{"id":6,"date":"2020-04-26T18:05:37","date_gmt":"2020-04-26T16:05:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bastiansblog1\/?p=6"},"modified":"2020-04-26T18:05:37","modified_gmt":"2020-04-26T16:05:37","slug":"schwierigkeiten-im-umgang-mit-heterogenitaet-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bastiansblog1\/2020\/04\/26\/schwierigkeiten-im-umgang-mit-heterogenitaet-aktuell\/","title":{"rendered":"Schwierigkeiten im Umgang mit Heterogenit\u00e4t aktuell"},"content":{"rendered":"<p>Zu beginn dieses Artikels m\u00f6chte ich die Frage thematisieren, warum Heterogenit\u00e4t im schulischen Kontext oft als Herausforderung wahrgenommen wird. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sagen, dass viele Lehrende einen sogenannten Ordnungswunsch von Gruppen haben, da die Ordnung von heterogenen Gruppen der Angst vor einer pers\u00f6nlichen \u00dcberforderung entgegenwirkt. Nat\u00fcrlich ist es schwieriger auf unterschiedliche Arten zu lehren, auf individuelle Leistungsunterschiede und\/oder Lernbed\u00fcrfnisse einzugehen und dennoch ist es der richtige Weg. Der Umgang auch im didaktischen Sinne mit Vielfalt ist wesentlich anspruchsvoller als der mit homogenen Lerngruppen und wird auch deshalb von vielen Lehrenden als Herausforderung wahrgenommen. Wichtig zu erw\u00e4hnen ist au\u00dferdem, dass Abweichungen von der &#8222;Norm&#8220; in einer homogenen Lerngruppe schnell als St\u00f6rfaktor oder Problem gesehen werden und eine vielf\u00e4ltige Gruppe nicht der &#8222;Norm&#8220; des Lehrenden entsprechen kann und damit schnell als Herausforderung gesehen wird. Wichtig zu erw\u00e4hnen ist au\u00dferdem, dass Heterogenit\u00e4t einen Konstruktionscharakter hat, damit ist gemeint, dass von den individuellen Vorstellungen, Erfahrungen und Ma\u00dfst\u00e4ben abh\u00e4ngt, ab wann etwas als heterogen wahrgenommen wird und wann etwas noch als homogen betrachtet wird . Geht man zum Beispiel von der zunehmenden Heterogenit\u00e4t an Schulen aus, geht dieser Aussage der Grundgedanke einer vorher vorhanden gewesenen Homogenit\u00e4t als &#8222;Norm&#8220; voraus. Schlussendlich beeinhaltet Heterogenit\u00e4t immer die Differenz zur Homogenit\u00e4t und dem was als &#8222;Norm&#8220; verstanden wird. \u00a0Viele Sch\u00fcler*innen haben unterschiedliche Grundvoraussetzung und Startbedingungen, worauf eingegangen werden muss, damit keine Ungerechtigkeit und Ungleichheit entsteht. Ein gutes Beispiel f\u00fcr eine aktuelle Ungleichheit der Bildungschancen sind die durch Corona hervorgerufenen Einschr\u00e4nkungen und Lernvoraussetzungen, denn nicht jedes Kind hat einen Computer Zuhause, geschweige denn Internet. Ein weiteres Problem haben Kinder, welche Hilfestellungen ben\u00f6tigen w\u00fcrden, diese aber aufgrund von verschiedenen Umst\u00e4nden von ihren Eltern Zuhause nicht bekommen k\u00f6nnen und somit noch weiter hinter Kindern mit besserer Situierung zur\u00fcckfallen. Ob an dieser Stelle eine positive Diskriminierung der fortgeschritteneren Sch\u00fclern ein guter und umsetzbarerer L\u00f6sungsweg ist, ist die Frage. Meiner Ansicht nach ist eine besondere F\u00f6rderung von den Kindern die durch die Corona-Kreise eine besondere schwere Lernsituation haben ein guter weg, wobei ich Zweifel habe ob so eine positive Diskriminierung praktisch wie auch politisch umsetzbar ist. Helfen w\u00fcrde eine solche positive Diskriminierung, in beschr\u00e4nktem Rahmen auf jedenfall eine Chancengleichheit herzustellen, in solchen schwierigen Zeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu beginn dieses Artikels m\u00f6chte ich die Frage thematisieren, warum Heterogenit\u00e4t im schulischen Kontext oft als Herausforderung wahrgenommen wird. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sagen, dass viele Lehrende einen sogenannten Ordnungswunsch von Gruppen haben, da die Ordnung von heterogenen Gruppen der Angst vor einer pers\u00f6nlichen \u00dcberforderung entgegenwirkt. 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