{"id":37,"date":"2018-05-24T19:44:37","date_gmt":"2018-05-24T17:44:37","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ademke\/?p=37"},"modified":"2018-05-24T19:44:37","modified_gmt":"2018-05-24T17:44:37","slug":"inklusion-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ademke\/2018\/05\/24\/inklusion-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Inklusion f\u00fcr alle?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung zum Themenfeld sonderp\u00e4dagogischer F\u00f6rderbedarf bzw. Behinderung sowie Inklusion und diskutieren diese kritisch vor dem Hintergrund der angef\u00fchrten Diskussionslinien.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Inklusion. Damit ist doch die Integration von k\u00f6rperlich oder geistig beeintr\u00e4chtigten Sch\u00fcler*innen gemeint, oder nicht? Tats\u00e4chlich steckt hinter diesem Begriff noch deutlich mehr. Im Rahmen der Inklusion sollen Sch\u00fcler*innen mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf in den Regelunterricht eingef\u00fchrt werden. Doch was bedeutet das? Bei der Diagnose sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarfs wird zun\u00e4chst nicht die Eigenschaft einer Person, sprich des\/der Sch\u00fcler*in festgestellt, sondern es handelt sich um eine administrative Vereinbarung. Die die F\u00f6rderberechtigung und ggf. eine Entrechtung (z.B.: den Ausschluss von bestimmten Bildungsformen, oder \u2013Abschl\u00fcssen) regelt, bzw. nach sich zieht. Dabei muss zwischen zwei verschiedenen Definitionen von Behinderungen unterschieden werden. Auf der einen Seite das Medizinische, auf der anderen Seite das Soziale Modell von Behinderung. W\u00e4hrend beim Medizinischen Modell personenspezifische Merkmale zu einer Beeintr\u00e4chtigung und dadurch zu Behinderung, Benachteiligung oder auch sozialem Ausschluss f\u00fchren, liegt der Ausgangspunkt des Sozialen Modells in Barrieren in der Umwelt einer Person, die dann zu personenspezifischen Merkmalen und dadurch zu Partizipationsbeeintr\u00e4chtigungen, sozialer Benachteiligung oder sozialem Ausschluss f\u00fchren. Als Beispiel f\u00fcr das Medizinische Modell k\u00f6nnen Sch\u00fcler*innen mit H\u00f6r- oder Sehschw\u00e4chen genannt werden, Sch\u00fcler*innen mit Lernschw\u00e4chen als Beispiel f\u00fcr das Soziale Modell. Denn auch eine Schw\u00e4che im Bereich Lernen ist eine Einschr\u00e4nkung, eine Behinderung, die sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarf erfordert. Von dieser Art der Behinderung sind, so Dr. Eileen Schwarzenberg in der vergangenen Vorlesung, der Gro\u00dfteil der Sch\u00fcler*innen im Land Bremen betroffen.<br \/>\nEs l\u00e4sst sich also zusammenfassend sagen, dass von der Inklusion eine sehr heterogene Gruppe von Sch\u00fcler*innen betroffen ist, die sich bei weitem nicht nur auf k\u00f6rperlich oder geistig beeintr\u00e4chtigte Kinder\/Jugendliche beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Gleichen Sie bitte die theoretischen Erkenntnisse aus der Vorlesung mit Ihren praktischen Erfahrungen an Schulen\/im Alltag ab:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Welches Modell von Behinderung ist Ihnen bisher begegnet?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Inwieweit entsprechen die Rahmenbedingungen an Bremer Schulen den Bedarfen der Sch\u00fcler*innen mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf?<\/strong><\/li>\n<li><strong>Welche Auffassungen von Inklusion (Diskussionslinien) haben Sie an den Schulen\/im Praktikum kennengelernt?<\/strong><\/li>\n<li><strong>\u00a0Welche Auffassung vertreten Sie selbst?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich selbst habe in Niedersachsen mein Abitur gemacht, habe also bisher mit dem Bremer Schulsystem nur wenige Erfahrungen machen d\u00fcrfen, weshalb ich mich im Folgenden zu meinen praktischen Erfahrungen mit den Bremer Rahmenbedingungen nicht \u00e4u\u00dfern kann. Bis zur Vorlesung von Dr. Schwarzenberg war mir pers\u00f6nlich nicht klar, dass es verschiedene Modelle von Behinderung gibt. Mir selbst ist bis zu diesem Zeitpunkt nur das medizinische Modell bekannt gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Bezug auf die verschiedenen Auffassungen von Inklusion bin ich selbst, durch meine Erfahrungen im privaten und schulischen Bereich der Meinung, dass eine Inklusion unter Ber\u00fccksichtigung der F\u00f6rderbedarfe am sinnvollsten ist, da die Sch\u00fcler*innen, selbst bei gleicher Bezeichnung einer Behinderung, unterschiedliche Anforderungen haben. Diese Auffassung vertraten auch verschiedene Lehrkr\u00e4fte w\u00e4hrend meiner Schulzeit, allerdings handelte es sich hierbei um einen kleineren Teil des Lehrerkollegiums, der zum \u00fcberwiegenden Teil aus j\u00fcngeren Lehrer*innen bestand. Weitaus gr\u00f6\u00dferer Zustimmung konnte sich jedoch die Doppelstruktur erfreuen. Als Grund hierf\u00fcr vermute ich die Unsicherheit wie mit Sch\u00fcler*innen mit F\u00f6rderbedarf umgegangen werden soll, vor allem bei \u00e4lteren Lehrkr\u00e4ften, die auf diese Aufgaben zumeist nur durch kurze schulinterne Lehrerfortbildungen vorbereitet wurden, wenn es solche \u00fcberhaupt gab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Formulieren Sie eine Beobachtungaufgabe f\u00fcr zuk\u00fcnftige Praktika zur Frage der schulischen Inklusion von Sch\u00fcler*innen mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist es sehr interessant zu sehen ob, und wenn ja inwieweit, die Lehrer*innen Sch\u00fcler*innen mit sozialp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf anders behandeln. Hierbei w\u00fcrde ich gerne auch erfahren, ob es bspw. grunds\u00e4tzliche Unterschiede in der Notengebung, etc. gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bennen Sie bitte die f\u00fcr Sie zentralen theoretischen Aspekte aus der Vorlesung zum Themenfeld sonderp\u00e4dagogischer F\u00f6rderbedarf bzw. Behinderung sowie Inklusion und diskutieren diese kritisch vor dem Hintergrund der angef\u00fchrten Diskussionslinien. Inklusion. Damit ist doch die Integration von k\u00f6rperlich oder geistig beeintr\u00e4chtigten Sch\u00fcler*innen gemeint, oder nicht? Tats\u00e4chlich steckt hinter diesem Begriff noch deutlich mehr. 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