{"id":49,"date":"2013-08-12T19:05:19","date_gmt":"2013-08-12T17:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/aktive2013\/?page_id=49"},"modified":"2013-08-12T19:05:19","modified_gmt":"2013-08-12T17:05:19","slug":"offener-brief-der-angehorigen-der-universitat-bremen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/aktive2013\/offener-brief-der-angehorigen-der-universitat-bremen\/","title":{"rendered":"Offener Brief der Angeh\u00f6rigen der Universit\u00e4t Bremen"},"content":{"rendered":"<p>In den n\u00e4chsten zwei Jahren sollen an der Universit\u00e4t Bremen 5 Millionen Euro \u00fcberwiegend durch K\u00fcrzungen im Bereich Personal eingespart werden. Die K\u00fcrzungen betreffen die aus Haushaltmitteln finanzierten Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (in H\u00f6he von etwa 80 Vollzeit\u00e4quivalenten), aber auch die Verwaltung (60 Vollzeit\u00e4quivalente). Angesichts der bereits ausgesch\u00f6pften Sparpotenziale h\u00e4tten die geplanten K\u00fcrzungen an Sachmitteln und im Personalbereich schwerwiegende Folgen f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit der Universit\u00e4t, sowohl hinsichtlich des Lehrangebots und der Nachwuchsf\u00f6rderung als auch in Hinblick auf den Output an Forschungsleistungen.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t Bremen war bei der Exzellenzinitiative der Bundesregierung sehr erfolgreich. Der Drittmittelanteil an den Gesamteinnahmen liegt weit \u00fcber dem Durchschnitt der Hochschulen in anderen Bundesl\u00e4ndern. Doch diese finanzielle \u00dcberlebensstrategie f\u00fchrt (unter anderem) durch die erforderliche Kofinanzierung der Drittmittel aus der Grundausstattung der Universit\u00e4t zu einer chronischen Unterfinanzierung, die nun vom Bremer Senat noch verst\u00e4rkt wird, indem dieser erneute Einsparungen erzwingt.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der an der Universit\u00e4t Bremen angebotenen Lehrveranstaltungen wird von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgef\u00fchrt. Durch die gestiegenen Studierendenzahlen und die zeitintensive Einwerbung von Drittmitteln ist die Arbeitsbelastung des Mittelbaus in den letzten Jahren bereits deutlich angestiegen. Die anfallenden Aufgaben k\u00f6nnen l\u00e4ngst nicht mehr in vollem Ma\u00dfe durch grundfinanzierte Stellen gew\u00e4hrleistet werden. Die K\u00fcrzungen h\u00e4tten zur Folge, dass die Qualit\u00e4t der Lehre deutlich nachlie\u00dfe, insbesondere die an der Universit\u00e4t Bremen gef\u00f6rderte \u201eforschende Lehre\u201c w\u00e4re kaum mehr zu gew\u00e4hrleisten. Der Umfang an Betreuung f\u00fcr Studierende w\u00fcrde abnehmen, vor allem Pflichtveranstaltungen w\u00fcrden noch st\u00e4rker \u00fcberf\u00fcllt sein, die Vielfalt der angebotenen Themen w\u00fcrde zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Die geplanten K\u00fcrzungen untergraben auch die in den letzten Jahren zunehmenden Bestrebungen der aktiven Nachwuchsf\u00f6rderung an der Universit\u00e4t Bremen. Schon jetzt ist es f\u00fcr viele wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schwierig bis unm\u00f6glich, innerhalb von drei Jahren die Promotion zu erreichen. Die Intensivierung der Arbeit kann nicht nur zu gesundheitlichen und sozialen Risiken f\u00fcr die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter f\u00fchren, sondern verhindert auch die Weiterqualifizierung innerhalb der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Durch die K\u00fcrzungen in der grundst\u00e4ndigen Finanzierung wird der Universit\u00e4t Bremen, die seit kurzem zu Recht das Etikett \u201eExzellenz-Universit\u00e4t\u201c tr\u00e4gt, die Basis der Leistungsf\u00e4higkeit entzogen. Das bisher praktizierte \u201eImmer-so-weiter\u201c wird ohne eine verbesserte Ausstattung mit Ressourcen zuk\u00fcnftig nicht mehr funktionieren. Wir fordern daher nicht nur eine R\u00fccknahme der geplanten K\u00fcrzungen, sondern eine h\u00f6here Grundfinanzierung der Universit\u00e4t Bremen, damit diese in Zukunft ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung gegen\u00fcber den Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachkommen kann und insbesondere nicht an Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Studierende und exzellente Forscherinnen und Forscher verliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den n\u00e4chsten zwei Jahren sollen an der Universit\u00e4t Bremen 5 Millionen Euro \u00fcberwiegend durch K\u00fcrzungen im Bereich Personal eingespart werden. Die K\u00fcrzungen betreffen die aus Haushaltmitteln finanzierten Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (in H\u00f6he von etwa 80 Vollzeit\u00e4quivalenten), aber auch die Verwaltung (60 Vollzeit\u00e4quivalente). 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