An der Universität Bremen gibt es viele Fachbereiche, universitäre Organisationen und viele Arbeitsgruppen. Bei Arbeitsgruppen handelt es sich in der Regel um kleine (oder auch größere) Gruppen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bestimmt Projekte bearbeiten.

Da wir sehr viele Arbeitsgruppen in IT-Dingen unterstützen, möchte ich hier einmal beschreiben, worin meine Arbeit bei der Ausstattung dieser AGs mit Computertechnik besteht.
Eine neue Arbeitsgruppe spricht uns an, da sie Hilfe bei der Beschaffung und Installation von Computer-Hardware und Software benötigt. Ich mache einen Termin aus und wir besprechen erstmal, was genau benötigt wird (abgestimmt auf die Mitarbeiter und die Arbeitsumgebung in der AG). Ich mache also erstmal eine Beratung in Bezug auf sinnvolle Hardware und deren Kompatibilität untereinander.

Bei meinem letzten Projekt ging es um 10 Arbeitsplatzrechner und 2 NAS-Systeme, die beschafft, installiert und aufgestellt werden mussten. Ein NAS-System (Network Attached Storage) ist in erster Linie ein mit dem Netzwerk verbundenes Speichergerät, worauf Daten gespeichert werden können und welches noch andere Dienste im Netzwerk zur Verfügung stellen kann.

Da bei größeren Beschaffungen im öffentlichen Dienst in der Regel beim günstigsten Anbieter gekauft werden soll, benötigen wir für diese Beschaffung 3 Angebote von drei unterschiedlichen Lieferanten. Hierfür definiere ich genau die Komponenten in meiner Beschaffungsliste und frage diese dann bei den 3 Firmen nach. Hierdurch wird eine Vergleichbarkeit der Angebote gewährleistet und ich kann problemlos eine Auswahl treffen.

Nachdem ich die Beschaffung durchgeführt habe und die Geräte geliefert wurden, überprüfe ich die Vollzähligkeit der Komponenten.
Nun kann ich beginnen, auf den einzelnen Rechnern die Software zu installieren. Ich beginne mit dem Betriebssystem (alle Rechner bekommen Windows10).
Um hier gleich die richtigen Benutzerdaten einzugeben, habe ich vorab in der Arbeitsgruppe die entsprechenden Daten für die einzelnen Rechner abgefragt und kann diese nun bei der Installation eintragen.

Nach der Installation des Betriebssystems bekommt jeder Rechner noch eine Basisinstallation der Anwendersoftware. Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Office-Paket, Antivirensoftware, PDF-Reader, Browser und Mailprogramm. Dazu noch spezielle Software, wenn sie von dem späteren Nutzer gewünscht wird. Hierbei muss ich darauf achten, dass Lizenzsoftware entsprechend den Nutzungsbedingungen durch den Hersteller abgerechnet und lizensiert wird.

Nachdem alle Installationen fertig sind, kann ich die Rechner in den Bereich an der Universität ausliefern, in dem die Arbeitsgruppe untergebracht ist. Dort stelle ich dem jeweiligen Nutzer sein für ihn eingerichtetes Gerät an seinen Arbeitsplatz, schließe alle Komponenten (Bildschirm, Tastatur, Maus) an, verbinde das Gerät mit der Netzwerkdose und kann dann den Computer in Betrieb nehmen.
Für die beiden NAS-Systeme gibt es einen extra Standort. Die beiden Geräte sollen nicht frei zugänglich sein und somit kommen diese in einen sogenannten Serverraum, wo nur der Administrator Zugang hat. Auf den beiden NAS-Systemen habe ich ebenfalls schon die Einstellungen vorgenommen (Benutzername, Freigabelaufwerk, zugeteilter Plattenplatz), die ich für die Zugriffsberechtigung von der Arbeitsgruppe erhalten habe.

Bevor die Benutzer sich an die Rechner setzen und diese für ihre Arbeit benutzen, überprüfe ich noch, ob alles funktioniert und ob meine gemachten Eistellungen in Ordnung sind. Danach werden die Benutzer noch von mir eingewiesen und ich erkläre ihnen, mit welchen Laufwerken sie sich verbinden können, welche Benutzernamen und Passwörter auf ihrem Computer eingestellt sind und wie sie sich ein neues Passwort setzen können.

Danach ist das Projekt für mich abgeschlossen.

Für weitere Hilfen und den Support der Hardware stehen wir der Arbeitsgruppe aber weiterhin zur Verfügung.

Von Nicky Darlyn