Episode 3 Thema: Methoden und Medien in einen Bezug setzen
Aufgabenbereich (a) Ideen zu entwickeln, wie sie mit EINEM digitalen Werkzeug verschiedene (3) Methoden-Werkzeuge unterstützen also z.B. der Einsatz von Twitter für Blitzlicht, Brainstorming und Denkhüte. Ein anderes Beispiel wäre Google Docs für Gruppenarbeit, Schülerpräsentationen und Unterrichtsevaluation.
Ich habe mir für diese Aufgabe das digitale Werkzeug „YouTube“ ausgewählt
Laut der James-Studie aus dem Jahr 2014 ist YouTube die beliebteste Website der Jugendlichen. Zudem besitzt YouTube den größten Fundus an öffentlich zugänglichen Videos. Unter anderem diese Fakten machen deutlich, dass die Videoplattform Youtube großes Potenzial dafür besitzt, um im Unterricht eine größere Beachtung zu finden. Schließlich ist der Lebensweltbezug der SuS in fast allen Fällen garantiert, da nahezu jede/r Jugendliche/r die Plattform kennt und/oder diese aktiv nutzt.
Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass von einigen Medienpädagogen angemerkt wird, dass YouTube und andere Videoplattformen noch immer erstaunlich selten im Unterricht genutzt werden würden. Zum Teil sei die Plattform in Schulen sogar gesperrt, was aus medienpädagogischer Sicht mehrfach kontraproduktiv sei. Ich unterstütze die Ansicht, dass Lehrer/innen in diesem Kontext die Aufgabe haben, einen kompetenten Umgang mit Videoplattformen zu vermitteln. Dazu gehört der Aufbau von Kompetenzen im Bereich Reflexion, Bewerten, Verifizieren und Einordnen. Gerade wenn SuS Plattformen wie YouTube in ihrer Freizeit besuchen, um z.B. Informationen über bestimmte Sachgebiete zu erhalten oder ggf. selbst Inhalte in Videoplattformen zu stellen, dann sollten sie wissen, worauf sie sich einlassen.
Beispiele für den Einsatz des digitalen Werkzeugs „YouTube“ mit folgenden Methoden-Werkzeugen (Beispiele sind für den Deutschunterricht vorgesehen)
Beispiel 1: Der Buchtrailer in Gruppenarbeit/Projektarbeit
Für dieses kleine Unterrichtsprojekt ist erforderlich, dass die SuS sich im Deutschunterricht zuvor mit einer Lektüre beschäftigt haben. Dies können individuell bevorzugte Bücher sein oder ein gemeinsames Buch, was alle SuS in der Klasse/ im Kurs lesen. Im Hinblick auf die Ergebnisse können beide Varianten interessant ausfallen. Bei unterschiedlichen Lektüren könnte sich bei den späteren Trailern eine große Spannung ergeben, weil die anderen SuS, die die Trailer anschauen nicht wissen, was sie inhaltlich erwarten wird. Bei gleicher Lektüre könnte wiederum interessant sein, auf welche Art und Weise die SuS die Trailer (mit gleichem Inhalt) aber unterschiedlichen Herangehensweisen bearbeiten.
Entsprechend einem Filmtrailer wird dafür eine Art Kurzvideo zu einem gelesenen Buch produziert. Dies kann nur in Form einer Gruppenarbeit erfolgen, weil nicht nur für die Planung, sondern auch für die Produktion mehrere Teilnehmer erforderlich sind. In diesem Zusammenhang könnte ein solcher Buchtrailer auch von einer ganzen Klasse als Gruppe erstellt werden. Fraglich ist dabei jedoch, ob die SuS sich dabei auf einen gemeinsamen Trailer einigen können. Um erste Eindrücke zu sammeln macht es dann Sinn, sich mit der Klasse/dem Kurs Film- oder Buchtrailer bei YouTube anzusehen.
Wie die SuS den Trailer gestalten ist ihnen selbst überlassen. Dabei können u.a. Grafiken, Audioelemente oder Fotos eingesetzt werden. Da ein solcher Videodreh mit sehr viel Aufwand verbunden ist, empfiehlt es sich die Dauer auf 1-2 Minuten (So die empfohlene Länge bei meinen Recherchen.) An Materialen sind dafür Computer, Video- und Audiogeräte erforderlich. Für den weiteren Ablauf erstellen die SuS z.B. ein einfaches Storyboard und sammeln anschließend Materialen wie Fotos oder Audioaufnahmen (Digitales, was ihnen bei der späteren Aufnahme unterstützen könnte.
Beispiel 2: Fragestellung: Ist das Video Echt oder Fake? Methode: Fragenkatalog
Ein weiteres wichtiges medienpädagogisches Anliegen ist das Vermitteln von Sensibilität und Strategien für das Unterscheiden von echten und „gefakten“ Videos. Dazu finden sich unter dem Titel „Müll oder echte Virtuelerl Info?“ auf SRF MySchool ein Videobeitrag und Unterrichtsmaterialien.
(Quelle: <<Medien im Kontext >> – Manual für Dossier „YouTube im Unterricht“)
Als Methode könnten die SuS im Vorfeld einen eigenen Katalog mit Kriterien für die Unterscheidung zwischen echten und unechten Video erstellen und diese auf Beispiel-Videos bei YouTube anwenden bzw. nachträglich diskutieren.
Beispiel 3: Methode: Schreibgespräch
Für die Nachbereitung der präsentierten Buchtrailer aus Beispiel 1 werden die präsentierten Buchtrailer in einem stillen Schreibgespräch ausgewertet. Dies erfolgt in einem 4 oder 5stelligen Schritt, beispielsweise in Form von Kommetaren, Ansichten und Stellungnahmen. Diese Methode erfolgt nicht verdeckt, sondern für alle Beteiligten sichtbar, aber eben stumm. Die fertigen Poster werden dann von Schüler/inengruppen ausgewertet und präsentiert. In diesem Kontext könnte ausgewertet werden, welcher Buchtrailer am besten gefielt und weshalb oder was wurde besonders gut transportiert/visualisiert?!
Beim Thema YouTube wusste ich nicht, wie ich visualisieren sollte, deswegen habe ich im Folgenden zwei Links angeführt.
Youtube-Beispiele zum „Buchtrailer“: