Heterogenität in der Schule (GO)

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Abschlussreflexion

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 9:41 pm on Mittwoch, August 14, 2019  Tagged

Die für mich zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die ich aus den Vorlesungen mitgenommen habe, sind die der Chancengleichheit und der Heterogenität im Fachlernen. Die Chancengleichheit wurde bereits in der ersten Ringvorlesung von Fr. Prof. Dr. Yasemin KarakaşoÄlu behandelt. Hierzu wurden um uns dieses Prinzip näherzubringen, Darstellungen von verschiedenen Situationen gezeigt welche den Unterschied zwischen Gleichheit und Gerechtigkeit darstellen. Wenn jeder SuS die gleiche Förderung bekommt, kommt es dennoch nicht dazu, dass alle SuS am Ende auf dem gleichen Bildungsstand sind. Dies liegt in der (Leistungs-)Heterogenität einer Lerngruppe begründet, da jeder SuS andere Startbedingungen mit sich bringt (Brockhaus Enzyklopädie nach Wenning 1999, S.199). Erweitern lässt sich diese Annahme unter anderem durch die in der dritten Ringvorlesung genannte theoretische Erkenntnis von Dr. Christoph Kulgemeyer. Er bezieht sich hierbei auf eine Theorie von Wellenreuther(2002), welcher das Lernverhalten von SuS anhand von Heterogenität erklärt.  Hierbei handelt es sich beispielsweise um unterschiedliche Kenntnisstände innerhalb der Lerngruppe, was dazu führt, dass nicht alle SuS auf dem gleichen Stand sind und deswegen Lerninhalte wiederholt werden müssen. Außerdem variiert die Lerngeschwindigkeit unter den SuS, was ebenfalls zu komplikationen beim Lernstoff durchgehen führen kann, da so SuS für manche Lerninhalte länger brauchen um diese zu verstehen als wieder rum andere SuS. Zusätzlich variiert innerhalb einer Lerngruppe auch die Motivation bzw. die Lernlust für eine bestimmte Thematik, was die arbeitsweise von den SuS beeinflusst. Die Theorie zeigt somit, dass wenn man nicht auf diese Unterschiede eingeht, sich diese automatisch vergrößern. Dieser Vorgang wird auch als Matthäus Effekt bezeichnet. Um einer erweiterten Heterogenität entgegenzuwirken, muss man also auf die einzelnen bedürfnisse der SuS eingehen. 

In meinen Fächern Englisch und Geschichte möchte ich besondere auf die Aussprache beim Fremdsprachenlernen und auf religiöse Diversität Rücksicht nehmen. In der elften Vorlesung ging Frau Mareike Tödter auf das Fremdsprachenlernen in der Schule ein. Sie erklärte, dass es das ideal sei sich anzuhören wie ein native speaker. Also „Möglichst akzent- und fehlerfrei sprechen” zu können. Außerdem wird es als nicht so ansprechend angesehen, wenn man beim Sprechen der Fremdsprache den Deutschen Akzent raushört. Dieser Aspekt liegt mir besonders am Herzen, da ich selber damit sehr beschäftigt war. Ich habe mich immer sehr unwohl beim Englisch sprechen gefühlt da ich wusste, dass man meinen Deutschen Akzent raushören wird. Deswegen habe ich dann häufig lieber nichts gesagt. Diesen Aspekt nannte Frau Tödter ebenfalls und bezeichnete diesen als „Fehlerfreies Schweigen”. Als ein/-e Lehrer/-in für eine Fremdsprache, sollte man immer versuchen den SuS das Gefühl zu geben, dass es okay ist einen Fehler zu machen, da man nur so dazu lernen kann. Man gibt so den SuS die Chance ihr sprachliches Niveau zu verbessern und sich so dann auch weniger unwohl zu fühlen, was den Unterricht dann auch für alle anderen SuS deutlich angenehmer macht. In Hinsicht auf mein zweites Studienfach Geschichte möchte ich insbesondere Rücksicht nehmen auf die religiösen Hintergründe von den SuS. Als in der neunten Ringvorlesung der Umgang mit religiöser Diversität am Beispiel Judentum behandelt wurde, war ich Anfangs verwirrt und fragte mich, was das mit Geschichte zu tun hat. Nachdem Frau Dr. Sabine Horn und Frau Katharina Kracht den Zusammenhang erklärt hatten, war ich äußerst überrascht. Ich hatte nie an einen Zusammenhang zwischen Religion und Geschichte gedacht. Doch wenn man daran denkt, dass viele geschichtliche Ereignisse auf religiösen Hintergründen beruhen, erscheint es mir sinnvoll, auch im Geschichtsunterricht auf die unterschiedlichen Religionen Rücksicht zu nehmen. Angenommen man hat wie in der Ringvorlesung eine/-n Jude/Jüdin als SuS und versucht gerade die Thematik des Holocausts zu erläutern. Dies könnte zu Problematiken bei der Übermittlung dieses Lerninhaltes führen, da sich der/die Jude/Jüdin eventuell angegriffen fühlen kann. Zusätzlich muss man auch immer damit rechnen, dass dieser/diese Jude/Jüdin vielleicht bereits Diskriminierungserfahrungen gemacht hat bezüglich seiner/ihrer Religion. Man muss sensibel und rücksichtsvoll in solchen Fällen sein, da dies bei allen Religionen zutreffen könnte. Als Lehrer/-in muss man deswegen bei solchen Unterrichtsinhalten sich vorher Gedanken, worauf man und wie intensiv man auf eine Thematik eingeht.

 

Eine Frage, die ich mir als angehende Lehrkraft Stelle ist, ob es  im Bereich des möglich ist SuS sowohl inhaltlich, als auch menschlich für einen Lerninhalt zu motivieren und zu begeistern? Kann man einen SuS für ein Thema begeistern, ohne dafür ständig Filme zeigen zu müssen, oder die SuS Gruppenarbeit machen zu lassen? Und falls ja wie macht man das? Als angehende Lehrerin möchte ich natürlich versuchen so vielen SuS wie möglich meine Lerninhalte interessant und verständlich zu vermitteln. Ich möchte, dass die SuS etwas aus meinem Unterricht mitnehmen und eventuell auch etwas für ihre Zukunft mitnehmen. Doch kann man dies auch bei jemandem schaffen der sich für mein Fach normalerweise nicht interessiert?

Des Weiteren stellt sich mir die Frage, wie ich meinen SuS die gleichen Chancen bieten kann? Ist es überhaupt möglich allen dieselben Chancen zu geben? Als Lehrer muss man den kompletten Unterricht im Voraus planen. Hierbei dann noch auf die Leistungsheterogenität der SuS einzugehen fällt daher vom Zeitaufwand betrachtet sehr schwer. Ist es dann überhaupt möglich auf alle SuS so einzugehen, dass die gesamte Lerngruppe am Ende auf demselben Informationsstand sind? Mein Interesse liegt darin  herauszufinden wie ich meinen Unterricht so gestalten kann, dass ich auf die Leistungsheterogenität der SuS so eingehen kann, dass jeder etwas dazu lernt und sich keiner vernachlässigt oder ausgegrenzt fühlt.

 

Wie bereits eben erwähnt, stellt es eine große Schwierigkeit dar, jedem SuS mit seiner Unterrichtsplanung gerecht zu werden. Die Leistungsheterogenität einer Lerngruppe stellt hierbei eine große Herausforderung dar, da durch sie die SuS nicht auf dem gleichen Bildungsstand sind. Sie brauchen individuelle Förderung um mit den Lerninhalten standzuhalten, was allerdings schwer umsetzbar ist, wenn ein Lehrer sich um eine komplette Klasse kümmert, wo alle Individuen verschiedene Bedürfnisse haben. Es stellt sich also die Frage, wie man mit der Heterogenität umgehen kann, da man auch beachten muss, dass es durch eine Leistungstrennung der SuS untereinander zu Ausgrenzung kommen kann.

Daher würde ich sagen, dass das Prinzip der Chancengleichheit die größte Herausforderung darstellt. Ich erhoffe mir in dem Orientierungspraktikum Antworten auf meine Fragen zu finden. Hier kann man gut mit anderen Lehrkräften ins Gespräch kommen und sie genau zu diesen Problematiken befragen und erfragen wie diese damit umgehen. Des Weiteren hat man hier, aber auch die Möglichkeit beim Beobachten selber mitzubekommen wie es im Ernstfall wirklich aussieht und wie eine Lehrkraft hier handeln würde.

 

RV10: Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in Gymnasium und Oberschule

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 10:03 pm on Sonntag, Juni 16, 2019  Tagged
  1. An Ihrer Schule gibt es eine – wie üblich sehr heterogen besetzte – Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. Für einige wird nun der Übergang diskutiert. Ein Großteil der Lehrkräfte plädiert – mit Verweis auf die noch nicht vollständig ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse – sie an eine Realschule zu überweisen, obwohl die Schüler*innen hinsichtlich ihrer Lernfähigkeit und ihrer Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen für das Gymnasium mitbringen und gerne an der Schule bleiben würden. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu.

Meiner Meinung nach sollte den SuS die Chance gegeben werden ihre Fähigkeiten auszubauen, trotz der noch nicht ausreichenden Deutschkenntnisse. Die SuS bringen die Vorbildung und die Voraussetzungen für den Besuch eines Gymnasiums mit und genau das sollte man fördern, denn trotz der Defizite in ihren Deutschkenntnissen bleiben ihre Vorkenntnisse die gleichen. Würde man diese SuS in eine Realschule versetzen, könnte dies eventuell dazu führen, dass die SuS unterfordert sind. Man sollte außerdem den Wunsch der SuS berücksichtigen. Dieser Wunsch von Ihnen mag eventuell damit Zutun haben, dass sie sich schon in ihrem Umfeld eingelebt haben und wohlfühlen, was eine gute Voraussetzung dafür ist eine neue Sprache zu erlernen. Es fällt einem nirgends leichter eine neue Sprache zu lernen als in einem vertrauten Umfeld mit vertrauten Menschen, wo man sich auch traut Fehler zu machen. Anstatt als Lehrkräfte gegen den Wunsch der SuS zu plädieren sollte man die SuS bei ihrem Weg den sie gehen unterstützen und den SuS dabei helfen ihre Fähigkeiten und Vorkenntnisse  nur noch weiter auszubauen.

  1. Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit – in der hier verstandenen breiten Sicht – in Schule und Unterricht (selbst als Schüler*in und(oder Praxiserfahrungen) haben Sie bislang gemacht? Diskutieren Sie die Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung

Viele meiner freunde, sind zweisprachig aufgewachsen, wodurch ich schon ziemlich viel mitbekommen habe. Doch eine ganze besondere Geschichte habe ich am eigenen Leib mit erleben dürfen. 

Als ich auf der weiterführenden Schule war, kam ein neues Mädchen zu uns in die gymnasiale Klasse. Auch sie ist mehrsprachig aufgewachsen und konnte nur gebrochen Deutsch sprechen, weswegen es ihr besonders schwerfiel sich einzugliedern. Ich wurde damals mit einer Freundin dazu auserwählt von dem Mädchen der persönliche Begleiter zu sein. Wir verbrachten viel Zeit mit ihr und erfuhren so viel über sie und ihre Vergangenheit. Im Laufe der Zeit die wir mit ihr verbrachten, konnte man deutlich erkennen, wie sich ihre Deutschkenntnisse zusehends verbesserten. Was natürlich unter anderem auch mit dem Sprachkurs zu tun hatte den sie Nachmittags bei uns an der Schule besuchte. Ihr fiel es immer leichter sich in Unterhaltungen mit einzubringen, wodurch sie auch neue Kontakte knüpfte. Letztendlich war sie unsere Klassenbeste bei unserem Abschluss, was zeigt, dass alles möglich ist und dass Sprachbarrieren nichts Schlechtes sind, sondern viel mehr eine Bereicherung.

  1. Was möchten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zukünftigen Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche Fähigkeiten fehlen Ihnen dafür noch?

Nach dieser Vorlesung möchte ich in meiner zukünftigen Unterrichtsgestaltung insbesondere auf die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis achten. Als Lehrer*in muss, man immer darauf achten, dass man zu den Schülern distanziert ist, aber gleichzeitig auch vertraut mit ihnen umgeht. Man muss neutral ihnen gegenüber sein. Dies muss ich dann als Fähigkeit entwickeln, da es sehr schnell passieren kann, dass man sich zu sehr ins Leben der SuS einmischt. Ich möchte dies erlernen, weil ich möchte, dass die SuS mir weitestgehend vertrauen so, dass sie mir direkt sagen, wenn sie einen Inhalt nicht verstehen. Da ich auf diese Weise zum einen erkenne, dass den SuS auch wirklich was an meinem Unterricht liegt und zum anderen daran auch erkennen kann das sie mir Vertrauen. Noch dazu kommt ist, dass wenn es sich hierbei um einen SuS mit Mehrsprachigkeit handelt, dass ich dann weiß, dass der SuS so auch seine sprachlichen Fähigkeiten ausbaut. Dennoch hoffe ich auch das ich später in der Lage sein werde, selber zu erkennen, wann ein SuS meine Unterrichtsinhalte versteht und wann er diesen nicht folgen kann.

  1. Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein. Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit ihrer Schüler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten können?

Im Allgemeinen finde ich, sollte man sich mehr mit dem Thema Sprachförderung auseinandersetzen und Mehrsprachigkeit fördern.

Dies könnte unter anderem ermöglicht werden, indem man Schulungen für Lehrer*innen anbietet, wo genau dies behandelt wird und Möglichkeiten gezeigt werden wie man mit Mehrsprachigkeit umgehen kann, aber einem auch vermittelt wird, dass Verständnis für die SuS mit Mehrsprachigkeit eine große Rolle spielt. Des Weiteren sollten aber auch Gruppenarbeiten im Fachunterricht und AGs für SuS angeboten werden, wo es diesen ermöglicht wird mit anderen in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und so auch voneinander profitieren zu können. Die Gruppenarbeit könnte man beispielsweise so formen, dass SuS mit gleicher Muttersprache in eine Gruppe eingeteilt werden, da so der SuS der den Unterrichtsinhalt verstanden hat, dem anderen den Inhalt näher bringen kann. Auf diese weise wäre gewährleistet, dass alle den Unterrichtsinhalt nachvollziehen können. Demnach ist  Mehrsprachigkeit eine Bereicherung für die gesamte Schulgemeinschaft, welche auf der Basis von Verständnis und Offenheit beruht.

RV09: Über jüdisches Leben reden – (k)ein Tabu? Umgang mit religiöser Diversität am Beispiel Judentum

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 10:39 am on Montag, Juni 10, 2019  Tagged
  1. Fassen Sie die im Text dargestellten unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Religionsausübung zusammen. (Option 1: Koscheres Essen, verschiedene Haltungen dazu; Option 2: Können Frauen Rabbinerinnen sein?)

In dem Pro und Contra Text „Als orthodoxe Frau ins Rabbinat?” wird auf die Frage eingegangen „Können Frauen Rabbinerinnen sein?”.

Die erste von zwei Verfasserinnen nennt die Argumente, die für eine Frau als Rabinerin sprechen. Sie erklärt zu Beginn des Textes, dass Männer und Frauen beide das Amt des Rabbiners bewerkstelligen können, da sowohl Frauen wie auch Männer in der Lage sind Rat zu erteilen und zu unterrichten.

Dennoch müssen auch hier Abstriche gemacht werden. Denn Frauen sind noch nicht dazu berechtigt Zeremonien durchzuführen. Gegen die Tatsache, dass Frauen genau dies nicht dürfen bringt die Verfasserin ihr Unverständnis zum Ausdruck, da diese Zeremonien sonst grundsätzlich von Laien abgehalten werden. Fortfahrend erzählt sie, dass sie nach dem Erhalt ihres Titels das Gefühl hatte dadurch als Person mehr an Autorität zu gewinnen. 

Frauen wenden sich außerdem lieber an Rabbinerinnen, als an Rabbiner da es ihnen so leichter falle sich über intime Themen zu unterhalten wie beispielsweise Sexualität, ihre Beziehungen zu ihren Partnern oder die Erziehung ihrer Kinder.  Abschließend betont die Verfasserin, dass es von Bedeutung wäre Rabbinerinnen  zu erwählen da sie „einen unschätzbaren Beitrag zum Dialog über die Zukunft des jüdischen Volkes leisten.”.

Eine weitere Verfasserin schreibt sich der Contra Seite des Rabbinerinnen seins zu. Rabbinerin sein ist ein sehr Zeitintensiver Job, welcher schwer zu vereinbaren ist mit dem kümmern, um den Haushalt, Mann und Kinder. 

 Eine Frau soll nur dann arbeiten, wenn es die finanzielle Situation nicht anders zulässt, denn ihre Aufgabe besteht darin für das wohl Befinden ihrer Kinder und ihres Mannes zu sorgen mithilfe „einer rein weiblichen Kraft, die sich in Intuition, selbstlosem Benehmen, gescheiter Haushaltsführung und der Liebe, die sie dem Mann und den Kindern gibt, widerspiegelt.”.

  1. Wenden Sie die drei Grundannahmen des religionswissenschaftlich-kulturwissenschaftlichen Ansatzes (interne Diversität, Religion als beeinflusst von historischen Prozessen, Religion als Teil soziokultureller Strukturen, s. AB 1) auf den Text bzw. die im Text beschriebenen Haltungen und Praktiken an.

Die erste Grundannahme die „interne Diversität” lässt sich im Text, der das Thema „Frauen als Rabbinerinnen” behandelt, in sofern Wiedererkennen, als dass er darstellt, das in den drei Strömungen des Judentums unterschiedliche Einstellungen zu der Thematik herrschen. Beispielsweise gibt es im orthodoxen unterschiedliche Einstellungen zur Frau als Rabbinerin. 

Insgesamt kann man also erkennen, dass eine interne Diversität besteht, weshalb sich das Judentum grundsätzlich nicht generalisieren lässt.

In der zweiten Grundannahme „Religion als beeinflusst von historischen Prozessen” lässt sich die Annahme aus der ersten Grundannahme wiedererkennen. Denn die Weiterentwicklung in der Religion, beziehungsweise die Änderung des Bildes von der Frau als Rabbinerin stellt einen historischen Prozess dar. Die Ordination von einer Frau zur Rabbinerin fand in den Strömungen des Judentums liberal, konservativ und orthodox, zu verschiedenen Zeiten statt. Als Beispiel wurde hier genannt, dass die erste Ordination einer Frau zur Rabbinerin bei Sara Hurvitz im Jahre 2009 stattfand. Daraufhin folgten acht weitere Frauen. Dies trug dazu bei, dass sich der „Diskurs in der orthodoxen Welt ändern” wird, sodass es mittlerweile Frauen in orthodoxen Gemeinden möglich ist als Rabbinerin zu amtieren.

Die dritte Grundannahme „Religion als Teil soziokultureller Strukturen”  spiegelt in diesem Zusammenhang einfach noch einmal die veränderte Rolle der Frau dar. Dadurch dass sie als Rabbinerin in der Gesellschaft ganz andere Möglichkeiten hat, ändert sich auch ihre Person in der Religion.

 

  1. Beschreiben Sie Ihre eigene Verortung gegenüber dem im Text angelegten Phänomen. Gehen Sie dabei auf die Fragen auf AB 2 ein.

Mein Wissen über das Judentum habe ich bereits angefangen im Kindergarten zu erlangen. Ich war in einem religiösen Kindergarten, der sich aber nicht nur auf eine bestimmte Religion fokussierte, sondern Platz für alle Religionen bot. Dementsprechend hatten wir auch Juden bei uns in den Gruppen. Es gab immer Tage wo wir uns bestimmte Bräuche dieser Religionen angeschaut haben, beispielsweise Essen. Hierfür haben dann die Kinder die dieser Religion angehören auch Sachen mitgebracht. Uns anderen Kindern war es möglich fragen zu stellen, damit wir ein besseres Verständnis für die Religion entwickeln. Auch die Eltern der Kinder waren mit involviert. Ich denke, dies hat unter anderem zu meiner Offenheit und Neugierde gegenüber anderen Religionen beigetragen. Aber auch der weitere Religions-Unterricht an meinen Schulen hat dazu beigetragen. Ich bin offen und verständnisvoll gegenüber anderen Religionen, auch wenn ich manchen Praktiken mit Skepsis gegenüber trete. Beispielsweise im Judentum, dass es in manchen Strömungen Frauen nicht gestattet ist Rabbinerin zu werden. Ich finde wir sind mittlerweile so weit fortgeschritten in der Gesellschaft da sollte Frauen nicht die Möglichkeit verwehrt werden Rabbinerin zu werden. Da dies meiner Einschätzung nach diskriminierend ist und Frauen als nicht Würdig darstellt. Frauen sollten mittlerweile den Männern gleichgestellt sein und dieselben Möglichkeiten haben wie sie. Dies sollte meiner Meinung nach in der heutigen Gesellschaft möglich sein, dennoch akzeptiere ich die Haltung der Juden zu diesem Thema. Es ist ihre Religion die sie so lieben und schätzen wie sie ist und die Änderung wird dann kommen, wenn die Menschen und die Religion dazu bereit sind.

  1. Entwickeln Sie eine schriftliche pädagogische Reflexion zum Umgang mit den folgenden Szenarien:

Wenn Sie Option 2 gewählt haben: Im Rahmen von Antisemitismusprävention hat Ihre Schule eine Rabbinerin eingeladen. Ein Schüler (von dem Sie nicht wissen, ob er jüdisch ist oder nicht) sagt, er halte Frauen für diese Position ungeeignet und sei nicht bereit, an diesem Unterrichtsvorhaben teilzunehmen.

Meiner Meinung nach spielt es in diesem Falle auch gar keine Rolle ob der Junge jüdisch ist oder nicht. Ich finde man sollte darauf eingehen und dem Jungen die Chance geben seine eventuellen Fragen oder seine Meinung zum Ausdruck zu bringen, beziehungsweise ihn fragen wie es zu seiner Einstellung gekommen ist. Er soll in der Lage sein seine Meinung zu begründen. Durch ein direktes Gespräch zwischen dem Schüler und der Rabbinerin kann er viel dazu lernen, was eine Bereicherung für ihn darstellen würde. Des Weiteren hat auch die Rabbinerin so die Möglichkeit dem Schüler ihre Sicht der Dinge zu erläutern. Ziel dieses Zusammentreffens ist es nicht die Einstellung des Schülers grundlegend zu ändern, sondern einfach seinen Horizont zu erweitern sodass er mit neuem Wissen über das Judentum herausgeht. Wie er mit diesem neu gewonnenen Wissen umgeht kann er dann für sich handhaben wie er möchte, sei es kritisch infrage stellen oder vielleicht seine vorherige Meinung überdenken. Da man hier ja auch nicht weiß, ob seine Einstellung auf Vorurteilen beruhte oder nicht. Dieses zusammentreffen ermöglicht einen Austausch, welcher so oder so zu einer Bereicherung und einer Änderung beiträgt.

RV07:Auf dem Weg zu einer Schule für alle

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 10:08 pm on Sonntag, Mai 26, 2019  Tagged
  1. Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Schüler/-innen mit Förderbedarf?

Durch die Aussonderung von Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf wird diesen SuS die Chance auf Gleichheit verwehrt. Dadurch dass sie in Gruppen eingeordnet werden oder anders gesagt kategorisiert werden, werden SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausgeschlossen was sich Wiederum negativ auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt. Viele SuS ziehen sich deswegen zurück da sie sich ausgeschlossen fühlen und erleiden dadurch psychische Qualen. SuS mit Förderbedarf brauchen Vorbilder in vielen Bereichen ihrer Entwicklung. Sei es die sprachliche, motorische oder die emotionale-soziale Entwicklung. Um bei  diesen Entwicklungen erfolgreich zu sein, brauchen sie mehr als nur ihre Lehrer als Vorbilder. Sie brauchen auch Mitschüler, die sich eventuell im gleichen Alter wie sie befinden, die als Vertrauenspersonen und Vorbilder fungieren und von denen sie lernen können. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Aussonderung von SuS mit Förderbedarf keine Vorteile mit sich bringt.

  1. Welche Informationen sind in der Diagnose „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ bzw. „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten? Welche Informationen benötigen Sie von einer Schüler/-in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen?

Die angegebenen Diagnosen „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ und „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten nicht genügend Informationen um, einen Unterricht an die Schüler/-in anpassen zu können. Dies liegt einfach daran, dass es sich bei dieser Diagnose um eine große heterogene Gruppe von Menschen handelt, bei denen ebenfalls diese Diagnose festgestellt wurde. Das es hierbei auch verschiedene Defizite gibt wird noch nicht deutlich. Beispielsweise lässt sich der „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ noch unterteilen. Der Förderbedarf Entwicklung beispielsweise lässt sich unterteilen in die Soziale und emotionale Entwicklung, geistige Entwicklung und die motorische und körperliche Entwicklung, während sich der Förderbedarf Wahrnehmung noch aufgliedern lässt in Sehen und Hören. Daran erkennt man deutlich, dass nur das Nennen der Diagnose noch keine genauere Auskunft gibt über das Defizit an sich.  Um den Förderbedürfnissen des SuS gerecht zu werden braucht man folglich Auskunft darüber um welche Art von Defizit es sich handelt, sei es Beispielsweise beim „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ die geistige Entwicklung. Es muss gesagt werden welche stärken und Fähigkeiten, sowie auch welche schwächen ein SuS mit sich bringt und wie seine Physischen und psychischen Voraussetzungen sind. 

Unter Berücksichtigung dieser Informationen kann man dann einen Unterricht auf Grundlage der Förderbedürfnisse des SuS vorbereiten.

  1. Wie können Sie der Vielfalt der Schüler/-innen gerecht werden und welche Verbündeten können sie dazu gewinnen?

Heutzutage gibt es unter anderem dank der Technik viele Möglichkeiten der Vielfalt an Schüler/-innen gerecht zu werden. Technische Hilfsmittel wie beispielsweise YouTube, helfen dabei viele Thematiken besser zu veranschaulichen und für die SuS interessanter zu gestalten. Man kann dafür aber auch auf Altbewährte mittel wie Lerngruppen zurückgreifen. Sie ermöglichen es den SuS sich auszutauschen und sind zum anderen viel attraktiver für SuS dadurch, dass zusammen arbeiten viel mehr Freude bereitet als alleine zu arbeiten. Gute Verbündete stellen hierfür unter anderem die SuS selbst dar. Durch regelmäßige Klassengespräche könnten sich beispielsweise Missstände oder auch Schwierigkeiten aufklären und verhindern lassen. Auch mit Eltern als Verbündete kann man nicht viel falsch machen. Durch regelmäßige Elterngespräche oder auch gemeinsamen Unterricht kann man einen besseren Einblick in das Leben der SuS erhalten und dadurch beispielsweise auch die Interessen der verschiedenen SuS, ob mit oder ohne Förderbedarf, kennenlernen und hat auch so eine Möglichkeit sich an diesen Interessen bei der Unterrichtsplanung zu orientieren. Ein weiterer entscheidender Verbündeter wären andere Schulen mit ihren Lehrer/-innen. Wenn man sich untereinander vernetzen würde hätte man so die Möglichkeit sich über verschiedene Erlebnisse und Erfahrungen oder sich auch über verschiedene Lehrmaterialien auszutauschen. Dadurch könnte gewährleistet werden dass sich Lehrer/-innen nicht nur in schwierigen Situationen oder allgemein bei der Suche nach Aufgaben für den nächsten Unterricht gegenseitig helfen können. Jedem wäre dadurch geholfen. 

  1. Warum stellte die Entwicklung der Sonderschulen historisch betrachtet einen Fortschritt dar? (vgl. Feuser in Müller 2019)

Die Entwicklung der Sonderschule stellt einen fortschritt insofern dar als, dass sie es Schülern ermöglicht am Bildungssystem teilzunehmen, beziehungsweise in dieses integriert zu werden.

Durch die Ausgrenzung von Individuen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nehmen diese „(…)die Rolle von Ersatzjuden ein(…)”

(Feuser in Müller 2018, S.73), so Georg Feuser im Interview in Müller 2018. Er hat 1971 die Martin-Buber-Schule mit aufgebaut, welche eine Schule für Individuen mit einer schwerwiegenden Beeinträchtigung war.

Er erklärte, dass die Kinder und Jugendlichen, die als entwicklungsgestört galten, auch als nicht lernfähig eingeordnet wurden. Sein Ziel war es „(…)diese Menschen aus der Anstalts- und psychiatrischen Verwahrung zu befreien und ihren Anspruch auf Erziehung und Bildung im bestehenden gegliederten Schulsystem durchzusetzen.” (Feuser in Müller 2018, S.78).

Aus diesem Grunde lässt sich sagen, dass trotz der anfänglichen Bedenken die unter anderem in der Politik bestanden, die Sonderschule doch einen sehr großen und wichtigen Fortschritt dargestellt hat.

RV06: Meint Inklusion wirklich alle?

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 9:01 pm on Samstag, Mai 18, 2019  Tagged

 1. Bennen Sie bitte die für Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung und

begründen Sie die Auswahl.

In der Vorlesung empfand ich das fünf Phasen Modell zum Begriff der Inklusion von Sander (2002) als sehr interessant und hilfreich fürs erweiterte Verständnis. In diesem Modell wird auf die verschiedenen Phasen eingegangen, welche zum Entwicklungsprozess der Inklusion beitragen. Hierbei geht es von der Exklusion, über die Separation/ Segregation, die Integration, die Inklusion als „optimierte und erweiterte Integration”, bis hin zur Überwindung des Begriffs „Inklusion”. 

Das Modell zeigt, wie man Inklusion zu verstehen hat und in welcher Phase sich eine Gesellschaft oder eine schulische Institution befindet.

Besonders interessant ist dieses Modell nach Sander (2002)  weil es uns zeigt, dass wir nicht, wie wahrscheinlich viele erwarten würden, den Begriff der Inklusion bereits überwunden haben. Dies liegt an der wohl immer noch andauernden Sonderbehandlung von bestimmten Gruppierungen, weswegen wir den Begriff Inklusion noch nicht überwinden konnten.

Ein weiterer interessanter Ansatz, der zu einem besseren Verständnis des Begriffes Inklusion beiträgt ist der von Hinz (2004) und Textor (2015). Sie verstehen Inklusion als eine „Gleichberechtigte, selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen” (UN-BRK, 2009) sowie sie auch „Bildung als Menschenrecht” (Deutsche UNESCO-Kommission, 2009) verstehen. 

Es wird hier zum Ausdruck gebracht, dass man um Inklusion erfolgreich bewerkstelligen zu können, alle Heterogenitätsaspekte berücksichtigen muss und zu dem ein Individuum nicht in eine bestimmte Gruppierung einordnen darf, aufgrund einer bestimmten Perspektive, welche von der Gesellschaft vorgegeben wird. Denn genau aus dem Grund, dass wir dies noch nicht umsetzen, wie auch die Reportage „Das Märchen von der Inklusion” (Das Erste, 2019) gezeigt hat, können wir auch die Fünfte Phase nach Sander (2002) noch nicht erreichen.

2. Betrachten Sie bitte Ihre bisherigen Erfahrungen an Schulen im Gemeinsamen Unterricht und reflektieren Sie kritisch folgende Fragen:

  1. Wie würden Sie ihre Erfahrungen im Hinblick auf die theoretischen Aspekte aus der Vorlesung einordnen? (z.B. Modelle von Behinderung, „inkludierende Exklusion“).

  

An meiner alten Schule war ich im letzten Gymnasialen Jahrgang. In meiner Klasse selbst hatten wir ein paar SuS bei denen, entsprechend ihrer Diagnosen, ein sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung bestand. Die Lehrer sind an sich neutral mit diesen SuS umgegangen und haben sie behandelt und bewertet wie jeden anderen SuS ohne Förderbedarf auch. Dies mag aber unter anderem auch daran liegen, dass es sich bei den SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf  um nicht so ausgeprägte Fälle handeln mag, wie man sich im ersten Moment vorstellt.

Dafür habe ich als ich Scout einer 5 Klasse an meiner Schule, welche nach der Abschaffung des Gymnasialen Zweiges zu einer Oberschule wurde, ganz andere Beobachtungen machen können. Hier gab es nämlich ebenfalls SuS mit sonderpädagogischen Förderbedarf jedoch in einem ganz anderen Ausmaß als in meiner Klasse. Bei diesen Kindern handelte es sich aber auch um die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung. Bei den Kindern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung konnte man beispielsweise beobachten wie sie während des Unterrichts, ohne irgendwelche Anzeichen, auf einmal Aggressionsausbrüche hatten und unter anderem ihren Stuhl durch die ganze Klasse geworfen haben. Diese Schüler wurden dann in sofern anders behandelt als, dass sie in einen Nebenraum geschickt wurden mit uns Scouts und wir sie dort erstmal beruhigen mussten bis sie wieder bereit waren in die Klasse zu gehen, um dort wieder mitzumachen. Des Weiteren wurden diese SuS aber auch einmal in der Woche für eine Stunde in eine spezielle Sprechstunde geschickt mit einer Sonderpädagogin, mit welcher wir Scouts auch durchgängig in Kontakt standen. Währen die SuS mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in ihrer Sprechstunde waren, waren die SuS mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Sprache zusammen bei einer Lehrerin, welche erweitertes Übungsmaterial, welches auf die Kinder abgestimmt war mitgebracht hatte. Die SuS ohne Förderbedarf waren während dessen mit der Klassenlehrerin im Klassenraum und haben eine Klassenstunde gemacht, wo sie anstehende Events besprochen haben. Die SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben die Informationen, die hier besprochen wurden, wie die SuS ohne Förderbedarf auch, nochmal als Handout bekommen und konnten die Klassenlehrerin nach ihrer Stunde auch nochmal Fragen diesbezüglich stellen, falls welche da waren. In sofern lässt sich also sagen, dass die SuS mit Förderbedarf nicht zu sehr Sonderbehandelt wurden, sondern meiner Meinung nach in einem guten Maß auf sie eingegangen wurde. Auch sonst lässt sich sagen, dass sie sich mit den anderen Kindern sehr gut verstanden haben, mit denen sie auch unter anderem die Pausen verbracht haben.

         

b. Welchen Meinungen zur Inklusion sind Ihnen im Praktikum / in Praxiserfahrungen an Schulen, insbesondere zu der Frage der Inklusion von SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Gymnasien, begegnet und welche Auffassung vertreten Sie selbst?

Da ich selber auf einem Gymnasium mit Inklusion war, sind die Meinungen, die ich bisher von anderen in Erfahrung gebracht habe nur positiv. Inklusion wurde als eine Bereicherung angesehen, da jeder etwas voneinander gelernt hat. Die SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben auch gezeigt, dass man es wohl auch mit Förderbedarf auf einem Gymnasium schaffen kann. Meine Lehrer/-innen waren von ihrem Konzept überzeugt, dass jeder mit Förderbedarf eine Chance verdient hat, es auf einer Regelschule wie beispielsweise einem Gymnasium, zu versuchen. Diesem Konzept sind sie schließlich auch treu geblieben als die Schule ihre Schulform änderte.

Aufgrund dessen bin auch ich der festen Überzeugung, dass Inklusion von SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Gymnasien eingeführt werden sollte. Man sollte den SuS nicht einfach die Chance verwehren ein Gymnasium zu besuchen, da sich das auch negativ auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt. Es ist schon schwer genug für sie aufgrund von einer Diagnose in eine Gruppierung eingeordnet zu werden und deswegen eventuell auch von anderen Sonderbehandelt zu werden. Sie mögen zwar vielleicht Förderbedarfe haben, dies heißt aber nicht dass sie nicht die nötigen Kompetenzen haben, um es an einem Gymnasium zu schaffen. Außerdem ist es auch eine Bereicherung für die anderen SuS, da sie so Verständnis und Akzeptanz lernen können. Dennoch finde ich sollte man berücksichtigen, dass man eventuell nicht jeden vollständig inkludieren kann. Man muss hier lernen zwischen den Zielen dieser verschiedenen SuS zu unterscheiden. Der Gymnasiale Zweig hat als Ziel das Abitur, aber um diesen Abschluss zu machen, bräuchte jemand der den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung hat, wie beispielsweise beim Down-Syndrom, eine beschwerliche Vorbereitung, die es zu bewerkstelligen gäbe. Da man an Gymnasien aber leider häufig nach einem Lernplan arbeitet gestaltet es sich, als äußerst schwierig hier individuellen Unterricht für solch ein SuS zu machen, da diese auch ganz andere Sachen lernen als beispielsweise ein SuS ohne Förderbedarf. Meine Sorge bei Kindern mit solch einem Schwerwiegenden Förderschwerpunkt wäre dass sie sich vielleicht anstatt inkludiert, ausgeschlossen fühlen da sie nicht mit dem Lernstoff mithalten können. Auch wenn sich das jetzt sehr negativ anhört, bin ich wie bereits gesagt dafür dass Inklusion an Gymnasien eingeführt werden sollte. Denn es gibt auch Kinder mit Förderbedarf die man mit gutem Gewissen an ein Gymnasium schicken kann, beispielsweise SuS mit einer Körperlichen Einschränkung. 

Wie bereits erwähnt muss man hier differenzieren zwischen den Schwächen und stärken der SuS. 

c. Was sind ihrer Meinung nach die größten Chancen und Herausforderung der schulischen Inklusion?

Zu den Chancen der schulischen Inklusion zählt meiner Meinung nach an erster Stelle, dass die SuS so Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen mit Förderbedarf entwickeln können. Sie werden dadurch Offener und sehen es als alltäglicher und normaler an, als andere SuS die diese Erfahrung vielleicht nicht gemacht haben. Diese Chance bringt aber auch eine Herausforderung mit sich. Bei Kindern ist dieser Prozess nicht so schlimm da sie noch am Lernen und entdecken sind. Sie sind noch nicht so von Vorurteilen geprägt wie beispielsweise Jugendliche. Jugendliche haben nämlich ihre Vorurteile, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben und können dementsprechend auch diskriminierend gegenüber diesen SuS mit Förderbedarf handeln, was natürlich ein Nachteil wäre. Eine weitere Chance wäre dass neben der Chancengleichheit, sich die SuS auch ergänzen und voneinander profitieren können, was auch zu einem besseren Verständnis und zu einer gefestigten Gemeinschaft führen kann. Es würde dazu führen dass sich die SuS mit Förderbedarf nicht benachteiligt fühlen, was sich auch positiv auf ihr Selbstwertgefühl auswirkt. 

Dennoch gibt es auch hier wieder eine Herausforderung, denn der Unterricht muss ja aufgrund der Umstände dann anders, unter Berücksichtigung der Förderschwerpunkte geplant werden, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Hierbei kann man dann Wiederum argumentieren dass wenn man den Unterricht anders plant als in sonstigen Unterrichtsstunden, dass man dann nicht mehr von Inklusion sprechen kann. Denn dann würde es sich um eine „Inkludierende Exklusion” handeln, da die Schüler so Sonderbehandelt werden würden. Man sieht also, dass es ein hin und her ist und dass viele Chancen auch eine Herausforderungen mit sich bringen.

3. Formulieren Sie eine Beobachtungaufgabe für zukünftige Praktika. Entweder zur schulischen Inklusion oder zur beruflichen Inklusion bzw. zum Übergang Schule-Beruf.

Kommt es in der Klassenstruktur aufgrund des Verhältnisses zwischen SuS und SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu Auffälligkeiten?

RV05:Mathematische Leistungsunterschiede – empirische Befunde und Konsequenzen für das mathematische Lernen

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 9:49 pm on Sonntag, Mai 12, 2019  Tagged

1.Sind Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern ein Grund zur Sorge? Welche Bedeutung kommt dem zweigliedrigen Schulsystem (Oberschule / Gymnasien) in Bremen diesbezüglich zu?

Grundlegende Unterschiede zwischen SuS sind normal, da jeder von ihnen sowohl unterschiedliche Vorkenntnisse, als auch andere Interessen mit sich bringt.

Das Fach Mathematik kommt bei vielen der SuS nicht sonderlich gut an. 

Dies stellt allerdings ein Problem dar, da Mathematik uns in den verschiedensten Lebensbereichen begleiten kann. Sei es beim Kochen, bei der Bank oder auch bei handwerklichen Tätigkeiten. Selbst in den meisten Berufen ist die Mathematik nicht wegzudenken. Bei vielen der Tätigkeiten reichen aber oft schon Grundkenntnisse vollkommen aus. Doch selbst das fällt ziemlich vielen SuS schwer, wie verschiedenste Studienergebnisse, wie in etwa die von der PISA Studie zeigen. 

Das Ziel des zweigliedrigen Schulsystems in Bremen sollte hierbei natürlich zum einen sein dieses Grundwissen zu vermitteln, mit der Rücksichtnahme auf die Leistungsheterogenität der verschiedenen SuS. Für das Grundwissen ist die Oberschule weitestgehend verantwortlich, während das Gymnasium sich auf das erweiterte Wissen fokussiert. 

Zum anderen aber sollten die Schulen auch versuchen insbesondere den Mathematik Unterricht interessanter zu gestalten, um solche schlechten Ergebnisse auf lange Sicht zu vermeiden.

2.Spielen im Mathematikunterricht, kann das angesichts von Leistungsunterschieden ein Ansatz sein? Beziehen und begründen Sie eine Position aus Lehrenden-Sicht, die auch Schülersichtweisen einbezieht.

Spielen im Mathematik Unterricht kann durchaus hilfreich sein, wenn es gut durchgeplant angegangen wird. 

Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass die SuS dadurch eventuell aufmerksamer und Aufnahmefähiger sind, dabei dann aber auch Spaß, am sonst so uninteressanten Mathematik Unterricht haben.

Die große Schwierigkeit liegt wohl darin die Aufgaben so zu planen, dass der Unterricht keine reine Spielstunde wird, denn die SuS sind ja da um was zu lernen. Das zu erreichen gestaltet sich schwer ist aber nicht unmöglich. Spiele können insofern bei Leistungsunterschieden eine Hilfe sein, da man ein Spiel zum Beispiel sowohl in Leistungsheterogenen als auch Leistungshomogenen Gruppen spielen lassen kann. So können die SuS auch voneinander lernen.

3.Spielen kann im Handeln „stecken bleiben“, das Denken kommt zu kurz.  Formulieren Sie zwei Fragen, welche Ihnen helfen können, mögliche Denkhandlungen von Lernenden zu beobachten.

Wenn man durch ein Spiel versucht den Einstieg in ein neues Thema zu gestalten, bietet sich nach dem ersten Anblick der Aufgabe die Frage an, wie denn die Vorgehensweise der SuS bei der Aufgabe aussieht und was sie dafür eventuell als Hilfsmittel benutzen müssen um auf die Lösung zu kommen. Durch diese Frage gewinnt man schonmal einen ersten Einblick in die Ideen, die die SuS zu diesem Thema haben.

Eine weitere Frage, die sich nach dem durchführen eines jeden Spieles anbietet, ist, wo die Schwierigkeiten der SuS beim Durchführen des Spiels lagen. So erkennt man wo die SuS eventuelle Schwierigkeiten haben und hat so die Möglichkeit an diesen im weiteren Verlauf der Unterrichtszeit zu arbeiten. 

4.Benennen Sie zweiunterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie als Lehrkraft ausgehend vom Spielen eine weitere kognitive Aktivierung von Lernenden anregen können.

Kreuzzahlenrätsel:

Dieses Spiel ist aufgebaut wie ein Kreuzworträtsel. Der Ablauf und auch der Aufbau sind hierbei derselbe, mit dem kleinen Unterschied das man nicht nach Begriffen, sondern nach Lösungen für beispielsweise eine Gleichung sucht. Diese Lösungen werden in das Raster eingetragen. 

Es wird in Kleingruppen gespielt, wobei hier mehrere Rätsel gleichzeitig bearbeitet werden. Die Rätsel werden nach dem Ablauf einer Gewissen Zeit an den nächsten SuS in der Gruppe weitergegeben. 

Gewinnen tut am Ende, wer als erstes fertig ist.

Häuschenrechnen:

Hier wird die Klasse in Gruppen geteilt. Der Lehrer stellt dann eine Aufgabe.

Jeder SuS aus jeder Gruppe muss die Aufgabe schriftlich rechnen, da der Lehrer im nächsten Schritt einen beliebigen SuS aussuchen darf, der antworten muss. 

Ist die Antwort korrekt, stellt der Lehrer die nächste Aufgabe. Wenn die Antwort aber falsch ist, wird das erste Element des Häuschens gezeichnet. 

Die Gruppe mit einem fertig gebauten oder dem am weitesten gebauten Haus verliert.

RV03: Empirische Forschung zu Heterogenität im naturwissenschaftlichen Unterricht: Felder und Maßnahmen

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 10:05 pm on Sonntag, April 28, 2019  Tagged

Aufgabe 1:

Zu der Lernheterogenität in einer Lerngruppe leisten laut der empirischen Forschung 4 Bereiche einen entscheidenden Beitrag. Wenn man diese Bereiche berücksichtigt, kann man so ein gutes zurechtkommen in verschiedenen Lerngruppen mit der Heterogenität gewährleisten. Zwei dieser vier Bereiche sind die Wissensbasis und die Affektion. Die Wissensbasis ist zu verstehen als die Vorkenntnisse und Überblicke zu einem Thema die jeder SuS mitbringt. Hierbei können diese Vorkenntnisse variieren, was dazu führt, dass rein praktisch betrachtet jeder SuS eine individuelle Einarbeitung in das gerade behandelte Thema braucht, um das erwartete Verständnis für ein Thema zu erlangen.

Die Affektion bezieht sich wiederum auf die verschiedenen Motivationen und Interessengebiete eines jeden SuS. Diese verschiedenen Interessen und Motivationsgründe der SuS führen dazu, dass jeder SuS bei einem Thema mehr oder weniger Lernlust empfindet als ein anderer. Deswegen müsste der/die Lehrer*in  versuchen den Unterricht für jeden SuS ansprechend zu gestalten, damit man jeden SuS auf eine andere Art und Weise erreichen kann um somit die Neugierde der SuS wecken kann. 

Aufgabe 2:

Die Unterrichtsmuster, die ich bisher an meinen Schulen in Erfahrung bringen durfte war eine Variation aus Frontalunterricht, sowie auch regelmäßiger Einzel- und Gruppenarbeit.

Der Frontalunterricht bestand bei uns überwiegend aus zuhören und die Inhalte visualisiert bekommen, wobei in der Einzelarbeit selbstgesteuertes Lernen angesagt war. Das selbstgesteuerte Lernen fand auch in der Gruppenarbeit statt nur, dass man hierbei im Austausch mit allen anderen war.

Am besten beschreiben lässt sich aber das Unterrichtsmuster, mit dem Begriff der direkten Instruktion. 

Das gesamte Konzept hat einem sehr geholfen die Thematiken zu erfassen. Doch am hilfreichsten fand ich hierbei die zum Schluss mit inbegriffene Gruppenarbeit, da man hier nochmal für sich selbst gemerkt hat was man verstanden hat und wo man noch seine Lücken hat. Dies hat mir sehr geholfen mich selbst zu reflektieren. Das Hilfreichste in der Gruppenarbeit fand ich, war aber der gegenseitige Austausch, wenn man sich gegenseitig helfen konnte und so dann das Thema eventuell noch ein bisschen besser verstanden hatte, als wenn der Lehrer es einem erklärt hatte, da SuS doch in den meisten Fällen ein besseres Verständnis füreinander haben.

Bei der Gruppenarbeit wurde bei uns sehr darauf geachtet, dass man Abwechslung in die Gruppeneinteilung bekommt, damit es hier nicht zu Ungerechtigkeiten kommt.

Die empirische Forschung besagt, dass leistungsschwache SuS hierbei eher von heterogenen und leistungsstarke eher von homogenen Gruppen profitieren. Es führt bei ihnen dazu, dass wenn sie in solch eingeteilten Gruppen sind, sie sich viel interessierter und motivierter zeigen. Jedoch muss man dazu sagen, dass man beim Lernen in heterogenen Gruppen die Möglichkeit hat sich gegenseitig zu helfen und so auch voneinander lernen kann, während in homogenen Gruppen das Lernen grundsätzlich auf gleichem Niveau bleibt. Eine ausgewogene Mischung dieser Gruppenarbeiten trägt dazu bei, dass das Interesse der SuS nicht stagniert, da man durch diese Kombination voneinander profitieren kann, da immer die Möglichkeit besteht sich einzubringen und so voneinander zu lernen.

Aufgabe 3:

Aufgabe: 

Beschreiben sie die ihnen vorliegende Bildquelle zu der Thematik “der dritte Stand” und setzen sie diese anschließend in einen historischen Kontext.

(Hier würde jetzt im Anschluss die Bildquelle eingefügt sein.)

Lernhilfe 1: Achten sie auf spezifische Bildelemente. Was ist ihr erster Eindruck von der Quelle? Was fällt ihnen besonders auf? Achten Sie hierbei auf Handlungen, Personen und auch die Umgebung.

Lernhilfe 2: Finden sie Hintergrundinformationen zu der Bildquelle heraus. Wer ist der Künstler/ Zeichner? Um was für eine Bildgattung handelt es sich und wann ist das Erscheinungsjahr?  Und was war in diesem Jahr anders/ auffällig?

Lernhilfe 3: Überlegen sie sich auf dem Hintergrundwissen aus Lernhilfe zwei, was der Künstler/ Zeichner mit diesem Bild beabsichtigen möchte? Und wer könnte der Adressat sein? 

Die erste Lernhilfe dient dazu, dass die SuS sich einen Überblick über die Bildquelle verschaffen, während die zweite auf diesem Hintergrund basiert und einen Anstoß geben soll auf welchem Hintergrund diese Quelle basiert. Die letztere soll dann dem SuS dazu verhelfen nun mithilfe des Wissens aus Lernhilfe zwei, sich insbesondere anhand des Erscheinungsjahres klarzumachen was in diesem Jahr für ein Konflikt herrschte und worum es also auch in dem Bild gehen könnte.

Ob diese Lernhilfen erfolgreich waren lässt sich erkennen, zum einen anhand der richtigen Antworten, welche die SuS geben werden, wenn diese Lernhilfen ihnen geholfen haben. Und zum anderen, gibt es die Möglichkeit sich eine Rückmeldung der SuS geben zu lassen, ob diese Lernhilfe ihnen geholfen haben oder nicht. So oder so bekommt man durch solche Aufgaben die Möglichkeit sich einen Klassenüberblick zu verschaffen, wer Hilfe braucht und vor allem wie viel Hilfe benötigt wird.

Aufgabe 4: 

“Es mag vielleicht stimmen, dass im Gymnasium mehr oder weniger die Leistungsschwachen überfordert sind und sie dadurch dann frustriert sind, dennoch sind Gymnasium und Gesamtschule nicht dasselbe. Am Gymnasium ist das Ziel die allgemeine Hochschulreife und da wird in den Klassen daraufhin gearbeitet, ohne hierbei diese Klassen in irgendeiner Form zu unterteilen. Bei der Gesamtschule sieht dies anders aus. Hier wird unterschieden zwischen integrierter und kooperativer Gesamtschule, was bedeutet, dass entweder einzelne Fächer nach Leistung in verschiedene Kurse unterteilt werden, oder dass man als SuS die Möglichkeit hat sich zwischen einem Haupt-, Real- oder Gymnasialzweig zu entscheiden. Hierbei werden allerdings auch vereinzelte Fächer zusammen unterrichtet. Während ihrer Schullaufbahn an einer Gesamtschule haben die SuS bis zur 10. Klasse Zeit sich zu überlegen, ob sie sich einer an die Gesamtschule anschließenden gymnasialen Oberstufe anschließen möchten und dort die allgemeine Hochschulreife erlangen möchten oder nicht. Die Leistungsschwachen sind hier also keineswegs überfordert, da sie die Möglichkeit haben sich dem Klassenzweig anzuschließen dem sie sich gewachsen fühlen und nicht gezwungen sind sich durch etwas durchzuquälen, wo sie wissen, dass sie das nicht schaffen können.”

RV02: (Welt-)Gesellschaftliche Veränderungen, Migration und die Reaktion von Schule – ein Blick auf Strukturen und Konzepte

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 6:00 pm on Sonntag, April 21, 2019  Tagged

In der heutigen Zeit bedeutet eine ´nationale Orientierung des Bildungssystems´ dass, jedes Land ein an ihre Nation angepasstes Bildungssystem besitzt. Die Gesellschaft geht derweil davon aus, dass im Idealfall, ein Kind das jeweilige Bildungssystem in einem Land ohne Unterbrechung durchläuft, bis es seinen erwünschten Abschluss absolviert hat. 

Hierbei spricht man von einer zeitlichen und räumlichen Kontinuität in diesem System.

In den Nationen gibt es den verschiedenen Altersklassen entsprechende Klassensysteme, wo es für jedes Alter eine bestimmte Klassenstufe gibt.

Häufig gibt es jedoch kleine Unterschiede zwischen diesen Schulsystemen.

Einer, der wohl größten Unterschiede zwischen dem deutschen Schulsystem und dem zum Beispiel aus England, den USA und noch anderen ist, dass es in diesen Ländern keine „Aufteilung” in Gymnasium, Real- oder Hauptschule im Anschluss an die Grundschule gibt. In diesen Ländern gilt, dass bei uns als Gesamtschule bekannte System. Auch ist es in diesen Ländern üblich, dass es schon ab der ersten Klasse Ganztagsschulen gibt, was in Deutschland nicht üblich ist.

Ein weiterer Unterschied ist das Alter bei der Einschulung, was hier häufig von Land zu Land zu variieren scheint, wobei es auch hier in manchen Ländern noch die Vorschule gibt, welche auf den Schuleintritt vorbereiten soll.

Im öffentlichen Diskurs über ´Migration als Herausforderung für die Schule´ oder so bezeichneten ´Schüler mit Migrationshintergrund´ wird im Speziellen,  über die verschiedenen Herausforderungen diskutiert, welche verursacht werden durch Sprachbarrieren. Diese sorgen nicht nur für Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler im Unterricht, sondern auch zwischen Lehrer und Eltern in Elterngesprächen.

Dadurch dass man hier nicht verständlich miteinander kommunizieren kann, fällt die Integration in die Gesellschaft schwerer, weswegen in der Politik diskutiert wird, wo es im System noch Entwicklungsbedarf gibt, um diesen Prozess zu erleichtern.

In der Vorlesung gab es neben mir schon bekannten Informationen auch viele, die mir neu waren. Insbesondere fand ich, sowie wahrscheinlich auch viele andere die Tatsache interessant, dass jede vierte Person in Deutschland einen Migrationshintergrund hat. Deswegen erscheint es mir, als angehende Lehrerin von höchster Bedeutung zu sein, sich mit diesem Thema auseinander zusetzen, da es wie in der Vorlesung auch übermittelt wurde, doch viel mehr ist als nur einem anderen Individuum eine neue Sprache beizubringen. Es muss noch viel Arbeit in verschiedenen Bereichen, auf verschiedenen Ebenen geleistet werden, bis die Integration eines Individuums in das Bildungssystem vollständig gewährleistet sein kann.

In dem Fallbeispiel von Betül ist deutlich zu erkennen, dass es immer noch Lehrer*innen gibt die ´Doing Culture´ betreiben. ´Doing Culture´ meint so viel, dass Individuen, aufgrund von bestimmten Vorstellungen von einer anderen Person, einer bestimmten Kultur zugeordnet werden.

In dem Fallbeispiel erkennt man dies deutlich da die Lehrerin, Betül versucht einem von ihr entwickelten Stereotypen über türkische Individuen zuzuordnen,  weil sie Türkin ist. Betül hat diese Erwartung, die die Lehrerin an sie richtet, jedoch nicht erfüllt, was die Lehrerin sehr verärgert hat da sie, diese eine spezielle Erwartung hatte aufgrund von Betüls Erscheinungsbildes und auch ihres Namens. Doch Betül sagt selbst, sie denkt und fühlt europäisch und zeigt kein Verständnis für die Vorurteile ihrer Lehrerin. Das Fallbeispiel zeigt dadurch deutlich, dass man in der heutigen Zeit viel mehr Möglichkeiten hat sich selbst zu entfalten. Man muss nicht nur, weil man bestimmte Wurzeln hat sich diesen anpassen, sondern kann selbst entscheiden, wem man sich zuerkennt oder wer man selbst sein möchte. 

Hallo Welt!

Filed under: Allgemein — Anna-Lena at 3:52 pm on Sonntag, April 7, 2019

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