die Begriffe Inklusion und Integration spielen in beiden Texten eine wichtige Rolle.Beide Verfasser haben unterschiedliche Argumente und Denkweisen über die oben gennanten Begriffe. Schumann findet, das die Begriffe Inklusion und Integration des öfteren verwechselt werden!
Nach Schüman gibt es einen unterschied zwischen Kinder mit Förderbedarf und ohne Förderbedarf, demnach zeigen Kinder mit Förderbedarf Defizite auf und Kinder, die nicht gefördert werden, zeigen keine Defizite auf. Für ihn ist eine Inklusion nur zu erreichen wenn die Lernatmosphäre zwischen den Kindern und den Padagogen geändert wird.
Der Autor Glück beschreibt in seinem Text die Probleme von Schülern mit Sprachproblemen. Seine Lösungen für dieses Problem sind, kleinere Klassen, klare Lehrersprache und kluger Einsatz von Medien im Unterricht. Außerdem findet er , dass durch eine bessere Zusammenarbeit von Lehrern und Sonderpädagogen Defizite von Problemschülern rechtzeitig erkannt und Lösungen für diese Probleme vorgenommen werden können.
Auch meiner Meinung nach kann man die Inklusion gut durchbringen wenn man die Umstrukturierung der Lehratmosphäre umsetzt!
Hallo Mehmet,
ich sehe es genauso wie du: Die beiden Begriffe Inklusion und Integration führen laut beiden Texten oft zu Missdeutungen. Eine Integration/Inklusion von förderungsbedürftigen Kindern an Regelschulen ist in Deutschland nicht ausreichend gegeben, was sowohl Glück, als auch Schumann erkennen und anprangern.
Brigitte Schumann möchte, dass in der Inklusion nicht die Kinder den Rahmenbedingungen der Schule angepasst werden, sondern sich die Schule an die jeweiligen Erfordernisse und Besonderheiten der Kinder anpasst. Der Lehrer müsse an das Kind angepasst werden und nicht umgekehrt. Bildung soll sowohl Kindern mit Behinderungen als auch allen anderen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen gerecht werden. Bei der Integration differenziert Schumann zwischen Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf. Kindern mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen werden in Deutschland durch ein Feststellungsverfahren zu Kindern mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“. Die Integration dieser Kinder in Regelschulen ist abhängig von den Ländern und deren finanziellen und personellen Möglichkeiten, den Schulträgern und den Schulen selbst. Eine Integration klappt daher allerdings nicht oft, da zum Beispiel in NRW lediglich elf Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule besuchen.
Christian Glück fordert, dass bei der Inklusion im deutschen Bildungssystem nicht nur Lehrer eingesetzt werden, sondern eher verschiedene Institute beteiligt sind. So ist im inklusiven Prozess auch dafür Sorge zu tragen, dass in einem gemeinsamen Unterricht von behinderten und „normalen“ Kindern Barrieren abgebaut oder vermieden werden, wie zum Beispiel in der Sprache: Die Lehrersprache ist oft so komplex und schwer verständlich, dass spracherwerbsgestörte Schülerinnen und Schüler dem Unterricht oft nicht folgen können. Zudem sollten die Klassengrößen begrenzt werden, um einen optimalen Bezug von Lehrern und Schülern zu erreichen. Ebenso ist eine Frühförderung im Bereich der elementaren Bildung notwendig. Auch sollten die Lehrkräfte in einem inklusiv orientierten Bildungssystem weitergebildet werden, indem die „persönlichen“ Kompetenzen wie Kommunikations- oder Managementfähigkeiten erweitert werden.
Eine Inklusion funktioniert meiner Meinung nach zum Teil auch nur, wenn auf jeden Schüler individuell eingegangen wird: auf seine Schwächen und auf seine Stärken. Das setzt, wie du auch sagst, eine Umstrukturierung der Lehratmosphäre voraus.
Moin!
vielleicht wegen des kurzen Umfanges deines Beitrages bzw. der schnellen Bearbeitung, habe ich irgendwie den Eindruck, dass du eine Zusammenfassung beider Texte gemacht hast. Wir sollten eigentlich hier diskutieren.
Was ist beispielsweise mit den Anforderungen an die Umsetzung von Inklusion, welche formuliert werden müssen? Schumann fordert hierzu, es müsse jedem Kind eine individuelle Unterstützung zur Verfügung gestellt werden, ebenso soll Schule für Fortbildung und Unterstützung der Lehrer sorgen. Was hältst du von diesen Anforderungen?
In der Fragestellung werden Bedenken/Schwierigkeiten geäußert, welche bei einem inklusiven Unterricht auftreten können. Glück beschreibt beispielsweise die Aufgabe der Sonderpädagogen, welche nicht mehr nur als qualifizierte Nachhilfe bei allen Lernproblemen auftreten sollen. Vielmehr muss eine engere Zusammenarbeit mit den Lehrkräften gefördert werden. So kann die Schule bei Lernproblemen angemessen reagieren und nur in extremen Fällen sonderpädagogische Unterstützung fordern. Meinst du es ist möglich die Schule so zu gestallten, dass diese Unterstützung nur als letztes Mittel in betracht gezogen wird? Was ist mit dem Wahlrecht der Eltern?
Auch ich bin der Meinung, es müsse eine Umstrukturierung der Lehratsmosphäre umgesetzt werden!