Vollversammlung: Studierendenschaft der Uni Bremen spricht sich einstimmig gegen Kürzungen aus

Pressemitteilung vom 28.11.2013

Die Studierenden der Uni Bremen positionieren sich auf ihrer heutigen Vollversammlung ausdrücklich gegen den geplanten Stellenabbau an ihrer Uni und zeigen sich mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter_ innen und Verwaltungsangestellten solidarisch. Gleichzeitig fordern sie Rektor Scholz-Reiter auf, die vom rot-grünen Senat angestrebten Kürzungsmaßnahmen nicht durchzusetzen. Sie plädieren stattdessen für einen freien Bildungszugang für alle und rufen geschlossen zur Großdemonstration am 04. Dezember auf. Ihren Forderungen verhalfen knapp 2000 der Teilnehmenden mit einem spontanen Fahrrad- Flashmob am Stern zu großer öffentlicher Aufmerksamkeit.

Auf der heute einberufenen studentischen Vollversammlung mit knapp 2000 Teilnehmenden haben sich die Studierenden als größte Statusgruppe der Uni Bremen eindeutig gegen die Umsetzung der geplanten Kürzungsmaßnahmen im wissenschaftlichen Mittelbau und Verwaltungsbereich ausgesprochen. „Keine einzige Stelle, sondern mehr!“ fordert Sina Plaga vom uniweiten Aktionsbündnis. Dem schließt sich die versammelte Studierendenschaft an, indem sie auf eine ausreichende Grundfinanzierung drängt, um den schon jetzt prekären Arbeitsverhältnissen im Mittelbau, der unzureichenden Qualität der Lehre und der weiteren Schließung von Studiengängen entgegenzuwirken. Damit solidarisiert sie sich zugleich mit den Mitarbeiter_innen der Uni Bremen.

Die Studierenden wenden sich auch an das Rektorat, insbesondere an Rektor Bernd Scholz-Reiter mit der Aufforderung seiner artikulierten Ablehnung der Kürzungen auch klare Handlungen folgen zu lassen. Den Stellenabbau an der Universität soll er nicht durchsetzen. Stattdessen wird er aufgefordert, sich für mehr Stellen einzusetzen. Sie verlangen zudem, sämtliche stattfindende Verhandlungen mit der Bildungsbehörde transparent und öffentlich zu machen.

Darüber hinaus prangern die Studierenden die politische Praxis des rot-grünen Senats an. Es ist absurd und nicht vertretbar, dass die in den letzten Tagen beschlossene (minimale) Erhöhung des Bildungsetats im kommenden Haushalt auf Kosten anderer sozialer Bereiche wie der Stadtteilförderung gehen soll. Mit großer Mehrheit verurteilen sie die bestehende Unterfinanzierung im gesamten Bildungsbereich und setzen sich für einen freien Zugang aller zu Bildung ein.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und sie nach außen zu tragen, rufen die Studierenden geschlossen zur Teilnahme an der Großdemonstration gegen sämtliche Kürzungsmaßnahmen im Bildungsbereich auf. Sie findet am kommenden Mittwoch, den 4. Dezember um 11 Uhr unter dem Motto „Bildung am Limit! Es geht um mehr…“ in der Bremer Innenstadt statt und wird von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen der Universität und Hochschule sowie von Schüler_innen der GSV organisiert. Treffpunkt iat am Hauptbahnhof/Überseemuseum.

Im Anschluss der Vollversammlung beschloss ein Teil der versammelten Studierenden spontan schon heute seinen Unmut kundzutun um ihre Forderungen zu bekräftigen. So wurde die Kreuzung “Am Stern“ durch einen Fahrrad-Flashmob blockiert. Die Autofahrer_innen im lahmgelegten Verkehr wurden mit Flyern über die Stellenkürzungen informiert.

Die Vollversammlung wurde im Rahmen der uniweiten Protestwoche Anfang November auf dem studentischen Aktiventreffen beschlossen und im Namen von über 1200 Studierenden einberufen. Es gab zahlreiche Rede- und Diskussionsbeiträge von diversen Stugen und Hochschulgruppe, die breite Zustimmung fanden. Die Initiator_innen zeigen sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Überwältigt von der Dynamik der VV sind sie entschlossen die bisherigen erfolgreichen Proteste auch über die Demonstration hinaus mit diversen Aktionsformen weiter fortzuführen. „Wir werden solange kämpfen, bis all unsere Forderungen und Ziele verwirklicht sind“, so Manuel Cordsen vom Aktionsbündnis.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Anna Siewert, Anna Vosgerau und Kristin Reimers als Pressegruppe des Aktionsbündnisses. Zu erreichen sind wir unter: 0152/14 12 54 78

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