Die sprachliche Heterogenität der Klassen in NW-Unterricht

Diskutieren Sie, wieso die Berücksichtigung der sprachlichen Heterogenität
der Klassen in NW-Unterricht wichtig ist. Berücksichtigt dabei die
Unterschiede zwischen der deutschen Sprache und der Fachsprache.  Ist
Fachsprache gleich Sprache?

Das kleine Experiment am Anfang der letzten Vorlesung zeigt deutlich, welche Schwierigkeiten  die sprachliche Heterogenität in Naturwissenschaften mit sich bringt. Denn eine große Herausforderung  entstand durch die englischen Fachtermini.

Meiner Meinung nach, ist die Berücksichtigung der sprachlischen Heterogenität
der Klassen in NW-Unterricht von großer Bedeutung. Es ist sehr schwierig für Schülern mit sprachlischen Schwächen, seien es Schüler mit Migrationshintergrund oder deutsche Schüler, die soziale Schwierigkeiten haben, den Inhalt des NW-Unterrichtes zu verstehen, weil das inhaltliche Verständnis immer das sprachliche Verständnis voraussetzt. Der Schüler muss zunächst die Fachbegriffe verstehen, um später den Inhalt zu verstehen.

Im Laufe der Vorlesung wurde auch erläutert, dass in einer NW-Stunde dem Schüler mehr neue Begriffe als im Fremdsprachenunterricht neue Vokabeln begegnen und dass ca. 50% aller Fachbegriffe im Buch nur ein einziges Mal benutzt werden. Dieses zeigt, dass die Anforderungen sehr hoch sind und Schüler schnell überfordert werden.

Ich denke, dass die Fachsprache auch eine Sprache ist, die oftmals ausschließlich in bestimmten Fachgebieten verwendet wird und somit außerhalb des täglichen Sprachgebrauchs steht. Sie ist damit zwar keine echte Fremdsprache, aber immerhin wird bei der Behandlung der fachspezifischen Inhalte ein Kanon bestimmter Fachbegriffe vorausgesetzt. Die Fachsprache hat also eine ähnliche kommunikative Funktion wie die normale Sprache – Außenstehende werden durch die fehlenden Fachbegriffe schnell erkannt, es kann zur Ausgrenzung kommen.

Dazu kommt, dass die Fachsprache komplexer und schwieriger als die normale Umgangssprache ist und sich damit von selbst gegenüber der Umgangssprache absetzt. Das Verstehen und Beherrschen der Fachsprache ist also der Schlüssel, um den Inhalt des NW- Unterrichtes zu verstehen und überhaupt an diesem Unterricht erfolgreich teilnehmen zu können.

“Diskutieren Sie mit Ihren KommilitonInnen, was Ihr Beitrag als zukünftige
LehrerInnen zur Herstellung von Bildungsgerechtigkeit in der Schule sein
könnte und wo Sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses Bildungsziels
für Ihr spezifisches Fach/Ihre spezifischen Fächer sehen”

Grundsätzlich ist festzustellen, dass jeder Mensch verfassungsgemäß die gleichen Chancen besitzen sollte und , wenn dieser idealtypische Zustand Utopie ist. Menschen machen Fehler und auch die Lebensumstände des Einzelnen sind immer unterschiedlich. Wenn also die absolute Bildungsgerechtigkeit als Maßstab definiert wird, ist zwangsläufig auch jeder Schritt in diese Richtung immer ungenügend.

Falls wir aber als Maßstab den heutigen Status-Quo nehmen, sind auch aus meiner Sicht deutliche Fortschritte möglich. Wenn ich beispielsweise die Bildungsqualität und die Möglichkeiten an Privatschulen mit denen der öffentlichen Einrichtungen vergleiche, gibt es deutliche Unterschiede. Genauso ergeben sich Differenzen bei der Betrachtung der verschiedenen staatlichen Schulen. Das bezieht sich nicht nur auf die Vermittlung von Lehrstoffen und die Kostenfreiheit von Lehrmitteln, sondern hat auch etwas mit der Größe von Klassen und der Zeit für die Erziehung der Schüler zu tun. Schule ist aus meiner Sicht Bildung und Erziehung.

Auch im Zusammenwirken von Schule, Politik und Familie ist noch viel Freiraum. Gerade Kinder aus schwachen sozialen Verhältnissen schaffen es nicht auf die Oberschule, weil die erzieherischen und persönlichen Umstände häufig schwierig sind. Ich bin der Meinung dass, Schüler mit verschiedenstem Hintergrund an die Lehrinhalte heranzuführen und sehe es  so, dass nicht allein die Schule eine Bildungsgerechtigkeit schaffen kann.

Wichtigkeit der Kunst im Leben

Ausgehend von der zentralen Frage: „An der Kunst ist für das Leben nichts zu
lernen?“ (Hermann K. Ehmer, 1995) bitte ich Sie um Ihre Einschätzung:

Welche Erfahrungsmöglichkeiten in Bezug auf das Thema „Heterogenität“ wurden
im Vortrag am Beispiel der Kunst und Kunstpädagogik thematisiert und welche
sind nach Ihrer Meinung nach besonders wichtig? (Bitte mit Begründung)

Welche inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten des Biografischen
Arbeitens und der „Sensitivität für die Lücke“ sehen Sie für Ihre studierten
Fächer? Bitte konkretisieren Sie Ihre Überlegungen an Beispielen.

Die rethorische Frage „An der Kunst ist für das Leben nichts zu lernen?“vermittelt uns die Aussage, daß man viel für das Leben von der Kunst lernen kann. Hermann K. Ehmer wollte mit dieser Frage eine Betonung ausdrücken.

Ich stimme dieser Aussage zu, denn die Kunst spielt eine bedeutende Rolle, um das Leben besser zu verstehen.Die Kunst ist eine Lehre für die Menschen.Man kann davon auch viele Informationen für das Leben und die Ausprägung der eigenen Persönlichkeit bekommen.

Frau Prof. Dr. Peters hat in ihrem Vortrag beispielsweise über eine indische Frau gesprochen, die die Kunst benutzt hat, um über radikal feministische Themen darzustellen. Sie hat Kreise, Bilder und Symbole genutzt, um die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft darzustellen. Aus dieser Kunst kann viel über die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft aber auch von der Entwicklung des Feminismus in der Welt gelernt werden.

In dem Vortrag wurde ein gutes Beispiel in der Kunst im Zusammenhang mit der „Heterogenität“ genannt. Das Bild, das Frau Prof. Dr. Peters dargestellt hat, kann unterschiedlich je nach persönlicher Biografie wahrgenommen und interpretiert werden.Unsere Erfahrungen in der Welt beeinflussen unser Verstehen, unsere Wahrnehmung und Bewertung von Werken.

Ich studiere Frankoromanistik und Geschichte. Der Französischunterricht bietet meiner Ansicht nach Möglichkeiten zum Biografischen Arbeiten anhand von Literatur. Wir haben unterschiedliche Schüler und jeder Schüler verfügt über seinen eigenen Erfahrungschatz. Das eigene Lebenserfahrung führt dazu, dass viele Texte anders interpretiert werden können.

Auch geschichtliche Texte bieten einen gewissen Interpretatitionsspielraum, allerdings steht hier der wissenschaftliche und nicht der künstlerische Aspekt im Vorderungrund. Das bedeutet, dass viele Informationen gesammelt und gelernt werden müssen. Allerdings spielt die persönliche Interpretation insbesondere in der Geschichtswissenschaft eine besondere Rolle, denn hier müssen Quellen richtig interpretiert werden, um ein möglichst vollständiges Bild von der Vergangenheit zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik meiner Kultur, rv07

1. Was ist die Musik Ihrer Kultur? Wie würden Sie die Beantwortung dieser Frage angehen? Können Sie das spontan sagen? Müssen Sie nachdenken? Lässt es sich in Worte fassen? Ist diese Frage für Sie wichtig?

2. Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie die Musik einer anderen Kultur (oder die eigene) als „fremd“ erlebt haben?

1- Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Ich bin halbmarokkanerin und meine Großmutter ist eine Französin und mag einige marokkanische Lieder wie z.B.:

http://www.youtube.com/watch?v=zSj3JzJLuZ0

Aber ich habe auch andere Favoriten ich mag z.B. das Lied von dem algerischen SingerCheb Khaled: http://www.dailymotion.com/video/x3d5qw_khaled-aicha_music

Ich mag besonders die Lieder von Jaques Brel, Edith Piaf, Daniel Lavoie, Garou, Patrick Fiori,  und céline Dion.

Ich glaube, dass Musik eine schöne universelle Sprache ist, die viele Emotionen und Gefühle übertragen kann und die die meisten verstehen können auch wenn man den Textsong nicht verstehen.

Von dem deutschen Lieder mag ich  „Ich kenne nichts“ und „wann“ von Xavier Naidoo .

2- Ich mag deutsche Lieder, ich bin mit einem Deutschen verheiratet, den ich liebe, aber ich mag nicht Schlagersänger und Volksmusik. Das ist aber Geschmacksache!

 

 

Warum fühlen sich die Jungen weniger sicher in der Schule? rv06

2. Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz – im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe – signifikant weniger sicher in Schule fühlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig häufiger das Gefühl haben, dass sich die Lehrkräfte nicht/wenig um sie kümmern. Wie erklären Sie sich diese Ergebnisse und wie könnte man diese Situation verbessern?

 

– Dieses Problem ist sehr deutlich in der Grundschule. Die Jungen interessieren sich für die Schule weniger als die Mädchen. Es gibt viele Faktoren dafür: Erstens, haben die Jungs  andere Interessen als die Mädchen. Sie interessieren sich für andere Bereiche als wir. Die Mädchen mögen gerne Musik und lernen gerne Wortschatz, in dem sie Lieder im Fremdsprachen lernen. Die Jungs bevorzugen Sport und besonders Fußball.

Das habe ich in der Gruppe von Schülern festgestellt , die ich Französisch unterrichte .

Außerdem gibt es in der Grundschule ein Mangel an männlichen Lehrkräften. Die Jungs brauchen männliche Lehrer, die sie verstehen, orientieren und mit ihnen kommunizieren.Deshalb haben die meisten Schüler das Gefühl, dass sich die Lehrkräfte nicht/wenig um sie kümmern.

Es wäre daher sinnvoll, dass man geschlechtgerechte Pädagogik schafft, um die Ungleichheiten und Differenzen zwischen den Geschlechter zu ausgleichen.