{"id":5,"date":"2023-05-11T12:26:26","date_gmt":"2023-05-11T10:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetbipebelisa\/?page_id=5"},"modified":"2023-05-21T12:29:08","modified_gmt":"2023-05-21T10:29:08","slug":"intelligenz-und-vorwissen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/baumhetbipebelisa\/intelligenz-und-vorwissen\/","title":{"rendered":"Intelligenz und Vorwissen"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"font-size: 18pt\">1.Welche Rolle spielen Intelligenz und Vorwissen f\u00fcr erfolgreiches Lernen? In welchem Verh\u00e4ltnis stehen diese beiden Heterogenit\u00e4tsdimensionen zueinander? Wie hat man ihren jeweiligen Einfluss auf Lernerfolg empirisch untersucht?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt\">Sowohl Intelligenz als auch Vorwissen sind von gro\u00dfer Wichtigkeit in Bezug auf erfolgreiches Lernen. Beide Gesichtspunkte sind hierbei mit einander verzahnt. Es handelt sich um ein Wechselspiel, da Vorwissen ben\u00f6tigt wird um von der Intelligenz zu profitieren und andersherum (vgl. Folie 27\/28).<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt\">Schaut man sich jedoch beide Gesichtspunkte an wird deutlich, dass Intelligenz und Vorwissen einander nicht immer bedingen. In einem Test bei dem ein Vorwissen im Fu\u00dfball, sowie die allgemeine Intelligenz entscheidend sind, haben die Kinder mit einem weitgehenderem Vorwissen in allen F\u00e4llen ein gutes Ergebnis erzielen k\u00f6nnen (vgl. Hasselhorn et al., 2006, S. 155 ff.). Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass Vorwissen insbesondere in der Grundschule eine wichtigere Bedeutung zukommt als Intelligenz. Basierend auf dieser Erkenntnis fu\u00dft eine weitere Untersuchung, bei der die kristalline Intelligenz, das Vorwissen, sowie die mathematischen Kompetenzen in allen Klassenstufen des Primarbereichs untersucht und miteinander verkn\u00fcpft wurden. Die Auswertung dieser Daten zeigt, dass keine grundlegender Zusammenhang zwischen der Intelligenz und den mathematischen Kompetenzen eines Kindes vorzufinden sind (vgl. Langfeldt, 2014, S. 40-41). Trotz alledem ist Intelligenz nicht unwichtig f\u00fcr das erfolgreiche Lernen. Eine weitere Untersuchung, welche die Verbindung von der Intelligenz von 11-j\u00e4hrigen und ihren Noten im landesweiten Abschlussexamen beleuchtet, ist ein Bezug festzustellen (vgl. Folie 17).<\/span><\/p>\n<p><em><span class=\"s1\" style=\"font-size: 18pt\">2. Was konnten Sie in Ihren bisherigen Praxiserfahrungen \u00fcber den Umgang mit heterogenem Vorwissen von SuS beobachten? Welche Erfahrungen haben Sie selbst vllt. schon mit (mangelnder) Kenntnis oder (falschen) Annahmen \u00fcber den (Vor-)Wissensstand Ihrer SuS gemacht?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"p3\"><span style=\"font-size: 14pt\">In meiner T\u00e4tigkeit als Hilfskraft an einer Grundschule war es mir des \u00f6fteren m\u00f6glich den Umgang mit heterogenem Vorwissen von SuS zu beobachten. Die Lehrkr\u00e4fte, sowie andere Hilfskr\u00e4fte gehen hiermit unterschiedlich um. Gerade im Sachunterricht war das Vorwissen der Kinder heterogen, da sie zum Beispiel ein unterschiedliches Grundinteresse an bestimmten Inhalten haben und sich somit freiwillig schon einmal damit besch\u00e4ftigt haben. Auch die Gegebenheiten des Elternhauses waren hierf\u00fcr ausschlaggebend, da einige Eltern oder Geschwister bestimmte Ph\u00e4nomene erkl\u00e4ren konnten und sich auch mit dem Kind auseinander setzen wollten und es einige Kinder gab bei denen dies nicht der Fall war. Aus dem Vorwissen der Kinder wurde h\u00e4ufig profitiert. Es wurde als Sozialform die Gruppenarbeit gew\u00e4hlt, wobei es ein bis zwei \u201eExperten\u201c in einer Gruppe gab, die den anderen etwas erkl\u00e4rt hat. Dies erweist sich jedoch teilweise als kritisch, da manche Kinder dennoch auf der Strecke bleiben, w\u00e4hrend andere durch die Peerarbeit schnell vorankommen. Gerade im Sachunterricht weisen die Kinder eine besondere Vielfalt an Vorwissen auf, welches sich \u00fcber viele Thematiken erstreckt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span style=\"font-size: 18pt\"><em><span class=\"s1\">3. <\/span><\/em><\/span><span style=\"font-size: 18pt\"><em><span class=\"s1\">Einige Befunde zur Rolle von Intelligenz und Vorwissen beim Lernen waren f\u00fcr Sie m\u00f6glicherweise \u00fcberraschend. Oder Sie sehen einige der Forschungsergebnisse kritisch in Bezug auf Schule und Unterricht. Welche Forschungsfragen ergeben sich daraus (z.B. f\u00fcr Ihr n\u00e4chstes Praktikum)? Und wie k\u00f6nnen Sie diese Fragen beantworten?<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span style=\"font-size: 14pt\">Ein f\u00fcr mich \u00fcberraschender Fakt ist, dass gute Testergebnisse in der ersten Klasse nicht direkt auf eine hohe Intelligenz schlie\u00dfen lassen. Gerade in der ersten Klasse, nachdem die Kinder einen Institutionwechsel hinter sich haben behelfen sie sich mit ihrem lebensweltlichen Vorwissen. Die Studie von Langfeldt best\u00e4tigt diesen Sachverhalt (vgl. Folie 25). In dieser Studie werden Zusammenh\u00e4nge zwischen Vorwissen, Intelligenz und mathematischen Kompetenzen betrachtet. In Bezug auf meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen w\u00fcrde mich interessieren ob diese Studie auf andere F\u00e4cher in der Grundschule \u00fcbertragbar sind oder ob es dazu andere Studien gibt die diesen Sachverhalt untersuchen. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 10pt\"><em>Quellen:<\/em><\/span><\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li2\"><span style=\"font-size: 10pt\"><em>Hasselhorn, M. &amp; Gold, A. (2006). P\u00e4dagogische Psychologie. Erfolgreiches Lernen und Stuttgart: Kohlhammer.<\/em><\/span><\/li>\n<li class=\"li2\"><span style=\"font-size: 10pt\"><em>Langfeldt, H.P. (2006). Psychologie f\u00fcr die Schule. Weinheim: Beltz PVU<\/em><\/span><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.Welche Rolle spielen Intelligenz und Vorwissen f\u00fcr erfolgreiches Lernen? In welchem Verh\u00e4ltnis stehen diese beiden Heterogenit\u00e4tsdimensionen zueinander? 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