{"id":30,"date":"2019-05-19T15:53:43","date_gmt":"2019-05-19T13:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ayshan\/?p=30"},"modified":"2019-05-19T15:53:43","modified_gmt":"2019-05-19T13:53:43","slug":"meint-inklusion-wirklich-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ayshan\/2019\/05\/19\/meint-inklusion-wirklich-alle\/","title":{"rendered":"Meint Inklusion wirklich alle?!"},"content":{"rendered":"<p>19. Mai 2019<\/p>\n<ol>\n<li>Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung und begr\u00fcnden Sie die Auswahl.<\/li>\n<li>Betrachten Sie bitte Ihre bisherigen Erfahrungen an Schulen im Gemeinsamen Unterricht und reflektieren Sie kritisch folgende Fragen:<br \/>\na. Wie w\u00fcrden Sie ihre Erfahrungen im Hinblick auf die theoretischen Aspekte aus der Vorlesung einordnen? (z.B. Modelle von Behinderung, \u201einkludierende Exklusion\u201c).<br \/>\nb. Welchen Meinungen zur Inklusion sind Ihnen im Praktikum \/ in Praxiserfahrungen an Schulen, insbesondere zu der Frage der Inklusion von SuS mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf an Gymnasien, begegnet und welche Auffassung vertreten Sie selbst?<br \/>\nc. Was sind ihrer Meinung nach die gr\u00f6\u00dften Chancen und Herausforderung der schulischen Inklusion?<\/li>\n<li>Formulieren Sie eine Beobachtungaufgabe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Praktika. Entweder zur schulischen Inklusion oder zur beruflichen Inklusion bzw. zum \u00dcbergang Schule-Beruf.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Antwort:<\/p>\n<p>1. In der Vorlesung wurden die Abstufungen der Teilhabe deutlich: Zum Einen gibt es die Exklusion. Hierbei werden Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung vom Unterricht der gesunden Sch\u00fcler ausgeschlossen. Bei der \u201eSeparation\u201c bzw. \u201eSegregation\u201c werden die beeintr\u00e4chtigten Kinder in getrennten Bereichen unterrichtet. Bei der \u201eIntegration\u201c bekommen diese Sch\u00fcler sonderp\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung in Regelschulen. Die \u201eInklusion\u201c sieht vor, dass Kinder mit Beeintr\u00e4chtigung wie alle anderen Kinder Regelschulen besuchen. Im n\u00e4chsten Schritt soll die Inklusion \u00fcberwunden werden. Folglich soll ein Grundverst\u00e4ndnis entstehen, dass Beeintr\u00e4chtigte von Anfang an Teil der Gruppe sind und nicht erst eingegliedert werden m\u00fcssen. Ich fand dieses Modell besonders wichtig, dass es die verschiedenen Formen der Teilhabe darstellt, die mir z.B. nur zum Teil bewusst waren.<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>a. Leider habe ich pers\u00f6nlich bis jetzt noch nicht so viele Erfahrungen mit dem Thema Inklusion gemacht. Umso interessanter war die Vorlesung f\u00fcr mich, besonders mit dem Einblick, dass in Bremen das Thema so einen gro\u00dfen Stellenwert hat. Aus meinen Erfahrungen heraus habe ich die Fragestellung der Vorlesung, welcher F\u00f6rderbedarf am h\u00e4ufigsten diagnostiziert wird, richtig beantworten k\u00f6nnen. Die tats\u00e4chliche Aufteilung hat mich dann jedoch trotzdem verwundert. Es gibt in diesem Bereich noch viel zu lernen, nicht nur f\u00fcr uns zuk\u00fcnftige Lehrkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>b. Da ich mein erstes Praktikum an einer Schule tats\u00e4chlich erst dieses Jahr haben werde, habe ich in der Hinsicht noch keine Erfahrung. Auch w\u00e4hrend meiner Schulzeit bin ich eigentlich keinen Meinungen zu diesem Thema begegnet, da ich zu jung war und ich in meinem restlichen Schulverlauf keine weiteren Begegnungen mit dieser Thematik hatte und es dementsprechend auch nie wirklich zur Sprache kam. Jedoch denke ich, dass eine Inklusion, auch an Gymnasien stattfinden sollte. Dies f\u00f6rdert das Verst\u00e4ndnis der Sch\u00fcler f\u00fcr diese Thematik und wirkt dem \u201cBehindert werden\u201c entgegen. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass kein Sch\u00fcler sich vernachl\u00e4ssigt oder nicht genug gefordert f\u00fchlt, weshalb es zu einer enormen Herausforderung f\u00fcr Lehrer und Hilfskr\u00e4ften kommen kann.<\/p>\n<p>c. Die gr\u00f6\u00dften Chancen der Inklusion sehe ich im Lernen des sozialen Umgangs mit SuS mit F\u00f6rderbedarf. Die Kinder und Jugendlichen k\u00f6nnen mit dem Thema f\u00fcr die Zukunft bereits vertraut gemacht werden, sodass ein selbstverst\u00e4ndlicher Umgang miteinander im sp\u00e4teren Leben gegeben ist. Durch gegenseitige Unterst\u00fctzung kann die Heterogenit\u00e4t der Klassengemeinschaft gef\u00f6rdert werden. Allerdings gibt es jedoch auch Herausforderungen, die bedacht werden m\u00fcssen. F\u00fcr die SuS mit F\u00f6rderbedarf ist der Umgang mit anderen Sch\u00fclern und umgekehrt von gro\u00dfer Bedeutung. Eine gegenseitige Akzeptanz, aber auch Gleichberechtigung sind entscheidend, um eine erfolgreiche Inklusion in die soziale Gesellschaft gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Allerdings spielen die Lehrkr\u00e4fte eine entscheidende und unterst\u00fctzende Rolle. Die Frage ist nur, ob diese sich mit der Inklusion von SuS mit F\u00f6rderbedarf \u00fcberlastet f\u00fchlen, nicht gegen den erh\u00f6hten Zeitaufwand ankommen und vielleicht sogar aufgrund von fehlendem Wissen die Augen vor dieser Thematik verschlie\u00dfen. Des Weiteren k\u00f6nnte der Mangel an Sonderp\u00e4dagogen eine gro\u00dfe Herausforderung in der Zukunft sein.<\/p>\n<p>3. Als eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Praktika zum Thema der schulischen Inklusion w\u00fcrde ich folgendes vorschlagen:<br \/>\nInwiefern werden die SuS mit p\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf in den Unterricht eingebunden?<br \/>\nWerden sie im Unterricht ausreichend unterst\u00fctzt, ohne jedoch eine Explizite Sonderbehandlung zu erhalten?<br \/>\nWird die Struktur des Unterrichts und die Stellung von Arbeitsaufgaben an Sie angepasst?<br \/>\nWie wird der F\u00f6rderbedarf von Lehrkr\u00e4ften und Mitsch\u00fcler*innen und ihnen selbst in Unterrichtssituationen thematisiert? Implizit? Explizit?<br \/>\nWie interagieren die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler miteinander im inklusiven Schulunterricht?<br \/>\nWie wirkt sich eine ver\u00e4nderte Sitzordnung auf das Klassengef\u00fcge und das Lernumfeld aus?<br \/>\nWelche Ausbildungs- und Berufsm\u00f6glichkeiten haben Kinder mit Sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf ?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. Mai 2019 Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung und begr\u00fcnden Sie die Auswahl. Betrachten Sie bitte Ihre bisherigen Erfahrungen an Schulen im Gemeinsamen Unterricht und reflektieren Sie kritisch folgende Fragen: a. Wie w\u00fcrden Sie ihre Erfahrungen im Hinblick auf die theoretischen Aspekte aus der Vorlesung einordnen? (z.B. 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