KW 16 Episode 02

Teilaufgabe 01:

Erwartungen an den Text von Seifried et al:

  • Trotz des vorherrschenden Methodenmonismus, der zu Beginn des Aufsatzes angeführt wird, erwarte ich, dass die Methodenvielfalt in den letzten 10 Jahren gestiegen ist. -> Wahrscheinlich gibt es aber deutliche Unterschiede im Ländervergleich (ggf. gibt es Bundesländer, in denen ein vergleichsweise besonders vielfältiger Methodeneinsatz im Unterricht stattfindet.)
  • Vermutlich wird in der Regel auf Frontalunterricht oder Gruppenarbeit zurückgegriffen. Der Grund für einen häufig eintönigen Unterricht (in Bezug auf Medieneinsatz) vermute ich in der Tatsache, dass Lehrern die nötigen Kompetenzen für einen sinnstiftenden Medieneinsatz im Unterricht fehlen. -> Vor allem die ältere Generation von Lehrer/innen bräuchten Schulungsmöglichkeiten.
  • Für diese Schulungsmaßnahmen fehlt aber sicherlich mehrfach Zeit und Geldmittel. Zudem gibt es dann im laufenden Schuljahr oftmals wenig Zeit (voller Stunden- bzw. Lehrplan), um die SuS in Sachen Medienkompetenzen zu schulen.

 

Teilaufgabe 02:

Fragen zum Text: „Was hat sie überrascht bzw. war anders, als sie es erwartet haben?“ sowie „Warum ist das aber so?

Mich hat es zunächst überrascht, dass es laut der Befragungen im Text an berufsbildenden Schulen nur 10% Gruppenarbeit gibt. Warum das so ist, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, dass die Prüfungspläne einiges an Lernstoff beinhalten, sodass viele Lehrkräfte in erster Linie auf die klassische Methode des Frontalunterrichts zurückgreifen. Der Aufsatz gibt zudem an, dass im Durchschnitt sechs Minuten für die Organisation benötigt wird. Dies nimmt in den Klassen meiner Praktikumschule häufig die ersten 15 min ein (vor allem wegen diverser unentschuldigter Fehlzeiten) – deshalb überraschte mich die vergleichsweise kurze Zeit, die für Organisatorisches in den Berufsschulen gebraucht wird. Am meisten verblüfft hat mich die Tatsache, dass der Aufsatz von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Bereich „Einsatz von Frontalunterricht“ berichtet, weil ich dort keine Unterschiede vermutet habe  (W: 48%, M:67%).

 

Teilaufgabe 03: Recherchieren sie z.B. auf Google Scholar, dem Deutschen Bildungsserver, der SuUB oder auf einem fachdidaktischen Spezialportal nach einer weiteren empirischen Untersuchungen zum Einsatz von Methoden oder Medien in einem ihrer Fächer und verlinken sie dies bitte mit einer kurzen Inhaltsangabe und ihren ersten Gedanken dazu.

Frederking, Volker/ Jonas, Hartmut (2008): Neue Medien im Deutschunterricht – eine Zwischenbilanz, abrufbar unter: http://www.ag-medien.de/dokumente/Online%20Zeitschrift/Online-Zeitschrift-Komplett_2009-08-25.pdf

Der Beitrag von Frederking und Harmut beschäftigt sich mit dem Einsatz der neuen Medien im Deutschunterricht. Eine der grundlegenden Erkenntnisse ist, dass Deutschlehrer/innen eine Nutzung der neuen Medien eher selten in ihren Unterricht einbeziehen. Die Autoren sprechen sogar von einer verbreiteten Verweigerungshaltung auf Seiten der Lehrenden. Des Weiteren werden im Artikel die Chancen und Probleme der neuen Medien dargestellt und analysiert (dies bezieht sich vor allem auf Computer- und Internetnutzung.

 

Teilaufgabe 4/5

Unterrichtsbeobachtung einer 9. Klasse Deutsch

Thema: Argumentieren – Schreibe einen Brief zum Thema „Handynutzung in der Schule“ an deine Schulleiterin (45. min.)

Welche Medien wurden in dieser Stunde benutzt?

  • Anwesenheit und Fehlzeit (10min.)
  •  Einzelarbeit an Brief: Anknüpfend an die vorherige Stunden arbeiteten die Schüler/innen an ihrem Brief, einige ließen ihre Erstversion korrigieren und schrieben daraufhin an einer überarbeiteten Fassung weiter. (35min.)

Medien: Arbeitsblatt und Arbeitsheft.

 

Unterrichtsbeobachtung einer 10. Klasse, Fach: Geschichte/Politik (GP), 90 Min.

Thema: Judenverfolgung im Nationalsozialismus

Welche Medien wurden in dieser Doppelstunde genutzt?

Zunächst wurden im Plenum die Ergebnisse eines Arbeitsblattes aus der vorherigen Stunde besprochen (Rede Hitlers 1943). Dazu hielt einer der Schüler/innen die Ergebnisse an der Tafel fest. Um die Resultate zu sichern, schrieben die Schüler/innen die Ergebnisse in ihren Arbeitsheften/ Collegeblöcken mit.

(Dauer 10 Min.)

Daraufhin gab es vom Lehrer einen neuen Impuls. Die Schüler/innen wurden in 5 Gruppen geteilt und erarbeiteten die Bedeutung/den Inhalt diverser Erlässe gegen Juden (Zeitraum 1933-1942). Dafür erhielten sie ein neues Arbeitsblatt. Anschließend sollten sie ihre Gruppenergebnisse auf einer Folie festhalten, um den anderen Gruppen in einer Präsentation die Erlässe und deren Bedeutung vorzustellen.

(Dauer 35 Min.)

In Stunde 2 wurden die Gruppenergebnisse mithilfe eines Overhead-Projektors präsentiert.

(Dauer 30. Min.)

Schließlich erhielten die Schüler/innen ein Info-Blatt mit allen vorgestellten Erlässen und den Daten, wann diese erlassen wurden (Auflösung).

(Dauer 15. Min.)

 

Teilaufgabe 06:

Als typisch würde ich diese Doppelstunden in GP nicht einordnen. In vielen Stunden, dich ich zuvor in meiner Praktikumsschule hospitiert haben, kamen noch weniger Medien zum Einsatz. In der vorgestellten Doppelstunde war der Einsatz einer Folie auf dem Overhead-Projektor schon spezieller (im Vergleich zu anderen hospitierten Stunden). Dort wird in der Regel mit Arbeitsblättern, Wochenplänen oder einem Buch gearbeitet und dies vermehrt in Einzelarbeit.

Ich habe bisher in einer einzigen Doppelstunde zu Beginn unseres Praktikums erlebt, dass ein/e Lehrer/in mit ihren Schüler/innen eine Internetrecherche im Computerraum durchgeführt hat. Ansonsten werden neue digitale Medien in meiner Praktikumsschule kaum eingesetzt. Es gibt wenig Fernsehgerät und im Gebäude des 9./10. Jahrgangs nicht ein einziges Beamer-Gerät. Einige Lehrkräfte gehen allerdings recht offen mit der Nutzung von Smartphones im Unterricht um. Entgegen der Schulordnung, die eine Nutzung des Handys untersagt, dürfen die Schüler/innen bei einigen Kollegen und Kolleg/innen das Smartphone für Recherchen nutzen. Des Weiteren wird auch nicht mit Smartboards oder ähnlichen interaktiven Medien gearbeitet. Grundsätzlich resümiere ich, dass die Nutzung der neuen Medien in meiner Praktikumsschule noch deutlich verbessert werden kann.