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Abschlussreflexion

1)Benennen Sie die für Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vorträgen der Ringvorlesung für sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden Fächer beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen. 

 

  1. A) Die unterschiedlichen “Sprachwirklichkeiten” der Schülerinnen und Schüler sind mir von großer Bedeutung, da mir diese Erkenntnis zuvor noch völlig fremd war, obwohl es offensichtlich ist, dass diese existieren. Deswegen denke ich heute, dass diese Erkenntnis ein wichtiger Aspekt ist, den man zu berücksichtigen hat bei der Gestaltung von Unterricht. Man mag sich vielleicht gar nicht im Klaren darüber sein, was Heterogenität für Auswirkungen bei der Rezeption von gewissen Begrifflichkeiten haben kann. So empfinde ich es als wichtig sich damit auseinander zu setzen, um den zukünftigen Unterricht danach auszurichten. Dadurch bietet sich uns die Möglichkeit, neue Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler kennenzulernen um sie gegebenenfalls zu kontextualisieren, relativieren oder wenn nötig zu revidieren.

So werden zukünftig in meinen Fächern, Englisch und Französisch, Fragen zur Bedeutung von gewissen Fremden Vokabeln eine große Rolle spielen. Meines Erachtens, kann man bei gewissen Begriffen wie “ Respekt, Frieden, Toleranz, oder Gerechtigkeit, schöne Mindmapps anfertigen lassen, indem die ganze Klasse Ihre Assoziationen mit dem Begriff aufschreibt. Anschließend lässt sich das Klassenzimmer schön damit ausschmücken.  Viel wichtiger aber ist, dass die Schülerinnen und Schüler schon früh merken, dass es anders Denkende Mitmenschen gibt und sie lernen tolerant und mit Respekt damit umzugehen. Außerdem hilft diese Methode beim erlernen neuer Vokabeln, da mehrere Sinne angeregt werden.  

  1. B) Diese Methodik erläutert Andreas Klee genauer in seinem Buch (2008) für den Politikunterricht. So sollen bei der Begriffsklärung drei Stufen durchlaufen werden.
  2. Die selbsreflektierende Begegnung: individuelle Reflexion über vorhandene Vorstellungen des Unterrichtsinhalts (Kartenabfragen, Mindmaps, Brainstorming)
  3. Die kommunikative Begegnung: diskursiver und ergebnissoffener Austausch der eigenen Vorstellungen mit den Vorstellungen der anderen Lernenden (Gruppenpuzzle, Schneeball, Marktplatz,…)
  4. Die differenzierende Begegnung: Anreicherung der individuellen und kollektiv geteilten Vorstellungen durch die Auseinandersetzung mit professionellen Urteilen (Zeitungstexte, etc.) fachwissenschaftlichen Erkenntnissen, differenzierenden Akteursperspektiven usw.)

 

3) Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, würden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema UMHET. Bitte begründen Sie Ihre Wahl? 

“Meint Inklusion wirklich alle?” Diese Fragestellung wurde im Laufe der Vorlesung behandelt. Wir erfuhren von unterschiedlichen Förderbedarfen und dass die Lösung nicht immer Exklusion sein muss. Vielmehr wurden wir auf die Möglichkeiten der Inklusion aller Kinder aufmerksam gemacht. Allerdings fehlt mir hierzu noch das pädagogische Fachwissen, um mit Kindern mit Förderbedarfen umzugehen. Daher würde ich mir praxisnahe Beispiele wünschen, die uns den Umgang mit Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen näherbringen. Ich kann mir nämlich vorstellen das diese Arbeit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Ich bin darüber im Klaren, dass es nicht für jeden Förderbedarf oder Situation eine Musterlösung gibt. Allerdings würde mich interessieren welche elementaren Regeln es zu beachten gibt, um eine grobe Vorstellung darüber zu erlangen, wie in bestimmten Situationen zu handeln ist. 

Auch wurde ich gerne mehr über Thema “Deutsch als Zweitsprache” wünschen. Hier interessieren mich Fragen wie : ,, Wie schafft es die Lehrkraft, die Schülerinnen und Schüler in den Klassenverband zu integrieren. Wie schafft es die Lehrkraft, dass sich die anderen Schülerinnen und Schüler nicht benachteiligt fühlen? Wie sorgt die Lehrkraft dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler sich nicht minderwertig fühlen” oder “ Wie wird dafür gesorgt, dass Sie außerhalb der Schule die Möglichkeiten haben ihre Sprachkenntnisse auszubauen?” Diese Fragen stellten sich mir nach der Vorlesung. Eine Sitzung die sich spezifisch mit solchen Fragstellungen auseinandersetz würde ich mir gerne wünschen. Diese Fragestellungen sind mir von besonderem Interesse, da ich zunächst einmal selbst einen Migrationshintergrund mitbringe, und die damit einhergehenden Schwierigkeiten der Sprache im Alltag nur allzu gut kenne. Außerdem ist es mir als angehende Lehrkraft wichtig, danach zu streben jedem Schüler etwas für seinen Werdegang mitzugeben, sowie ihnen die gleichen Perspektiven wie die ihrer Mitschüler zu ermöglichen. Sprache darf und sollte uns daher nicht daran hindern diese Inklusion dieser Schülerinnen und Schüler zu verwirklichen.
 

Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken/Aspekte sehen Sie für sich persönlich als besondere Herausforderung? Wie könnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch darüber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten? 

 

Die Vorlesung machte mir sehr deutlich was Heterogenität bedeutet. Daher kann ich mir vorstellen, dass die Vielzahl an Aspekten, die zu beachten ist, nicht zu unterschätzen ist. Ich glaube es wird schwer, als einzelne Lehrkraft allen Schülerinnen und Schülern und ihren Bedarfen gerecht zu werden. Alles unter einen Hut zu bringen und keinen dabei zu vernachlässigen wird sich bestimmt als schwierig erweisen. Von großer Hilfe könnte hier das Praktikum sein. Hier lässt sich der Umgang von Lehrern mit Heterogenität genauer beobachten. Aus diesen Beobachtungen lassen sich Schlüsse ziehen über Ereignisse, die gut oder schlecht gelaufen sind. Man kann sich also überlegen was man adaptieren oder gegebenenfalls besser machen kann. Um letzteres umzusetzen kann man sich mit Kommilitonen austauschen, oder Literatur hinzuziehen, die sich damit beschäftigt, komplizierte Situation zu meistern. 

 

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1 Kommentar

  1. Lieber Alexandre,
    in Ihrem Abschlussblog setzen Sie sich in der geforderten Breite und zugleich auch differenziert mit den Aspekten von Heterogenität und den didaktischen Umsetzungsmöglichkeiten einer Berücksichtigung vielfältiger Heterogenität der SchülerInnen sehr reflektiert auseinander. Die Theoriebezüge sind klar und systematisch hergestellt.
    Bestanden.
    Yasemin Karakasoglu

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