{"id":27,"date":"2023-07-31T00:15:09","date_gmt":"2023-07-30T22:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetbipebelisa\/?p=27"},"modified":"2023-07-31T00:15:09","modified_gmt":"2023-07-30T22:15:09","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetbipebelisa\/2023\/07\/31\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><em><span class=\"s2\">1.Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:<br \/>\na.) unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. \u00dcbertragen Sie, wenn m\u00f6glich, die in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten F\u00e4cher.<br \/>\nb.) generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht.<br \/>\nBitte benennen Sie f\u00fcr Aufgabenteil 1 konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen\u00a0 (Namen, Jahr, Titel).\u00a0Hinweis:\u00a0Die Vorlesungsfolien stellen keine Literaturquellen dar. Sie k\u00f6nnen jedoch gerne auf die Literatur zur\u00fcckgreifen, auf die auf den Folien verwiesen wird.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p3\">Insgesamt habe ich aus der Ringvorlesung zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t viel mitnehmen k\u00f6nnen. Da ich Sachunterricht als Gro\u00dffach studiere, empfand ich u.a. die sechste Ringvorlesung als besonders interessant. Es wurde die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan vorgestellt, welche in einen Bezug zum Sachunterricht gestellt wurde. Dieser Theorie liegen drei psychologische Grundbed\u00fcrfnisse zugrunde, welche die Kompetenz, die Autonomie und die soziale Eingebundenheit umfassen (vgl. Deci\/Ryan, 1993, S. 229, 230).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Diese Vorlesung hat noch einmal mehr die Bedeutung von Entscheidungsfreiheiten und der Autonomie, die den Kindern einger\u00e4umt werden muss, unterstrichen. Zudem ist der Umgang mit den unterschiedlichen Interessen der Kinder wesentlich, sowie die Erkenntnis dar\u00fcber, wie stark Peers sich gegenseitig in ihrem Handeln beeinflussen. Als Lehrperson hat man u.a. die Aufgabe das Selbstbewusstsein der Kinder in einem richtigen Ma\u00dfe zu schulen, um Kritik angemessen anzunehmen. Zudem m\u00fcssen Aufgaben differenziert angepasst werden, sodass jedes Kind gleicherma\u00dfen handlungsf\u00e4hig bleibt. Dieses Konzept l\u00e4sst sich ebenso auf mein anderes Gro\u00dffach, der Mathematik, \u00fcbertragen. Die Leistungen in diesem Fach k\u00f6nnen innerhalb einer Lerngruppe sehr auseinander gehen, weshalb Differenzierungen zentral sind. Neben der Leistungsheterogenit\u00e4t ist das Streben nach sozialer Eingebundenheit eine weitere Interessante Erkenntnis, die es sich lohnt im n\u00e4chsten Praktikum oder POE zu beobachten und festzustellen. Kinder stellen das Bed\u00fcrfnis nach sozialer Eingebundenheit \u00fcber die eigenen Interessen, was einerseits f\u00fcr das soziale Lernen und das Erlernen sozialer Kompetenzen ergiebig ist, andererseits mit dem Erlangen von Autonomie kollidiert. Auch hier ist ein kompetenter Umgang erforderlich.<\/p>\n<p class=\"p3\">Als weitere zentrale Erkenntnis gilt f\u00fcr mich, dass Vorwissen einen gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf den Lernerfolg in der Grundschule hat als die Intelligenz, was in der dritten Ringvorlesung thematisiert wurde. Diese Erkenntnis ist in einer Studie verankert (vgl. Hasselhorn et al., 2006, S. 155 ff.). Auch dieser Ansatz l\u00e4sst sich in der Fachdidaktik des Sachunterrichts wiederfinden, da das Vorwissen eine wesentliche Rolle spielt und in jedem Fall aufgegriffen werden sollte. Die Verkn\u00fcpfung von neu Erlerntem an bereits vorhandenem Wissen garantiert eine l\u00e4ngerfristige Verankerung des Wissens. Besonders im Sachunterricht kann jedes Kind lebensweltliches Wissen mit einbringen, wodurch dieser Ansatz beispielhaft zum Tragen kommt.<\/p>\n<p><em><span class=\"s2\">2. Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen\/-strukturen, schulkulturelle Aspekte, Handeln von Lehrkr\u00e4ften), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen im R\u00fcckblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? Hier k\u00f6nnen Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele reflektieren. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einsch\u00e4tzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p5\">Meines Erachtens nach ist insbesondere die Unterrichtsform ausschlaggebend f\u00fcr den Schulalltag. Durch die zunehmende Heterogenit\u00e4t, die in den Klassen herrscht, ist die Entscheidung zwischen Frontalunterricht oder flexiblen Unterrichtsstrukturen ausschlaggebend. Zu den flexiblen Unterrichtsstrukturen geh\u00f6ren beispielsweise jahrgangs\u00fcbergreifendes Lernen oder individuelle F\u00f6rderpl\u00e4ne. In meinem Orientierungspraktikum hat die Lehrerin im Sachunterricht mit Mindmaps und offenen Gruppendiskussionen gearbeitet, um den Wissenstand der Kinder zu erfassen und passende Unterrichtsentw\u00fcrfe zu erstellen. Zudem wurden Wochenpl\u00e4ne eingesetzt um der Individualit\u00e4t jedes Kindes gerecht zu werden. Die Kinder konnten zwischen Aufgaben w\u00e4hlen und in diese selbstorganisiert in einem individuellen Tempo bearbeiten. Um Wissen \u201eabzufragen\u201c bzw. die SuS zu bewerten, wurden an Stelle von Lernzielkontrollen Pr\u00e4sentationen oder Portfolios verwendet.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p5\">Als weiterer Faktor w\u00e4re die allgemeine Einstellung zu Heterogenit\u00e4t der Lehrkraft zu benennen, was vor allem anderen steht. Bevor sich ein\/e Lehrer*in f\u00fcr eine Unterrichtsform entscheidet, muss die Einstellung zu Heterogenit\u00e4t feststehen. Denn ist man nur eine Lehrkraft aus Gr\u00fcnden der Existenzabsicherung, so m\u00f6chte man lediglich den Schultag hinter sich bringen und kaum Aufwand f\u00fcr die Materialerstellung und Unterrichtsplanung aufbringen. Hat man jedoch ein Interesse an dem Erfolg der Kinder und nimmt sich der Heterogenit\u00e4t an, so k\u00f6nnen in Heterogenit\u00e4t auch Chancen und Vorteile gesehen werden.<\/p>\n<p class=\"p5\"><em><span class=\"s2\">3. Zu welchen, mindestens zwei, Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p7\">Im Rahmen dieser Ringvorlesung habe viele interessante Thematiken kennenlernen d\u00fcrfen. Da IP kein Teil meines Studiums ist, Inklusion jedoch ein wichtiger und gegenw\u00e4rtiger Bestandteil von Schule ist, w\u00e4ren Ans\u00e4tze aus der inklusiven P\u00e4dagogik eine interessante und bereichernde Erg\u00e4nzung f\u00fcr angehende Lehrkr\u00e4fte, um noch besser mit den P\u00e4dagogen*innen zusammen zu arbeiten zu k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p7\">Dar\u00fcber hinaus ist die Verkn\u00fcpfung aller vorgestellten Heterogenit\u00e4tsdimensionen im Klassenraum immer noch sehr abstrakt geblieben. Dies k\u00f6nnte anhand einer Unterrichtsplanung veranschaulicht werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p7\"><em><span style=\"font-size: 10pt\">Quellen<\/span><\/em><\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li8\"><em><span class=\"s2\" style=\"font-size: 10pt\">Folien der Ringvorlesung<\/span><\/em><\/li>\n<li class=\"li8\"><em><span style=\"font-size: 10pt\">Deci, Edward L. \/ Ryan, Richard M. (1993): Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung f\u00fcr die P\u00e4dagogik. In: Zeitschrift P\u00e4dagogik 39. Bletz\u00a0Juventa, S. 223-238<\/span><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li8\"><em><span class=\"s2\" style=\"font-size: 10pt\">Hasselhorn, M. &amp; Gold, A. (2006). P\u00e4dagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Stuttgart: Kohlhammer.<\/span><\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. 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