Autor: Niklas Heusmann

Abschlussprüfung als Fachinformatiker für Systemintegration

Nach drei Jahren Ausbildung war Anfang des Sommers endlich die Prüfungsphase gekommen. Meine Prüfung setzte sich aus den drei schriftlichen Teilen GA1 (fachspezifischer Teil), GA2 (allgemeiner Teil) und WiSo (Wirtschaft & Sozialkunde) sowie der praktischen Prüfung zusammen.

In meiner schriftlichen Prüfung ging es im wesentlichen um die Themen, die ich in meiner Ausbildung erlernt habe. Die Fragen kamen aus den Bereichen Netzwerk, Programmierung, Datenbanken und weiteren Bereichen, deckten einen großen Teil des gelernten Stoffes ab und waren meiner Meinung nach fair gestellt und beherrschbar. Auch mit der Zeit kam ich sehr gut hin.

Im praktischen Teil meiner Abschlussprüfung habe ich mich mit der Bereitstellung einer Softwareverteilung beschäftigt. Dieser Prüfungsteil bestand wiederum aus drei Abschnitten: zum einen der Bearbeitung des Themas und der Erstellung der Dokumentation, der anschließenden Präsentation vor dem Prüfungsausschuss und dem abschließenden Fachgespräch.

Ziel meines Projektes war die Bereitstellung einer Lösung zur Softwareverteilung, über die die automatische Erstinstallation der  Rechner in mehreren Laborräumen erfolgt (Betriebssystem, samt der benötigten Software). Zum anderen sollte hierüber die  Wartung und Konfiguration der Systeme, die Installation von Programmen oder auch die Neuinstallation von Rechnern möglich sein.

In meiner Dokumentation bin ich zunächst in der Ist-Analyse auf den alten und im Soll-Konzept auf den angestrebten Zustand eingegangen. Nach den Anforderungen und dem Zeitplan kam ich endlich zur Projektdurchführung. Dort ging es zunächst um die Produktauswahl, bei der ich mich in einem Softwarevergleich für OPSI (Opensource Client Management System zur Verwaltung von Windows- und Linux-Clients) entschied. Im Anschluss betrachtete ich noch kurz die wirtschaftlichen Aspekte meiner Lösung. Im größten Teil meiner Dokumentation ging ich dann auf die Installation und Konfiguration der einzelnen Komponenten meiner Lösung ein. Zum Abschluss kam dann noch der Soll-Ist-Vergleich und das Fazit.

 

 

Für die Präsentation vor dem Prüfungsausschuss fasste ich meine Arbeit noch einmal zusammen und bereitete sie in Powerpoint auf. Hierbei konzentrierte ich mich auf die für mich wesentlichen Teile des Projektes. Im abschließenden Fachgespräch ging es zunächst um meine Arbeit und dann um Themen, wie Netzwerk, Backup, Redundanz und einigem mehr.

Meine Ergebnisse bekam ich dann einige Tage später per Post. Insgesamt konnte ich meine Ausbildung mit der Note „Gut“ abschließen, womit ich ganz zufrieden bin.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir meine Ausbildung sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hatte im BIBA einen tollen Betrieb mit vielen engagierten und netten Mitarbeitern gefunden. Mir wurde nicht nur die Möglichkeiten einer klassischen Informatiker-Ausbildung geboten sondern gleichzeitig hatte ich die Möglichkeit immer wieder mal einen Blick in spannende Projekte der Forschung zu werfen und meine eigenen Ideen mit einzubringen. Nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung freue ich mich daher besonders, weiterhin im BIBA zu arbeiten.

 

C-MIX

Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich das Projekt namens C-MIX bearbeitet. Für mich selbst war das eins der bislang spannendsten Projekte, die ich im BIBA durchgeführt habe.

Ziel des Projektes war es, eigenständig einen vollautomatischen Cocktail Mixer zu bauen, den man über das Smartphone bedienen kann. Der Cocktail Mixer verwendet als Grundlange einen Raspberry PI 3, welcher eine von mir entworfene Platine ansteuert. Diese besteht hauptsächlich aus einigen Transistoren und Relais, welche eine höhere Leistung als der Raspberry schalten können.

Die Menge der gewünschten Flüssigkeiten wird durch Magnetventile gesteuert. Diese werden durch ein C++ Programm auf dem Raspberry angesteuert. Dort werden Threads verwendet, um alle Ventile gleichzeitig betreiben zu können. Mit dieser Programmiermethode können Aufgaben parallel ausgeführt werden. Das Programm öffnet die Ventile für einen kurzen Zeitraum, der anhand der gewünschten Menge ermittelt wird. Eine Webanwendung übernimmt die Ansteuerung entsprechend der hinterlegten Rezepte.

Die Webanwendung basiert auf dem Bootstrap Framework, einer Bibliothek zum Gestalten von Webseiten und ist für die Anzeige auf Notebooks, Smartphones und Tablets optimiert. Der Anwender hat die Möglichkeit den Säulen Namen zu geben und kann im Anschluss Rezepte bilden und sie verwalten. Außerdem können Benutzer angelegt oder entfernt werden.

Das Gehäuse habe ich klein und schlicht gehalten, damit die Mobilität gewährleistet wird. Es wurde aus Plexiglas gebaut und zur Verschönerung mit LED-Stripes beleuchtet.

Zur Bedienung gibt der Raspberry PI ein WLAN-Netz frei, über welches man sich einfach mit dem Cocktail Mixer verbinden kann. Das Projekt hat mir viele Kenntnisse in der Programmierung von Webseiten und C++ gebracht. Außerdem habe ich sehr viel über die Planung von Projekten und die dabei auftretenden Probleme gelernt. Ich habe mich mit der Anfertigung von technischen Zeichnungen und der handwerklicher Umsetzung beschäftigt. Im Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Endergebnis und denke, dass es ein gut gelungenes Projekt ist.

Studienfahrt

Im Rahmen meiner Ausbildung hat meine Berufsschulklasse eine Studienfahrt nach Berlin unternommen. In der Woche hatten wir ein umfangreiches Tagesprogramm, in dem es nicht ausschließlich um Informatik ging. Unser Montagsprogramm bestand aus einer Besichtigung der Berliner Unterwelten. Dort wurden uns alte Luftschutzbunker gezeigt. Am Dienstagmorgen haben wir ein Computerspielmuseum besichtigt, wo wir einen guten Einblick in die Geschichte der Spielentwicklung bekamen. Anschließend konnten wir unsere Freizeit ein paar Stunden selbst gestalten. Zum Abend hin haben wir eine Bootstour auf der Spree gemacht. Mittwoch haben wir das „Zuse-Institut Berlin“ besucht, wo uns ein Hightech-Server und einige 3D-Techniken vorgestellt wurden. Außerdem haben wir eine Führung durch das Institut bekommen. Am Nachmittag haben wir die Landesvertretung Bremen in Tiergarten besucht. Abends durften wir unsere Zeit eigenständig gestalten. Am Donnerstag haben wir das Technikmuseum besucht. Dort wurden uns sowohl ältere, als auch moderne technische Innovationen vorgestellt. Den Tag haben wir dann im Jump-Haus ausklingen lassen. Am Freitag ging es wieder nach Bremen. Im Großen und Ganzen konnten wir viele technische Informationen sammeln und den Klassenzusammenhalt durch gemeinsame Freizeitgestaltung stärken.

 

Brandenburger Tordatei-16-09-16-12-12-39

Hochleistungsrechner (HLRN)
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Computerspiele Museum
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