu verbessern und die Schüler zum lernen zu motivieren? Wirken solche Methoden überhaupt in der Praxis?

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