{"id":36,"date":"2019-07-28T22:57:43","date_gmt":"2019-07-28T20:57:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ayshan\/?p=36"},"modified":"2019-07-28T22:57:43","modified_gmt":"2019-07-28T20:57:43","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ayshan\/2019\/07\/28\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p>28. Juli 2019<\/p>\n<ol>\n<li>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden F\u00e4cher beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/li>\n<li>Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen, schulstrukturelle Fragen, schulkulturelle Aspekte), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen in Ihrer Wahrnehmung aus eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Praktika, Berichte aus der Praxis) den Schulalltag besonders stark und warum? An welcher Stelle k\u00f6nnten Sie einzelne der unter 1 genannten Erkenntnisse zur Erkl\u00e4rung heranziehen?<\/li>\n<li>Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema BAUMHET. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Antwort:<\/p>\n<ol>\n<li>F\u00fcr mich haben die Inhalte der BAUMHET-Ringvorlesung zur Erkenntniserweiterung, zur pers\u00f6nlichen Reflexion und auch zu Momenten des Erstaunens gef\u00fchrt. Die zentralen Aspekte, besonders in Bezug zu meiner pers\u00f6nlichen Entwicklung in meinen F\u00e4chern (Mathematik, Englisch), sollen im Folgenden dargestellt werden. Ich m\u00f6chte hierbei zum Beginn der Veranstaltung zur\u00fcckgreifen und thematisieren, dass im Zusammenhang mit Heterogenit\u00e4t, ob migrationsbedingt, leistungsbezogen oder anders begr\u00fcndet, oft von Problemen gesprochen wird. Besonders bedeutsam waren f\u00fcr mich Begriffe, wie die Chancengleichheit und darauf aufbauend auch die Gleichheit und Gerechtigkeit in Vorlesung 1. Nicht jeder SuS bringt gleiche Voraussetzungen mit, ob diese Voraussetzungen Leistungsunterschiede oder k\u00f6rperliche Beeintr\u00e4chtigungen sind, spielt dabei keine Rolle. Lehrkr\u00e4fte m\u00fcssen f\u00fcr jeden SuS eine Chancengerechtigkeit\u0093 schaffen. Trotzdem ist zu betonen, dass gleicherma\u00dfen Herausforderungen \u0096 nicht nur zwischen den SuS, aber auch besonders seitens der LuL durch Heterogenit\u00e4t bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen. Ausdifferenzierte Unterrichtskonzepte, sensibilisierter Zugang zu den SuS sowie das Durchbrechen der Mauern traditioneller Vorstellungen und Anforderungen sind als Aspekte zu verstehen, die den Arbeitsaufwand intensivieren und oftmals pers\u00f6nliche mit professionellen Perspektiven mischen.<br \/>\nEin zentraler Aspekt, die ich aus der Vorlesung von Prof. Dr. Andrea Daase mitgenommen habe ist, dass der Begriff Mehrsprachigkeit unterschiedlichen Definitionen unterliegt. Anhand der Befragung der Studierenden w\u00e4hrend der Vorlesung, sind viele von der Definition ausgegangen, dass Mehrsprachigkeit bedeutet, zwei Sprachen perfekt flie\u00dfend zu sprechen. Diese Definition von Mehrsprachigkeit ist jedoch veraltet. Uns Studierenden wurden weitere Definitionen von dem Begriff vorgeschlagen und anhand dieser haben sich teilweise mehr Studierende gemeldet, da sie sich selber mit der Definition identifizieren konnten. Besonders die Ausmalbilder zur Identit\u00e4tsfindung der Sprache in den jeweiligen K\u00f6rperregionen haben mich sehr angesprochen. Da ich sp\u00e4ter Deutsch unterrichten werde, k\u00f6nnte ich mir sehr gut vorstellen diese Methode, um versteckte Sprachen von Kindern und Jugendlichen zum Vorschein zu bringen, zu \u00fcbernehmen und als einen geeigneten Einstieg ins neue Schuljahr zu nutzen. Ein weiterer zentraler Aspekt bezieht sich auf Begriffe, jedoch nicht auf die Definitionen oder eine Erkl\u00e4rung dieser Begriffe, sondern die Auseinandersetzung mit der unterschiedlichen Behaftung und unterschiedlichen Definitionen von Begriffen. Prof. Dr. Andreas Klee beleuchtete dieses Ph\u00e4nomen der unterschiedlichen Bedeutung eines Begriffes oder Konzeptes f\u00fcr unterschiedliche Personen mit dem Beispiel \u0084Demokratie\u0093, ein Wort mit vielen unterschiedlichen Konnotationen. Auf eine andere Weise, jedoch mit demselben Effekt auf mich pers\u00f6nlich, behandelte Dr. Eileen Schwarzberg das Konzept zwischen \u0084behindert sein\u0093 und \u0084behindert werden\u0093. Beide Vortr\u00e4ge gaben mir ein Bewusstsein f\u00fcr die Unterschiedliche Behaftung bestimmter Begriffe und das unterschiedliche Nutzen dieser Begriffe.<br \/>\nNoch ein weiterer zentraler Aspekt war f\u00fcr mich die innere und \u00e4u\u00dfere Differenzierung bezogen auf den Umgang mit Leistungsheterogenit\u00e4t von Christoph Kulgemeyer. Die innere Differenzierung meint eine Lernumgebung, die auf die jeweiligen Leistungsniveaus angepasst wird. Dies geschieht zum Beispiel durch Zusatzaufgaben, gestufte Lernhilfen oder h\u00f6here Unterst\u00fctzung durch Lehrkr\u00e4fte. Die \u00e4u\u00dfere Differenzierung beschreibt Zusatzangebote oder ein mehrgliedriges Schulsystem durch Niveaukurse. Eine Ma\u00dfnahme ist die konstant positive Einstellung gegen\u00fcber Fehlern, die besonders Disziplin erfordert: es sollte bei Fehlern im Unterricht nicht resigniert werden, vielmehr sollte ich als angehender Lehrender die leistungsbezogene Heterogenit\u00e4t, die im Englischunterricht vorliegen kann, als Ressource f\u00fcr den Lernerfolg aller SuS sehen, da der Fremdsprachenunterricht nicht ohne die L\u00f6sung von und das Diskutieren \u00fcber Fehler auskommt. Die Ringvorlesung hat au\u00dferdem dazu beigetragen, die vielen Formen und der spezifische Umgang mit Dimensionen von Heterogenit\u00e4t zu erkennen und den Grundstein f\u00fcr eine tiefergehende Professionalisierung in diesem Bereich gelegt. Im Ganzen kann ich also einen Fortschritt bez\u00fcglich meiner pers\u00f6nlichen Einstellung gegen\u00fcber der Mehrdimensionalit\u00e4t von Heterogenit\u00e4t sowie gegen\u00fcber den fachspezifischen Charakteristika beobachten.<\/li>\n<li>Da das Thema Inklusion an fast jeder Schule vertreten ist, wird es auch auf mich zukommen. Daher ist es unbedingt notwendig sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Zudem finde ich es wichtig sich die notwendigen Kompetenzen und das ben\u00f6tigte Fachwissen anzueignen, damit man in Stresssituationen versucht so gut es geht zu handeln. Zudem habe ich Erfahrung mit dem Thema Lernen in heterogenen Gruppen gemacht. In meiner Schullaufbahn wurden die leistungsschw\u00e4cheren SuS neben den leistungsst\u00e4rkeren SuS gesetzt. Dies hatte zur Folge, dass man die leistungsschw\u00e4cheren SuS mitgezogen hat und sie Hilfe von den leistungsst\u00e4rkeren SuS bekamen. Somit kann ich best\u00e4tigen, dass es f\u00fcr die Gesamtleistung der Klasse besser ist, wenn man in heterogenen Lerngruppen arbeitet. Des Weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn SuS in homogenen Lerngruppen arbeiten, die leistungsschw\u00e4cheren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler schnell unmotiviert sind und vom Thema abkommen. Zudem wird, falls die Fragestellung nicht verstanden wird, schnell \u00fcber ein anderes Thema geredet und die eigentliche Aufgabe ignoriert. Bei den leistungsst\u00e4rkeren SuS habe ich hingegen erlebt, dass sie schnell mit der Aufgabe fertig sind und dann ebenfalls \u00fcber ein anderes Thema sprechen. Ich denke, dass die Faktoren Lehrweise (z.B. Frontalunterricht), Leistungsunterschiede, Migration, Integration und Inklusion jene Faktoren sind, die sich innerhalb meiner Erfahrungen am st\u00e4rksten hervorgetan haben. Zu meiner eigenen Schulzeit, war der Umgang mit Heterogenit\u00e4t eher beschr\u00e4nkt, da sich meine Lehrer\/-innen nicht derart umfassend mit dem Thema befasst hatten, wie sie im Nachhinein selbst zugaben. Somit wurde Diversit\u00e4t nicht als normal, aber vielmehr als etwas Best\u00e4ndiges gesehen, dass sich eben in den regul\u00e4ren Unterrichtsplan der Lehrkr\u00e4fte etablieren musste. Die Unterrichtsform, die ich w\u00e4hrend meiner Schulzeit gr\u00f6\u00dftenteils kennengelernt hatte, war daher der Frontalunterricht, bei dem wenig bis kaum R\u00fccksicht auf uns damalige Sch\u00fclerInnen genommen wurde.<\/li>\n<li>Ich m\u00f6chte gerne mehr dar\u00fcber erfahren, wie genau man mit Leistungsunterschieden der SuS umgeht. Das nicht jeder auf dem gleichen Lernniveau ist, ist nachvollziehbar und in jeder Klasse so. Jedoch m\u00f6chte ich gerne wissen, wie man leistungsschw\u00e4chere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler fair behandelt und wie man ihnen trotzdem eine gute Chance gibt, gute Noten zu erlangen und motiviert zu bleiben. Zudem m\u00f6chte ich gerne wissen wie man damit umgeht wenn man mitbekommt, dass es SuS in der Klasse nicht gut geht. In meiner Schulzeit wurde das Thema Mobbing kaum behandelt, obwohl es r\u00fcckblickend betrachtet einige F\u00e4lle in meiner Schullaufbahn gab, wo man schon von Mobbing sprechen kann. Jedoch haben meine LehrerInnen nicht viel \u00fcber das Thema in der Klasse gesprochen, sondern mehr ignoriert. Ich sch\u00e4tze, dass viele Lehrkr\u00e4fte von mir auch \u00fcberfordert waren. Mobbing ist ein aktuelles Thema und leider gibt es davon noch viel zu viel an den Schulen. Auch von anderen F\u00e4llen h\u00f6re ich, dass viele Lehrer nicht gehandelt haben. Daher m\u00f6chte ich gerne mehr dar\u00fcber erfahren, wie ich in Zukunft handeln soll, wenn ich mal mit diesem Thema konfrontiert werde. Ich m\u00f6chte wissen, wie ich am besten den SuS helfen kann und wie ich Mobbing auch pr\u00e4ventiv verhindern kann. Zudem m\u00f6chte ich wissen, wie man am besten f\u00fcr Aufkl\u00e4rung sorgt und die SuS mit diesem Thema erreichen kann. Des Weiteren interessiere ich mich daf\u00fcr, wie man damit umgeht wenn man mitbekommt, dass SuS im Elternhaus misshandelt oder vernachl\u00e4ssigt werden. Auch hier w\u00fcrde ich gerne bessere Kenntnisse erhalten, da so etwas auch nicht selten vorkommt.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28. Juli 2019 Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. 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