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Prüfung elektrischer Geräte

An der Universität Bremen muss jedes Gerät, welches einen Stecker besitzt, regelmäßig auf seine elektrische Sicherheit getestet werden. Die Regelmäßigkeit der Prüfung ist für die verschiedenen Gerätearten festgelegt und im Technikerwiki der Universität Bremen einsehbar. Ein feststehendes Gerät, wie ein Rechner, muss alle 48 Monate und ein bewegliches, wie ein Beamer, muss alle 6 Monate überprüft werden. Dieser Test muss von einer elektronisch unterwiesen Person durchgeführt werden. Zum Testen wird der Gerätetester „Fluke 6500“ der Marke „Fluke“ benutzt. Dieser Gerätetester kann alle sicherheitsrelevanten elektrischen Funktionen (Isolationswiderstand, Erdungswiderstand, …) überprüfen. Bei uns im Fachbereich 03 ist dieser Prozess mit viel händischer Arbeit verbunden. Es gibt keine gut strukturierte Liste, auf der alle Geräte eingetragen sind. Der Eintrag und das Testszenario für das zu testendes Gerät muss also mühsam aus einem DIN-A3-Ordner herausgesucht werden. Ein weiteres Problem ist, dass es keinerlei Übersichten gibt, wann der Beamer „XY“ wieder getestet werden muss.

Erik Petri und ich haben zusammen die Aufgabe bekommen, den Ablauf der Geräteprüfung im Fachbereich 03 zu vereinfachen und zum Teil zu automatisieren. Um dies realisieren zu können, wurde eine Apparatur entwickelt, die mit dem Fluke-Gerätetester kommuniziert. Diese Apparatur besteht aus einem Gehäuse, Touchscreen, Raspberry Pi, einer seriellen Schnittstelle, einem Barcodescanner und einer Stromversorgung. Diese Apparatur wird im weiteren Verlauf als „Kommunikator“ bezeichnet. Für den Raspberry Pi haben wir eine grafische Oberfläche in der Programmiersprache „Python“ geschrieben. Diese kann über die serielle Schnittstelle mit dem Fluke-Gerätetester kommunizieren. Zusätzlich zu dem Kommunikator haben wir auch noch eine MySQL-Datenbank erstellt, in der alle Testergebnisse und Geräteinformationen gespeichert werden. Auf jedes zu testenden Gerät wird ein Barcode geklebt, welcher mit dem Barcodescanner eingelesen werden kann. Dadurch werden alle Geräteinformationen aus der Datenbank geladen und können an den Gerätetester übertragen werden. Nachdem der Test mit dem Gerätetester abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse über die serielle Schnittstelle an den Kommunikator übertragen. Der Kommunikator wertet die Testergebnisse aus und speichert sie anschließend in der Datenbank. Gleichzeitig wird der Termin der nächsten Überprüfung errechnet und eingetragen. Um zu erfahren, welches Gerät in der nächsten Zeit getestet werden muss, gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann in der grafischen Benutzeroberfläche selbstständig nachgucken oder man wartet auf die E-Mail-Erinnerung, welche einmal pro Woche auflistet, welche Geräte innerhalb des nächsten Monats geprüft werden müssen. Die Erinnerungsmails werden, personalisiert um den Aufwand für die elektrisch unterwiesen Personen zu minimieren.
~von Lukas Barning

Für das oben, von Lukas Barning beschriebene Projekt wurde ein eigenes Gehäuse entworfen. Das Gehäuse wurde mit dem Programm Solid Edge ST10 von Siemens erstellt. Solid Edge ist ein Programm mit dem man komplexe 3D-Elemente zeichnen kann. Gedruckt wurde das Gehäuse aus dem Material ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) mit dem hauseigenen 3D-Drucker des FB-03. Das ABS-Material ist sehr witterungsbeständig und robust. Das macht es zu einem sehr guten Material für viele Projekte. Bei dem Design des Gehäuses gab es einige Gesichtspunkte zu beachten: Die Lüftungsschlitze, welche sich an der linken Seite des Gehäuses befinden, dienen dazu, dass die Komponenten im Gehäuse nicht zu warm werden bzw. ein Luftaustausch möglich ist. Wegen der Lüftungsschlitze bietet das Gehäuse aber keinen Schutz vor Feuchtigkeit oder Wasser. Das ist aber in diesem Fall nicht von Bedeutung, da das Gerät nur in Gebäuden Verwendung findet. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Abrunden der von außen zugänglichen Kanten. Damit wird das Verletzungsrisiko gesenkt. Die kleinen Erhebungen auf dem Boden des Gehäuses, sind dafür da, dass die technischen Komponenten nicht den Boden berühren. Durch die Aussparungen auf der Rückseite sind die Anschlüsse der Komponenten direkt von außen zu erreichen.

Auf dem Bild 1 ist das Gehäuse zu sehen:

Bild des Gehäuses von dem Kommunikator

Bild 1: Gehäuse des Kommunikators

Das Display wird schräg in das Gehäuse eingebaut, damit man es ohne Mühe ablesen kann, wenn das Gerät auf einem Tisch steht. Um den richtigen Winkel herauszubekommen und somit noch das richtige Seitenverhältnis des Displays beizubehalten, wurde der Satz des Pythagoras angewendet.
~von Nico Timke

 

Deutsch – polnischer Austausch

Vom 19.09.2016 – 07.10.2016 habe ich an einem Schüler-Austausch teilgenommen. Dieser führte eine kleine Gruppe, bestehend aus vier Schülern der SZUT in Bremen, in die kleine Stadt Koszalin in Polen. Koszalin liegt in der Nähe der Ostsee und ist mit 108.000 Einwohnern eine  kleine Großstadt. Von Bremen aus sind wir mit dem Bus nach Hamburg gefahren, um dort den nächsten Bus nach Stettin zu nehmen. Stettin liegt kurz hinter der deutsch-polnischen Grenze. Von dort aus waren es noch ca. 2 Stunden bis nach Koszalin.

Bei dem Austausch ging es um ein dreiwöchiges Praktikum mit dem Schwerpunkt ‚IT‘. Das Praktikum fand im „Politechnika Koszalińska“ statt. Dabei handelt es sich um eine Technische Universität. In der TU hatten wir unser eigenes Büro in welchem wir mit unserem Betreuer Linux-Systeme eingerichtet und verwaltet haben. Wir haben Webserver erstellt und haben uns mit Virtualisierung beschäftigt.

Die ersten zwei Nächte wurden wir in einem Internat untergebracht. Das Internat ist hauptsächlich eine Übernachtungsmöglichkeit für Schüler die aus der Umgebung kommen und dort die Woche über bleiben und am Wochenende wieder nach Hause fahren. Am ersten Tag wurden wir durch die Uni geführt und anschließend haben wir mit den Verantwortlichen des Austausches einen Tagesausflug an die Ostsee gemacht.

Am nächsten Tag konnten wir in ein Studentenwohnheim wechseln, welches näher an der Universität war. Im Studentenwohnheim hatten wir eine eigene Küche und konnten uns selbst verpflegen.

Wir hatten die Möglichkeit an zwei Terminen unsere Partnerschule zu besuchen und am Unterricht teilzunehmen. Im ersten Fach Betriebssysteme mussten die Schüler jeweils eine Präsentation über ein Betriebssystem vorbereiten. Im Fach Deutsch haben wir uns die Lied „10 kleine Jägermeister“, von den Toten Hosen angehört und haben dazu Aufgaben gelöst. Die polnischen Schüler mussten anschließend einen Lückentext ausfüllen. Anschließend hatten wir das Unterrichtsfach Netzwerktechnik dort haben wir mit den Schülern einen CISCO-Router konfiguriert. Danach gab es eine Frage/Antwort-Runde mit anderen Schülern.

In unserer Freizeit haben wir Karten gespielt, Koszalin erkundet, das große Einkaufszentrum besucht, waren Sonntags auf einem großen Trödelmarkt und haben die ausgezeichnete polnische Küche genossen.